Spezi-Getränke, die Mischung aus Cola und Orangenlimonade, sind ein Klassiker, der derzeit eine Renaissance erlebt. Von Biergärten bis hin zu hippen Stadtbars hat das Getränk Kultstatus erreicht. Auch die Brauerei Löwenbräu im Adelsdorfer Ortsteil Neuhaus bietet mit „Löwenmix“ seit Sommer 2020 eine eigene Version des Kultgetränks an. Wir haben Brauereichef Hans-Günter Wirth und seine Frau Maria Wirth getroffen, um über ihren Löwenmix und die Besonderheiten bei der Produktion zu sprechen.
Spezi Trend: Löwenbräu Neuhaus entwickelt Spezi „Löwenmix“
Die Löwenbräu in Adelsdorf ist ein familiengeführter Betrieb. Hans-Günter Wirth übernahm die Brauerei seit 2015 nach und nach von seinem Vater. Der Betrieb sei vielfältig: „Ich mache viel Administration, kümmere mich aber auch um die Abläufe in der Brauerei, das Marketing und die Zusammenarbeit mit unseren Braumeistern. Unsere Brauerei ist traditionell, aber wir gehen mit der Zeit. Dazu gehört auch, dass wir mit Löwenmix auf den Spezi-Trend reagiert haben.“
Paulaner Spezi: Löwenbräu stellt „Löwenmix“ her
Spezi ist kein neues Getränk, aber die Beliebtheit zeigt, wie zeitlos diese Mischung ist. „Spezi war immer schon ein Kultgetränk“, erklärt Hans-Günter Wirth. „Doch in den letzten Jahren ist es noch interessanter geworden, weil immer mehr Brauereien es in ihr Sortiment aufgenommen haben.“ Auch Paulaner, das bekannteste Spezi aus der Bierflasche, hat zur Popularität beigetragen.
Für Löwenbräu lag es nahe, ein eigenes Produkt zu entwickeln: „Ich selbst trinke gerne Spezi. Also haben wir beschlossen, unsere vorhandenen Ressourcen zu nutzen und ein Rezept zu entwickeln. Das war vergleichsweise wenig Aufwand.“ Denn das „Löwenmix“ gibt es wie inzwischen viele andere Spezi-Getränke aus der Bierflasche. Obwohl es rechtliche Einschränkungen gibt – beispielsweise darf die Bezeichnung „Spezi“ nicht verwendet werden – überzeugt „Löwenmix“ mit eigenem Charakter. Bayernweit setzen Brauereien derzeit auf einen hauseigenen Cola-Mix. Den „Cola-Mix“ etwa verkauft die Brauerei Blauer Löwen in Höchstadt.
Neuhaus: Zucker für „Löwenmix“ von Südzucker
„Wir haben uns für einen frischen, nicht zu süßen Geschmack entschieden“, sagt Wirth. „Löwenmix kommt bei den Kunden gut an, gerade im Sommer ist es die perfekte Erfrischung.“ Die Herstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Brauerei Friedel, die das Getränk für Löwenbräu abfüllt. „Wir beziehen unsere Grundstoffe von einem großen Anbieter, passen sie aber mit eigenen Zutaten an“, erklärt der Brauereichef. Regionalität spielt eine wichtige Rolle, auch wenn sie nicht immer vollständig umsetzbar ist.
„Beim Bier achten wir sehr auf regionale Zutaten, bei Löwenmix ist das schwieriger. Unser Zucker wird jedoch regional von Südzucker bezogen.“ Trotz der Herausforderungen in der Produktion legt Löwenbräu großen Wert auf Nachhaltigkeit. „Unsere Photovoltaikanlage liefert beispielsweise etwa ein Viertel unseres Strombedarfs“, erzählt Wirth.
Agentur designt Etikett für „Löwenmix“
Auch in anderen Bereichen des Betriebs wird auf Regionalität gesetzt: „In unserem Brauereihotel verwenden wir viele Produkte aus der Umgebung, zum Beispiel von der ,Rosa Kuh’ aus Obermichelbach“, ergänzt seine Frau. Die Einführung eines neuen Produkts ist nie einfach, wie Brauereichef Hans-Günter Wirth berichtet: „Das Etikett war eine echte Herausforderung. Es sollte modern wirken, aber auch unseren traditionellen Namen beibehalten. Zusammen mit einer Agentur haben wir schließlich ein Design entwickelt, das gut zu uns passt.“ Der Erfolg von „Löwenmix“ zeigt, dass sich der Aufwand gelohnt hat.
„Unsere Kunden sind begeistert. Viele probieren verschiedene Spezi-Marken und vergleichen. Wir sind stolz, dass Löwenmix sich in diesem Wettbewerb behaupten kann.“ Mit „Löwenmix“ hat die Löwenbräu in Adelsdorf einen erfrischenden Beitrag zum Spezi-Trend entwickelt. Das Getränk vereint die Tradition der Brauerei mit einem modernen Geschmackserlebnis und spricht damit eine breite Zielgruppe an. Egal, ob für gesellige Runden, den Feierabend oder als alkoholfreie Alternative – Löwenmix passt zu vielen Gelegenheiten und zeigt, dass lokale Brauereien auch bei Trendgetränken vorne mitspielen können.
Lesen Sie auch:












