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Preise und Sorten
Der große Eis-Check im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Eis-Check Erlangen-Höchstadt 2024
Die "klassischen" Sorten wie Vanille, Schokolade, Erdbeere sind meistens gut nachgefragt. Auch dieser Kunde beim Eiscafé Garda in Baiersdorf hat sich für ein Vanilleeis entschieden. // Adelheid Wagner
Erlangen-Höchstadt – Zugegeben, nicht überall gibt es so viele Eisdielen, wie in Erlangen – aber das Eis schmeckt auch anderswo mindestens genauso gut. Was die Kugel Eis dieses Jahr wo im Landkreis kostet, erfahren Sie hier.

Eisdiele Garda in Baiersdorf

In Baiersdorf bei der Eisdiele Garda in der Hauptstraße sind nach wie vor Vanille, Schokolade, Stracciatella und Erdbeere die am meisten nachgefragten Sorten. Auch exotischere Sorten wie Joghurt-Holunder oder „Zuppa-Inglese“, das einem italienischen Biskuitdessert nachempfunden ist, werden gerne gegessen.

Dieses Jahr kostet eine Kugel Eiscreme dort 1,80 Euro. Im Vorjahr waren es noch 1,60 Euro. „Die Erhöhung entspricht ziemlich genau der Anhebung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent“, sagt Gerhard Pröbster, der Inhaber der Eisdiele auf Nachfrage. Während der Corona-Pandemie galt für die Gastronomie für alles außer Getränke ein ermäßigter Steuersatz von sieben Prozent. In diesem Jahr erfolgte nun die Rückkehr zu den üblichen 19 Prozent Mehrwertsteuer. „Als Betreiber profitiere ich nicht von dieser Preiserhöhung", erklärt Pröbster.

Eis-Check Erlangen-Höchstadt 2024
Die verschiedenen Eissorten beim Eiscafé in Baiersdorf. Wer ein Eis will, hast meist die Qual der Wahl. // Adelheid Wagner

Seit 21 Jahren betreibt er die Eisdiele in Baiersdorf und daneben auch das Eiscafé Orangerie in Effeltrich. Jedes Jahr erlebt er, dass im Einkauf für die Herstellung die Kosten Jahr für Jahr etwas mehr werden. Pröbster sieht dem ganzen trotzdem optimistisch entgegen, weil er weiß: „Wer sich ein Eis kaufen will, der kauft sich eins.“ Der Start in die Saison sei zudem gut angelaufen. Am Osterwochenende gab es schon die erste Warteschlange vor der Eisdiele.

Eiscafé am Markt in Herzogenaurach

Die Kugel Eis zum Mitnehmen kostet in Herzogenaurach am Marktplatz dieses Jahr 1,50 Euro. Der Preis ist im Vergleich zu letztem Jahr gleichgeblieben, sagt Tim Gafuri vom Eiscafé am Markt. Allein die Kugel Eis am Tisch inklusive Bedienung sei wegen der Mehrwertsteuererhöhung mit einem Preis von 1,60 Euro zehn Cent teuer geworden. „Wir wollten unseren Gästen trotzdem eine günstigere Alternative anbieten“, sagt Gafuri. Darum habe man sich für die unterschiedlichen Preise für das „To-Go“-Geschäft und den Vorortverzehr entschieden. 

Auch beim Eiscafé sind „traditionelle“ Sorten wie Vanille und Schokoladeneis die Verkaufsschlager - dicht gefolgt von Haselnuss und Stracciatella. Als besondere Highlights bietet die Eisdiele dieses Jahr die Sorten Walnuss mit karamellisierten Feigen und Apfelkuchen-Eis à la Oma an. Ob Speiseeis immer süß sein muss? Das salzige Tomaten-Mozzarella-Eis „Caprese“ lädt zum Probieren ein.

