Einen Sachstandsbericht zu den laufenden Baumaßnahmen in Adelsdorf übermittelte Tiefbauingenieur Thomas Wolff während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats dem Gremium. „Wir arbeiten momentan im Bauabschnitt ein bis drei“, so Wolff. „Von den für Bauabschnitt 1 veranschlagten 4,7 Millionen sind 2,9 Millionen bereits abgerechnet.“
1,4 Millionen seien dabei für Kanalbaumaßnahmen angefallen, für Wasserleitungen sei ein Auftrag über 928.000 Euro erteilt worden, abgerechnet seien bisher 770.000 Euro. Für die Umverlegung der Gasleitungen seien 163.000 Euro eingeplant, bisher abgerechnet habe man 39.000 Euro. Für die Umverlegung von Versorgungsleitungen seien 182.000 Euro eingeplant gewesen, abgerechnet wurden 210.000 Euro. „Das ist ein wenig teurer geworden“, so Wolff. Die Stromleitungen schlagen mit 101.000 Euro zu Buche.
Baustopp ab 19. Dezember
„Der größte Posten sind die Straßenbauleistungen“, erläutert Wolff. Von den eingeplanten 1,5 Millionen seien bisher 474.000 Euro abgerechnet worden. Für das Los Regie und Material wurden 1.900 Euro abgerechnet, eingeplant sind jedoch 25.000 Euro. Er rechnet damit, dass am Ende von dem eingeplanten Betrag 90 bis 95 Prozent abgerechnet würden.
Was Bauabschnitt zwei und drei beträfe, entfielen dort 600.000 Euro auf den Kanal, 112.000 Euro auf Wasserleitungen, 41.000 Euro auf Gasleitungen sowie 56.000 auf den Straßenbau. 563.000 Euro gehen an das Planungsbüro GBI in Herzogenaurach. Demnächst stehe die Winterruhe an. Laut Wolff würden noch bis zum 19. Dezember Kanalarbeiten durchgeführt, weiter gehe es dann Mitte Januar.
Mitglied der SPD verärgert
Was die Straßenbauarbeiten betreffe, hätten die Winterfestarbeiten bereits begonnen, auch hier startet die Winterruhe ab 19. Dezember. Los gehe es Mitte Januar dann mit dem Kanal, im März gehe es mit der Nahwärme von der Kaspar-Lang-Straße über die Peter-Rosegger-Straße bis zur Albert-Schweitzer-Straße weiter. Jörg Bubel (SPD) ging sofort hart mit Wolff ins Gericht. „Ich finde es eine Zumutung, uns die Zahlen so vorzuklatschen“, hält er dem Tiefbauingenieur vor, er hätte das gerne schriftlich gehabt.
„Es muss doch ein Terminplan bestehen, wann das Ende der Bauabschnitte geplant ist. Wie ist der Stand? Wie ist die Verschiebung? Woher kommt sie? Wir brauchen eine korrekte Projektplanung.“ Auch eine Kalkulation vermisse er. Bubel stößt auch sauer auf, dass laut Wolff 4,7 Millionen eingeplant seien, nach seinen Informationen wären es 4,16 Millionen gewesen. Zudem wolle er wissen, was bei der Gemeinde hängen bleibe. Wolff erklärt daraufhin, dass es sich um einen Sachstandsbericht handeln würde. „Mehr stand nicht zur Debatte.“
Fertig 2024: Bauarbeiten an Straßen der Gemeinde
„Ich bitte zu bedenken, wir haben eine Kostensteigerung mit drin“, meldet sich Bürgermeister Karsten Fischkal zu Wort, „Das hat uns genauso erwischt wie andere Kommunen. Wir haben da keine Geheimnisse. Die Kosten, die anfallen sind die Kosten, die anfallen.“ Bubel sprach auch die Peter-Rosegger-Straße an, bei welcher November 2022 die Baumaßnahmen eingestellt worden seien. „Warum ist da das ganze Jahr nichts passiert?“ „Es ist nicht nichts passiert“, widersprach Wolff. „Wir haben den Kanal gelegt. Das einzige, was noch fehlt, ist die Nahwärme.“
Michael Auer (Grüne) erkundigt sich bei dem Tiefbauingenieur nach der Fertigstellung der Bauabschnitte eins bis drei. Ausgehend vom März 2024 rechnet Wolff mit einer Bauzeit von sechs Monaten, so dass die Fertigstellung für September 2024 angedacht sei.
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