Das 25-jährige Bestehen des Radsportclubs war Anlass für den Kunstverein Schlosskunst, dem Thema Radfahren ein Kunstwerk mit dem Namen „Sonntagstour“ zu widmen. Am Freitagnachmittag wurde dieses in der Weppersdorfer Straße feierlich enthüllt.
Adelsdorf wird zum Kunstdorf
„Unser Dorf wird langsam zum Kunstdorf“, so Bürgermeister Karsten Fischkal ganz stolz. Vom Kunstwerk im Kreisel am Ortseingang über den Weiherwächter im Eisweiher und die vielen Sinnsteine – alles Werke des regen Kunstvereins mit Siggi Wolt an der Spitze – zieht sich die Kunst wie ein roter Faden durch Adelsdorf – und jetzt bis zum Ortsausgang Richtung B470.
Siggi Wolt begrüßte die Schlosskünstler, die Radl-Fahrer und alle Vereinsmitglieder des Radsport-Clubs sowie Bürgermeister Karsten Fischkal, seinen Vertreter Günter Münch und einige Gemeinderäte von Adelsdorf: „Es gibt wieder Kunst für unsere Großgemeinde, und wir freuen uns, dass wir unser Dörfchen erneut mit etwas Kunst verschönern und somit auch etwas interessanter machen können.“, so Wolt.
Vater und Tochter unterwegs
Das neue Kunstwerk stellt einen Vater mit seiner Tochter auf Rädern bei ihrer Sonntagstour dar. Das Stahlobjekt ist knapp zwei Meter hoch und fast vier Meter lang, und es braucht mindestens zwei starke Männer, um es nur ein bisschen zu bewegen.
Wer nun glaubt, dass es ein Geschenk an den Radsportclub ist, der irrt sich. „Nein, es handelt sich nur um eine Verschönerung eures Meeting-Points, liebe Radler. Um allen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, haben wir uns für ein gut erkennbares Logo in XXL entschieden“, so Wolt schmunzelnd.
Radsport immer bedeutsamer
Im Jahr 2020 wäre eigentlich das zehnjährige Bestehen des Kunstvereins gewesen – ein Anlass für eine gepflegte Feier. Aber aufgrund der Pandemie wurde nichts daraus. „Wir entschieden uns, in Kunst zu investieren, und zwar so, dass alle etwas davon haben. Weil der Radsport immer bedeutender wird und Adelsdorf sich schon mehrfach am Stadtradeln beteiligt hat, fanden wir es sehr passend, etwas mit Fahrradfahrern zu kreieren.“
Das Radl-Team wurde ausgeheckt, und natürlich sollte der Kunstgedanke vom Kreisel mit einbezogen werden. Der Gemeinderat hatte den Entwurf bereits 2021 genehmigt. Von der Idee zur Realisierung brauchte es drei Jahre. Das 25-jährige Bestehen des RSC war für den Kunstverein ein Ansporn, das Kunstwerk bis zum Jubiläum fertigzustellen. „Nun haben wir – Angela Börnicke und ich – es geschafft, dank großartiger Unterstützung“, so die Vorsitzende des Kunstvereins.
"Wunderbar gestalteter Meeting-Point"
Federführend waren die Ausführenden Heike Debudey mit der Erstellung der Grafik sowie Angela Börnicke vom Kunstverein, die den Entwurf erarbeitete – eigentlich viele Entwürfe und Modelle. Sie übernahmen auch die Planung zusammen mit Siggi Wolt.
Ein großes Lob ging an den Metallspezialisten und Zweiten Bürgermeister Günter Münch sowie an den Chef vom Bauhof, Manni Litz. „Ohne euch wäre die Realisierung ganz sicher nicht möglich gewesen!“ Der Dank ging aber auch an Bürgermeister Karsten Fischkal für sein unschlagbares Kunstverständnis und das offene Ohr für den Kunstverein. Wolt bedankte sich auch beim Vorsitzenden des RSC, Gert de Groot, und bei Guido Kellermann für die Zusammenarbeit bei den Feierlichkeiten. „Ich wünsche den Radsportlern allzeit eine schöne und unfallfreie Fahrt!“ Den Stein mit dem Spruch „Wo kein Weg, da auch kein Ziel“ hat sich der RSC zu seinem Jubiläum geleistet.
De Groot bedankte sich für die gute Idee. Er freute sich über den wunderbar gestalteten „Meeting-Point“. Im Anschluss ging es in das danebenliegende Sportheim des SCA, wo nach einer Stärkung gemeinsam fiebernd Fußballspiel Deutschland - Spanien verfolgt wurde. Der RSC feierte dann noch sein 25-jähriges Bestehen mit einigen Ehrungen verdienter Radler.
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