Im Gewerbegebiet „Nordost II“ von Großenseebach wurde beantragt, die Umnutzung einer Bürofläche zu Bürofläche mit Wohneinheit zu genehmigen. Konkret sollte der bestehende Hundesalon noch um eine Hundepension erweitert werden. Bis zu sechs kleine Hunde wären dort unterzubringen. Um das zu gewährleisten, wurde ein Antrag gestellt, im Dachgeschoss eine Wohnung zu genehmigen, damit die Hunde auch nachts beaufsichtigt werden können.
Gemeinderat Großenseebach entscheidet über Hundepension
Grundsätzlich sind Wohnungen im Gewerbegebiet wegen der Immissionsgrenzwerte kritisch zu betrachten. Bürgermeister Jürgen Jäkel mahnte, dass bereits einige Betriebsleiterwohnungen durch den Gemeinderat genehmigt wurden. Je mehr dazukommen, umso höher ist die Gefahr, dass das Landratsamt das Gebiet als Mischgebiet umwidmet. Wohnungen müssen die Lärmbelästigung durch Gewerbetreibende tolerieren können, was oft erst durch Gutachten und Reduzierung der Richtwert sicherzustellen ist. Lärm in der Mittagszeit, früh und abends reger Lastwagen-Verkehr: ein Gewerbegebiet soll den Gewerbetreibenden vorbehalten bleiben.
Weitere Themen aus Großenseebach
Edeka in Großenseebach: Information im Gemeinderat
Die Gemeinde hat derzeit ein freies Baugrundstück im Angebot, dass sich für den Wohnbau eignet, war die Meinung im Rat. Mit 9:3 Stimmen wurde der Antrag auf Nutzungsänderung abgelehnt. Die anderen Bauanträge, wie eine Fass-Sauna außerhalb der Baugrenze, ein Carport-Neubau und die Aufstockung eines bestehenden Einfamilienhauses wurden genehmigt. Zudem wurde das gemeindliche Einvernehmen zur Verlegung eines Stromkabels im Wald zwischen Obermembach und Reuth erteilt. Die Denkmalschutzbehörde hat festgestellt, dass dort ein Hügelgrab liegt, daher kann nicht ohne weiteres ein Kabel auf dieser Wegstrecke ohne Genehmigung verlegt werden.
Für das Bauvorhaben „Edeka Großenseebach“ wurde die Vorentwurfsfassung des Bebauungsplans vorgestellt und gebilligt. Es soll nun die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt werden. Wie schon in der Bürgerversammlung, war auch im Gemeinderat das Thema Flächenversiegelung und Abwasserableitung diskutiert worden. Gemeinderat Klaus Korn hat sich intensiv mit den Plänen beschäftigt und diese kritisch hinterfragt. Die reine Verkaufsfläche Supermarkt mit 1200 Quadratmeter und der Getränkemarkt mit 600 Quadratmeter zuzüglich der geplanten Bäckerfiliale sollen durch drei unabhängige Betreiber umgesetzt werden. Damit kann die Nahversorgung auf dem Land gesichert werden, bestätigte Matthias Fleischhauer vom Planungsbüro TB Markert.
Hundesteuer in Großenseebach steigt
Bereits geklärt ist die Entwässerung im Gewerbegebiet Nordost III. Es muss kein neuer Kanal gebaut werden, auch die Straßenerschließung ist ausreichend. Nach der Zwischenlagerung der Rotorblätter für die Windräder in Weisendorf kann die Fläche weiter genutzt werden. Das neue Gewerbegebiet kann ab Herbst 2026 erschlossen werden. Zum Thema Haushalt folgende Informationen aus der Gemeinderatssitzung: Die Hundesteuer wird angehoben. Seit 2008 lag diese bei 50 Euro jährlich für den ersten Hund, der kein Kampfhund ist. Sie steigt nun auf künftig 85 Euro für den ersten und 100 Euro für jeden weiteren Hund. Kampfhunde kosten künftig 1000 Euro Hundesteuer.
Auch das Sterben wird teurer, in der neuen Friedhofsgebührensatzung wurden Kostenanpassungen vorgenommen. Die freiwilligen Leistungen der Gemeinde für Zuschüsse zu regenerativen Energiequellen werden eingestellt. Das Budget des Jahres 2025 ist aufgebraucht, weitere Zuschüsse wird es vorerst nicht mehr geben. Die Jahresrechnung 2024 der Gemeinde wurde geprüft, offene Fragen konnten beantwortet werden. Festgestellt wurden 8,2 Millionen Euro Gesamtvolumen, davon im Verwaltungshaushalt 6,6 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 1,6 Millionen Euro. Der erste Bürgermeister und die Verwaltung wurden vom Gemeinderat einstimmig entlastet.












