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Fußball-Bayernliga Nord
Gernlein: "Viele Tore bedeuten viele Fehler"
FCE-Trainer Jan Gernlein hadert mit den Fehlern seiner Defensive in Erlangen.
FCE-Trainer Jan Gernlein hadert mit den Fehlern seiner Defensive in Erlangen. // Archiv/Sportfoto Zink
Erlangen – Der ATSV Erlangen und der FC Eintracht Bamberg trennten sich am Dienstagabend 3:3 unentschieden. Eintracht-Trainer Jan Gernlein ärgert sich über Geschenke seiner Hintermannschaft, während sein Gegenüber Shqipran Skeraj nichts vom Aufstiegskampf wissen will.

„Viele Tore bedeuten immer viele Fehler“, beginnt Jan Gernlein sein Fazit nach 90 Minuten. Der Trainer des FC Eintracht Bamberg sah, wie alle Beteiligten und 220 Zuschauer, am Dienstagabend ein temporeiches und phasenweise intensiv geführtes Bayerliga-Derby zwischen dem ATSV Erlangen und seinen Schützlingen, das schließlich unentschieden 3:3 endete.

Und mit seiner Einschätzung trifft Gernlein den Nagel auf den Kopf, denn das hohe Tempo provozierte fast zwangsläufig immer wieder Fehler im Spielaufbau, und zwar auf beiden Seiten. „Ich glaube trotzdem, dass wir an sich bessere Kontrolle hatten im Spiel“, fährt der FCE-Coach fort, „aber trotzdem zu viele Geschenke verteilt haben und nicht diese Schärfe gegen den Ball hatten, wie es in den letzten Wochen war.“ Denn zuvor stand vier Spiele lang hinten die Null.

Nun haben die Domreiter aber gleich drei Treffer in einem Spiel mit eigentlich wenigen Torchancen eingeschenkt bekommt. „Wir haben es beim 0:0 in Cham überragend leidenschaftlich verteidigt. Heute war es einfach so, dass wir drei Situationen nicht gut verteidigen“, findet Gernlein. „Es waren nur die drei, aber da machen wir es nicht gut.“

Gernleins FC Eintracht hatte die "bessere Kontrolle im Spiel"

„Und dann kriegen wir halt mal drei Gegentore, weil Erlangen auch die Qualität hat.“ Insgesamt aber hätte seine Mannschaft die „bessere Kontrolle im Spiel“ gehabt, was vor allem in der Schlussphase der Fall war. Nach dem 2:3-Rückstand bemühte sich der FCE spürbar darum, das Bayernliga-Derby in Erlangen noch zu seinen Gunsten zu drehen. Der Sieg wurde es aber nicht mehr.

Denn der ATSV leistete leidenschaftlich Gegenwehr. „Ich kann meinen Jungs gar nichts vorwerfen. Sie haben gegen eine Mannschaft drei Tore geschossen, die davor vier Spiele in Folge zu null gespielt hat“, lobt ATSV-Trainer Shqipran Skeraj seine Schützlinge.

„Wir haben den Gegner hoch angelaufen und unter Druck gesetzt. Sie sind dann durch einen Standard wieder zurückgekommen. Aber wir haben so weitergemacht. Von beiden Seiten muss man sagen, war es ein intensives, ein gutes Spiel“, analysiert der Übungsleiter der Erlanger.

ATSV Erlangen will Punkte für den Kampf gegen den Abstieg

Tabellarisch treten durch das Unentschieden im Nachholspiel des 12. Spieltags beide Teams auf der Stelle. Die Eintracht verpasste dadurch den möglichen Sprung auf Platz vier. Gernlein meinte lediglich, das Remis bedeute „einen Punkt“, durch den seine Mannschaft ihre Platzierung „nicht verloren“ habe. Bis zum Wochenende verbleiben die Domreiter auf dem sechsten Rang.

Die Erlanger gehen als Vierter in ihr spielfreies Wochenende – zwei Punkte vor Bamberg und zwei Punkte hinter den punktgleichen FSV Stadeln und SC Eltersdorf. Von einem Rückschlag im Aufstiegskampf will Skeraj keinesfalls sprechen, denn: „Wir hatten wieder einen kompletten Umbruch, sehr viele Spieler sind gegangen. Da kann man nicht vom Aufstieg sprechen.“

„Das wissen die Jungs auch. Wir kämpfen um jeden Punkt. Und wenn man sich die Tabelle anschaut, dann liegen die Mannschaften alle sehr eng beisammen. Der Dritte oder Vierte kann locker auf Tabellenplatz acht oder neun abrutschen. Wir wollen nicht um den zweiten Platz oder den Aufstieg kämpfen. Wir wollen möglichst viele Punkte sammeln und mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.

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