Am vergangenen Donnerstag trafen sich die Kerwa-Freunde um 18 Uhr am Petersbeck Keller, um die Kerwa auszugraben. Ein Brauch, den diese wieder eingeführt haben –und er kommt gut an. Das Fässla war im Rasen beim Petersbeck-Keller eingegraben und es war nicht einfach, es aus der Versenkung zu holen. Die Burschen Max und Thomas schaufelten eifrig – und endlich hatten sie es unter Jubel gehoben. „Mit dem Kerwa-Ausgraben geht für uns die Kerwa los“, so Frank Greif, der Vorsitzende der Kerwa-Freunde.
Kerwa startet mit Regen
Bürgermeister Gerald Brehm lobte den eifrigen Verein und den sehr guten Zusammenhalt. Mit dem Ausgraben fange die Kerwa einen Tag früher an und ende mit dem Kerwa-Begraben einen Tag später. Er wünschte allen eine schöne, friedliche, gewaltfreie Kerwa – und dass Petrus mitspielt. Dieser meldete sich aber schon kurz darauf und öffnete seine Schleusen, nachdem der Kerwaszug beim Töpfla angekommen war und die Musketiere die Kerwa angeschossen hatten. „So nass war ich noch nie in meinem Leben“, erklärte Georg Römer von der Stadtkapelle später.
Im und ums Töpfla ging es dann weiter mit dem Kerwaliedla Singen. Eine gute Vorbereitung auf den Bieranstich am nächsten Abend im Festzelt. Am Freitag startete um 19 Uhr der Festumzug vom Feuerwehrhaus in den Engelgarten unter musikalischer Begleitung des Spielmannszugs Höchstadt. Anschließend stach Bürgermeister Gerald Brehm mit Unterstützung seiner beiden Vertreter Günter Schulz und Axel Rogner das erste Kerwasfässla an. Mit einem geübten Schlag war der Hahn im Fass und das kühle Blonde floss in die bereitgehaltenen Krüge. Zur Unterhaltung spielte dann Gremsrock auf.
Kerwasbaum steht nach 30 Minuten
Am Samstagnachmittag zogen die Burschen den Kerwasbaum vom Petersbeckkeller zum Festplatz. Die Hitze machte sie durstig und der Schweiß floss in Strömen. Für Getränke sorgten die Kerwasmadla und auch die gute Halterungsvorrichtung machte alles einfacher. Nach einer halben Stunde stand der Baam unter Mitwirkung der Stadtkapelle wie eine Eins. Marie Postler sorgte für kühle Getränke und schmückte mit den anderen Madla den Baum. „Mein Bruder Jonas hat für mich Vorbildfunktion und man macht nix falsch, wenn man in so einem Verein ist“, erklärt sie stolz. Am Abend spielte die „Best of Band“ auf und die Besucher verfolgten das Achtelfinalspiel im Festzelt.
Am Sonntag war Kerwamarkt in der Hauptstraße. Der Festgottesdienst zur Kirchweihe begann um 11 Uhr. Ebenfalls um 11 Uhr startete der Festbetrieb im Festzelt und eine halbe Stunde später lud ein leckerer Mittagstisch die Besucher zum Genießen ein. Am Nachmittag musizierte die Blaskapelle Gremsdorf und um 17 Uhr begann das Kerwa-Raustanzen der Kerwa-Freunde mit den Madla im Engelgarten, musikalisch begleitet von der Stadtkapelle Höchstadt. Auch am Montag wird noch weiter gefeiert.
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