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Festmeile im Ort
Kirchweih: Oberreichenbach feiert sein zünftiges Fest
Die Nachwuchs-Ortsburschen und -madle  stellen ihren Baum auf.
Die Nachwuchs-Ortsburschen und -madle stellen ihren Baum auf. // Manfred Welker
Signet des Fränkischen Tags von Manfred Welker
Oberreichenbach – Eine Festmeile bot Oberreichenbach seinen Gästen während der Kirchweih. Einen 26 Meter hohen Kirchweihbaum hievten die Ehrenamtlichen in Höhe. Was das Fest für die Besucher bereit hielt.

Alljährlich findet am ersten Wochenende im September in Oberreichenbach die Kerwa statt. Sie wird von den Ortsbewohnern mitgetragen und sorgt als positiver Nebeneffekt im Ortskern für eine temporäre Verkehrsberuhigung. Auch in diesem Jahr waren die Oberreichenbacher wieder voll bei „ihrer“ Kerwa dabei. Zum Auftakt   hatte Bürgermeister Klaus Hacker bereits am Donnerstagabend Ehrenamtler, Gemeinderäte und die Bürgermeister der benachbarten Kommunen in die Gaststätte des Sportheims eingeladen. In geselliger Runde wurde sich hier zwanglos ausgetauscht. 

Zum Kerwaswochenende wird in Oberreichenbach jedes Jahr der Ortskern zu einer Feiermeile umgestaltet. Den Ortsmittelpunkt beherrschen diverse Buden, darunter eine Schiffschaukel, eine Bude für Naschzeug, eine Schießbude und ein temporäres Vereinsheim für die Aktiven der Kerwa, das zur Versorgung und bei nicht so gutem Wetter zum Unterstellen, generell aber zum Überwachen des Kerwabaums dient. Denn das Schmuckstück soll als Zeichen für die Kerwa die Festzeit unbeschadet überstehen. Auch in diesem Jahr wurde in der Ortsmitte zur Bewirtung der Gäste ein Zelt aufgestellt. 

26 Meter hoher Baum bei Kirchweih in Oberreichenbach

Bewährt hatte sich der Kerwagottesdienst am Freitagabend, der sehr gut besucht war. Erst danach zelebrierte Bürgermeister Klaus Hacker den Anstich, so dass der erste Gerstensaft in die Krüge fließen konnte. Hacker benötigte lediglich einen Schlag und einen zur Sicherheit für das Fässchen. Für die Ortsburschen und Ortsmadle, die sogar in einem eingetragenen Verein organisiert sind, bedeutete vor allem das Baumaufstellen am Samstag,  die Kräfte zu sammeln. Der Baum mit seinen 26 Metern wurde im Korporationswald von Luis Kurzmann und Konstantin Zink gefällt und von Jörg Kaltenhäuser mit einem Fendt Dieselross F 12GH B aus dem Jahr 1955 mit 12 PS eingeholt. 

Für den Nachwuchs war zusätzlich ein 15 Meter langer Baum aus dem Wald präpariert worden. Eingefahren wurde er von Johannes Kreß mit seinem 15er Deutz.  Nach dem Einholen hieß es, die Baumkrone zu schmücken und einen vorbereiteten Kranz anzubringen. Alles war in den fränkischen Farben Rot und Weiß gehalten, außerdem wurde eine Frankenfahne an der Spitze angebracht. Danach war für die Ortsburschen Schwerarbeit angesagt: Mit Hilfe von drei Schwalbenpaaren wurde der Baum Stück für Stück unter dem Kommando von Luis Kurzmann, der vom bisherigen Baumkapo Michael Maier unterstützt wurde, in die Höhe gehievt.

Jugendkapelle Aurachtal spielt bei Kirchweih in Oberreichenbach

Nachdem er im Lot stand, wurde er verkeilt und damit in seiner Position gesichert. Auch die Nachwuchsortsburschen und -ortsmadle hatten im Nu ihren Baum in die richtige Position gebracht. Die ganze Zeremonie begleitete ein Dutzend Musiker, die sich zum größten Teil aus Mitgliedern der Jugendkapelle Aurachtal rekrutierten. An den Abenden war die Bar-Hütte,  die vom Ortsburschen & Madle-Verein Oberreichenbach betrieben wird, gut frequentiert.

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