30 Grad schon am Dienstagvormittag. Launige Popsongs dröhnen mit viel Bass aus der großen Musikbox. Kurze Hosen sowie wahlweise T-Shirts oder Tanktops kleben an athletischen Männerkörpern: Sommerurlaubsstimmung auf dem Rasen. Doch das Grün ist nicht die Wiese eines Freibads sondern der Adi-Dassler-Sportplatz in Herzogenaurach. Und die Protagonisten sind die Profifußballer des FC Arsenal London, die sich auf die neue Saison in der englischen Premier League vorbereiten.
Die Galerie von unserem Sportfotografen Thomas Welker:
Ganz konkret präparieren sie sich für das Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Donnerstag um 19 Uhr im Max-Morlock-Stadion. „Ich bin hier, um die Taktik des Gegners zu studieren“, sagt der in einem Club-Trikot gekleidete Chris auf englisch und grinst dabei. Wie alle Mitarbeiter von Adidas ist er als Zuschauer für die Trainingseinheit der Gunners eingeladen. Etwa 300 davon sind – quasi in ihrer Mittagspause – auf die Tribüne des Sportplatzes gekommen.
Der Weg zum Spielfeld ist mit schwarzen Flatterbändern abgesperrt. Security-Leute in Arsenal-Shirts verdeutlichen mit Mimik und Gestik, dass der Versuch, auf den Rasen zu gelangen, zwecklos ist. Ein Mitarbeiter des Londoner Spitzenklubs bittet das Publikum in seiner Muttersprache um Aufmerksamkeit: „Sie dürfen beim Aufwärmen kurz Fotos und Videos machen. Danach die Kameras bitte wegpacken.“
Selbst das Training von Profifußballern ist heutzutage ein streng gehütetes Geheimnis; eine Ressource mit Copyrightschutz. Die Pressevertreter werden bereits nach 15 Minuten des Feldes verwiesen. Chris’ Adidas-Kollege Abey kann es wahrscheinlich nachvollziehen. Schließlich ist er genau deshalb seit gut 20 Jahren Fan des FC Arsenal, weil der so attraktiven Fußball spiele, erzählt er auf englisch mit leichtem indischen Akzent.
Noch attraktiver soll der Auftritt der Londoner dank Zugang Kai Havertz werden. „Er kann verschiedene Rollen spielen und macht das Team in der Breite noch stärker“, analysiert Abey mit Blick auf den Rasen, wo der deutsche Nationalspieler gerade rennt. Irgendwo zwischen den vielen Spielern, Trainern, Betreuern und Aufpassern müsste auch Bukayo Saka sein – Abeys Lieblingsspieler, wenn er einen nennen müsste.
Beide waren bereits in Herzogenaurach. Havertz mit der DFB-Elf, Saka im vergangenen Jahr mit Arsenal. „Damals war auch die Frauenmannschaft des Vereins hier“, erzählt Adidas-Pressesprecher Roman Möhlinger. Prominente Fußballerinnen beherbergte die mittelfränkische Kleinstadt aber auch 2023. Bis Sonntag bereiteten sich die deutschen Mädels auf die WM in Australien und Neuseeland vor, ehe der Bettenwechsel im „Homeground“ hin zu den Kickern aus der Premier League erfolgte.











































