Ganz ohne neue Schulden will die Gemeinde Aurachtal im Haushaltsjahr 2025 auskommen. Die Gemeinderäte verabschiedeten einstimmig die Haushaltsplanung für das laufende Jahr. Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 12,1 Millionen Euro. Es entfallen auf den Verwaltungshaushalt 8,1 und auf den Vermögenshaushalt vier Millionen Euro.
Kein neuer Kredit nötig
Der Investitionsaufwand von vier Millionen Euro wird nur zum Teil aus den Einnahmen des Vermögenshaushalts zu finanzieren sein. Die Differenz von 1,1 Millionen Euro kommt aus der Entnahme der allgemeinen Rücklage. Es sollen zum Jahresende 233.000 Euro verbleiben, das ist im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ausreichend. Eine Neukreditaufnahme ist nicht erforderlich.
Aurachtal hatte vor drei Jahren 1,5 Millionen Kredit aufgenommen, der kontinuierlich zurückgezahlt wird. Die Tilgung dieses Darlehens ist mit 211.000 Euro im Vermögenshaushalt 2025 eingestellt.
Steuereinnahmen steigen
Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde ist mit 469 Euro deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Dieser beträgt 743 Euro. Die großen Einzelpositionen auf der Ausgabenseite betreffen die Personalkosten, den Aufwand für Kita und Schule und nicht zuletzt die Kreisumlage. Diese kennt aktuell nur eine Richtung: nach oben. Im Jahr 2022 betrug sie noch 1,6 Millionen Euro, 2025 steigt sie auf 2,1 Millionen Euro an.
Zum Glück entwickelt sich in Aurachtal auch die Steuerkraftzahl nach oben: Von 3,1 Millionen Euro 2022 auf nunmehr 3,6 Millionen. Kämmerin Kathy Schumann führt das auf den Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommensteuer mit 3,2 Millionen Euro zurück.
Ausgeglichener Haushalt gelungen
Mehrere Projekte sollen in den nächsten Monaten angegangen werden: Dachsanierung des Verwaltungsgebäudes, Ertüchtigung des Feuerwehrwesens und der Erneuerung der Heizungstechnik bei Schule und Turnhalle. Die Umgestaltung des Kriegerdenkmals in Falkendorf und die Dorferneuerungsprojekte sind ebenso zu stemmen. Straßenbau, Straßensanierung und die Sanierung bestehender Abwasserleitungen stehen ebenfalls auf der Agenda.
Bürgermeister Klaus Schumann zog ein positives Fazit. Sein Dank galt den Gemeinderäten „für die gute Zusammenarbeit, auch in den beiden vorbereitenden Sitzungen zum Haushaltsplan“. Bereits in den vergangenen Jahren sei es der Gemeinde gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt mit einer erheblichen Investitionsrate ohne Kreditaufnahme aufzustellen. Schumann nannte Beispiele: „Der Kindergarten in Falkendorf hat 4,5 Millionen Euro gekostet, den haben wir ohne Kredite gestemmt. In das Kanalnetz und in das Regenrückhaltebecken sind in den vergangenen Jahren ebenfalls Millionen Euro investiert worden, ohne die Bürger mit Ergänzungsbeiträgen zu belasten.“
Infrastruktur langfristig im Blick
Die Refinanzierung wird über den Zeitraum von 30 bis 50 Jahren gestreckt. Baugebiete wurden vorfinanziert und erschlossen, Grundstückskäufe wurden abgewickelt, die für künftige Bebauung zur Verfügung stehen. Viele Spielplätze wurden ertüchtigt, Skaterpark und Pump-Track-Anlage für die Jugend wurden errichtet. Die Tagespflegeeinrichtung in Münchaurach ist ein Vorzeigeprojekt im Landkreis. Schumann: „Der Erhalt der Infrastruktur ist ein klares Ziel für die kommenden Jahre.“












