In Aurachtal hat dieser Tage ein Zirkusprojekt der Grundschule stattgefunden: Gemeinsam mit Schülern, Eltern und den Zirkusleuten wurde vergangenen Samstag ein Zirkuszelt auf dem ehemaligen Festplatz in Münchaurach aufgebaut, das 540 Personen Platz bot. Ab Montag trainierten 180 Grundschüler in Gruppen zu je 90 Kindern für ihren Auftritt im Zirkus.
Jeden Tag zwei Stunden Training im Zirkuszelt und zwei Stunden zirkusnahen Unterricht in der Schule. Für die Schüler, die gerade nicht in der Manege waren, boten die Lehrer Arbeitsgemeinschaften in Singen, Tanzen, Theater, Basteln an.
Zudem gab es in der Turnhalle ein Parcours für sportliche Kinder. Wie aus einer Pressemitteilung der Grundschule hervorgeht, durften sich die Kinder am Montag in der Manege eine Rolle aussuchen, die sie mit ihren Circus-Trainern ausarbeiteten.
Bereits am Mittwoch führten die Kinder der einen Gruppe jeweils der anderen Gruppe als Generalprobe ihr Programm vor und jeder einzelne bekam Applaus für seine Darstellung. Am Donnerstag dann war die Aufregung groß, denn die erste Gruppe wurde verkleidet und geschminkt.
Zirkusprogramm innerhalb von zwei Tagen gelernt
Dann folgten um 15 und um 18 Uhr zwei Auftritte der Gruppe, zu der Eltern, Geschwisterkinder, Opa, Oma, Paten, Lehrer und viele Verwandten kamen. Am Freitag dann war die andere Gruppe mit zwei Darbietungen an der Reihe.
Alle Zuschauer in den ausverkauften Vorstellungen waren verblüfft und begeistert, was Grundschulkinder in zweieinhalb Tagen an Zirkusprogramm auf die Beine stellen können. Zwei Stunden schauten alle gebannt auf die kleinen Künstler.
Kinderaugen und Erwachsenenaugen strahlten und es gab für jede Nummer tosenden Applaus. Ein Schüler eröffnete jeweils das Programm, in dem er sich auf der Bühne als Clown verkleidete und schminkte und damit das Startzeichen für alle anderen gab.
Die nun folgenden Programmpunkte wurden jedes Mal charmant von zwei Kindern anmoderiert. Es begann mit einer Tierdressur mit Ziegen, die sich in Position stellten, über einen Laufsteg balancierten oder auf einem Fass liefen.
Attraktion Taubendressur
Anschließend verknoteten sich Tücher scheinbar selbstständig im Zauberhut oder es verwandelt sich eine Puppe in einen lebendigen Hasen. Es folgten Tänze aus dem Orient, Schlangenbeschwörung und Fakire präsentierten zunächst eine Feuershow, bevor sie sich auf Nagelbretter legten, auf Scherben tanzten und darauf einen Kopfstand machten.
Sie legten sich sogar auf die Scherben und hielten es aus, wenn sich dabei eine Mitschülerin auf den Bauch stellte. Eine große Attraktion war die Taubendressur.
Die Schüler nahmen acht weiße Tauben auf und trugen sie. Danach liefen die Tiere kleine Treppen hinauf, drehten auf einem Rad ihre Kreise und flogen zum Schluss gemeinsam in einen von zwei Kindern hochgehaltenen Korb.
Zudem standen Akrobatik mit Menschenpyramiden, Trapezkunst und Seiltanz auf dem Programm. Hier wurde vorwärts und rückwärts balanciert und es gelang sogar, sich auf das Seil zu legen.
Clown schminkt sich ab
Besonders viel Applaus erhielt eine junge Künstlerin, die mit dem Hula-Hoop-Reifen vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen sowie springen und sich hinknien konnte. Dabei ließ sie stets den Reifen um die Hüfte kreisen.
Das Programm beendete wieder der Clown vom Anfang, der sich zu trauriger Musik auf der Bühne abschminkte, seine Clownskleidung ablegte und aus der Manege verschwand. Dieses Projekt wird sicher kein Kind vergessen.
Im Anschluss an die Vorstellung halfen viele Eltern beim Abbau und beim Verladen des Zeltes.
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