Eis-Check Erlangen-Höchstadt 2024
Pistenzieneis ist eine besondere Spezialität des Buonissimo in Höchstadt. // Adelheid Wagner

Buonissimo und Café Venezia in Höchstadt

Wer sich nach einer Einkaufstour Tour beim Aisch-Park-Center noch Lust auf etwas Süßes hat, der kann dort bei der Eisdiele Buonissimo vorbeischauen. Die italienische Eismanufaktur besitzt mehrere Filialen in Franken und stellt Pistazieneis als Spezialität her. Besonders interessant: Die „Eisbombe Pistazie“ mit Nougat-Creme im Innern. Laut dem Filialleiter Audrin Toldo kostet eine Kugel Eis 1,80 Euro. Die Premiumsorten Haselnuss, Nuss Nougat und Bueno liegen bei drei Euro pro Kugel. Pistazie, kostet wegen der Steinfrucht, 3,50 Euro. Daneben sind auch hier die „Klassiker“ wie Schoko, Vanille, Nuss oder Erdbeere die gefragtesten Sorten.

In der Altstadt in Höchstadt gibt es auch das Eiscafé Venezia. Dort bekommt man eine Kugel Eiscreme für 1,50 Euro. Für Kinder gibt es eine nach dem Animationsfilm benannten „Kung-Fu-Panda“-Eissorte mit Sahne, Schokolade, einem bisschen Zitrone und viel Haselnusskrokant.

Eis-Check Erlangen-Höchstadt 2024
Ein "Kung-Fu-Panda"-Eis vom Venezia in Höchstadt. // Adelheid Wagner

Eiscafé Carlo in Herzogenaurach, Höchstadt und Weisendorf

Die Geschichte vom Eiscafé Carlo begann in den 1980er-Jahren in Puschendorf. Begründer Carlo Scarcella begann damit, sein nach Familientradition hergestelltes Eis in einem umgebauten VW-Bus in der Region zu verkaufen, wie auf der Website des Eiscafés zu lesen ist. Seit den Zeiten des fahrenden Eismanns hat sich das Familienunternehmen weiterentwickelt und betreibt mittlerweile mehrere Filialen unter anderem in Herzogenaurach, Höchstadt und Weisendorf. Laut Franca Fazeo von der Eisdiele in Herzogenaurach kostet die Kugel bei Carlos’ wie im letzten Jahr weiterhin 1,50 Euro. Eine Spezialität des Hauses: Das „Carlo-Eis“ mit Schokolade, Haselnuss und Rum.

Selbstgemachtes Eis auch beim Italiener in Heßdorf oder Röttenbach

Auch bei manchen Restaurants im Landkreis gibt es Eiscreme aus eigener Herstellung, wie etwa bei der Pizzeria und Eisdiele Bari in Röttenbach. Die Standardsorten wie Schokolade, Vanille, Nuss und Erdbeere gibt es immer. Ansonsten versucht man den Gästen jede Woche etwas Neues anzubieten. Die anderen Sorten werden jede Woche durch gewechselt, erklärte eine Mitarbeiterin auf Nachfrage. Eine Kugel kostet 1,60 Euro und zum Mitnehmen 1,50 Euro.

In Heßdorf hat die Pizzeria Capri eine kleine Eisherstellung, die sogar eigene Sorten kreiert. Joghurt mit Sanddorn sei sehr beliebt, sagt der Betreiber Musë Smakolli - genauso wie Biskuit-Eis mit Orangina-Schokolade. Auch das Eis mit echter Pistazie gibt es zum selben Preis wie die anderen Sorten für 1,60 Euro.

So entsteht der Eis-Preis

Nach Meinung des Verbands der Italienischen Eisdielen in Deutschland, Uniteis, werde der Eis-Preis jedes Jahr zu Unrecht kritisiert. Denn, der Preis für eine Kugel Eis sei keine willkürliche Entscheidung. Nach einer Pressemitteilung des Verbands handele es sich schließlich um eine Kalkulation aus den Betriebskosten, die zu Beginn der Saison berechnet werden. Auch die Größe einer Verkaufsstelle und die Menge an Mitarbeitern könne dabei schon zu unterschiedlichen Kugelpreisen bei verschiedenen Eisdielen führen. Außerdem beeinflussen Grundkosten wie Miete, Personal, Versicherungen und Strom sehr stark den Preis.

Wie überall in der Gastronomie haben zudem auch die Betreiber von Eisdielen mit Fachkräftemangel, Inflation und gestiegenen Energiepreisen zu kämpfen. Nach Angaben Uniteis bleiben von dem Umsatz einer Kugel Eis nach Abzug aller Kosten, wie Einkauf, Personal oder Versicherungen, zehn Prozent zu versteuernder Gewinn übrig.

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