Sie ist das neue Gesicht des Vereins Karpfenland Aischgrund: FLAG-Projektmanagerin Angela Nusser. Ihre Aufgabe ist es, das Karpfenland Aischgrund, ein Landkreis übergreifendes Netzwerk, „sichtbar zu machen“. Das heißt, dass sich die Karpfenkultur der Region mit allem was dazu gehört verstärkt in das Bewusstsein der Bevölkerung, besonders aber auch der Gäste aus Nah und Fern einprägen soll. FLAG stehe für Fischereirechtlich Lokale Aktionsgruppe und ist Teil eines Fonds, der Fischereigebiete in ganz Europa unterstützt, erklärt Nusser, die in Pommersfelden zu Hause ist. Wobei anzumerken ist, dass auch die Gemeinde Pommersfelden quasi als nördlicher Außenposten Mitglied im Karpfenland Aischgrund-Verein ist.
Der Arbeitsplatz der Projektmanagerin mit Master-Studienabschluss ist seit Mai am Vogelseck, in den einstigen Räumen der FT-Redaktion. In Teilzeit übrigens, denn eine weitere Teilzeitbeschäftigung übt sie im Schlossladen und in der Verwaltung des Schlosses Weissenstein aus. Einer der Gründe, dass Nusser für das Management ausgewählt wurde, dürfte ihr Engagement in und für die Region sein: „Ich hatte schon immer mit Heimatpflege und Kultur zu tun“, sagt sie. Dazu muss ergänzt werden, dass Nusser sich auf vielen Gebieten, die mit Heimatpflege, Denkmalschutz und Umwelt zu tun haben, einbringt.
Nusser arbeitet auch in Pommersfelden
Neben ihrer beruflichen Arbeit engagiert sie sich als Gemeinderätin und Jugendbeauftragte in Pommersfelden und ist im Heimatverein Reicher Ebrachgrund aktiv. Sie trägt auch Sorge dafür, dass der Nachlass des verstorbenen Jakob Zürl, das „Museum im Kuhstall“, einmal pro Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Um „Projekte zu akquirieren und die Kulturlandschaft sichtbar zu machen“, werden Nusser die Ideen so schnell nicht ausgehen. Für „denkbar“ hält sie Wanderwege, Info-Tafeln, Spielplätze, Feste und Veranstaltungen rund um die Karpfenkultur. Bei allem liegt ihr die Mitarbeit der Bevölkerung, der Kommunen und der Vereine besonders am Herzen.
„Mit Ideen dürfen sich Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und Vereine gerne an mich wenden“, meint sie. Das FLAG-Management unterstütze bei der Ausarbeitung der Ideen, vermittle Kontakte zu Arbeitskreisen und möglichen Trägern und stehe Akteuren bei der Entwicklung und Umsetzung zur Seite. Als Beispiele nennt sie Maßnahmen der ökologisch orientierten regionalen Entwicklung, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, der Teichwirtschaft und des Heimatgedankens. Hinzu kommt die Förderung kultureller Zwecke und Veranstaltungen der Denkmalpflege, der Heimatkunde und Heimatpflege, soweit sie im Zusammenhang mit der Aischgründer Teichlandschaft stehen. Komplettiert wird dies alles mit der Förderung des Fremdenverkehrs in der Karpfenregion.
Karpfenland Aischgrund feiert Jubiläum
„Damit die Gelder in die Region fließen“, möchte sie möglichst viel „im Fördertopf unterbringen“. Aktuell steht als nächst größere Veranstaltung die Feier des 25-jährigen Bestehens des Vereins Karpfenland Aischgrund an. Dessen Vorsitzender ist seit der Gründung Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm. Zusammen mit der Jubiläumsfeier am 30. und 31. August auf dem Höchstadter Marktplatz wird die Karpfensaison 2024/25 eröffnet. Mit dem Fest soll auch eine Radl-Tour durchs Karpfenland einhergehen, die vom Fernsehen begleitet wird.
Im Fokus der Projektmanagerin stehen zudem der Internetauftritt und Marketingmaßnahmen, ein Fotowettbewerb und ein Bildband, in dem sich die zwanzig Mitgliedsgemeinden präsentieren können. In Bayern gibt es zwei FLAG-Gebiete: die FLAG Aischgrund und die FLAG Tirschenreuth. Das Gebiet der FLAG Aischgrund zieht sich von Baiersdorf im Osten bis nach Marktbergel im Westen und von Pommersfelden im Norden bis nach Oberreichenbach im Süden. Es ist von Teichwirtschaft geprägt. Die rund 1200 Teichwirte dort erzeugen etwa 1700 Tonnen Speisekarpfen pro Jahr.
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