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Neubau kleiner und günstiger
Landratsamt in Höchstadt: erste Details zum Neubau bekannt
Auf diesem Grundstück an der Großen Bauerngasse in Höchstadt soll die neue Außenstelle des Landratsamts gebaut werden.
Auf diesem Grundstück an der Großen Bauerngasse in Höchstadt soll die neue Außenstelle des Landratsamts gebaut werden. // Christian Bauriedel, Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Richard Sänger
Höchstadt a. d. Aisch – Die neue Außenstelle des Landratsamts in Höchstadt soll günstiger und kleiner werden. Jetzt steht auch der neue Standort fest.

Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt bekommt in Höchstadt eine neue Außenstelle. So lautete eine Beschlussvorlage der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Die Dienststelle in Höchststadt hat mehr als 132 Arbeitsplätze, und das Gebäude am Schlossberg ist in die Jahre gekommen. Auch die Räume im Schloss sind schon lange nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Deshalb hat der Kreistag im Januar vergangenen Jahres einstimmig einen Neubau beschlossen.

Außenstelle des Landratsamts in Höchstadt wird günstiger

Jetzt steht auch der Standort an der Großen Bauerngasse fest. Geplant ist ein zeitgemäßer, mehrgeschossiger Verwaltungsbau. Das Gutachten eines Planungsbüros hatte für den Kreistag die Optionen Sanierung oder Neubau durchgerechnet. Demnach blieben nach einer Modernisierung des alten Gebäudes nach heutigen Standards nur 95 Arbeitsplätze übrig. Die Kosten seien bei Neubau und Sanierung in etwa gleich.

Dömges Architekten planen Gebäude in Höchstadt

„Der Neubau in Erlangen hat gezeigt, dass auch die Verwaltung mit der Zeit gehen muss“, sagt Landrat Alexander Tritthart (CSU). Die Dienststelle in Höchstadt habe für ihn „einen sehr hohen Stellenwert“ und sei sowohl für die Bürger „als auch aus organisatorischer Sicht für den Dienstbetrieb nicht wegzudenken“, so Tritthart.

In einem Tauschgeschäft bekam jetzt der Landkreis das Grundstück in der Großen Bauerngasse von der Stadt, die das Dienstgebäude am Schlossberg erhielt. Mit dem Beschluss des Kreistages im Dezember 2023 wurde das Architekturbüro Dömges Architekten AG aus Regensburg mit den Architektenleistungen zum Neubau der Dienststelle in Höchstadt beauftragt.

In diesem Gebäude in Höchstadt ist die Außenstelle des Landratsamts derzeit untergebracht.
In diesem Gebäude in Höchstadt ist die Außenstelle des Landratsamts derzeit untergebracht. // Andreas Dorsch, Archiv

Die Bürostruktur und Organisation des Neubaus orientiert sich am Hauptgebäude in Erlangen und gliedert sich in klassische Büroeinheiten mit überwiegend zwei Arbeitsplätzen. Nach den Berechnungen des Planungsbüros ergeben sich inklusive Reserveflächen 192 Arbeitsplätze mit einer Gesamtfläche, bestehend aus Haupt- und Nebengebäude, von rund 7200 Quadratmetern und einer Kostenprognose der Maßnahme mit rund 26,5 Millionen Euro brutto.

Dazu wurde vom Architekturbüro auftragsgemäß eine Flächenoptimierung durchgeführt und der Raumbedarf konnte reduziert werden. Besprechungsräume sind nicht jedem Sachgebiet einzeln zuzuordnen, sondern entsprechend des Entwurfes in den Geschossebenen nach Erforderlichkeit zu berücksichtigen.

Mehr Mitarbeiter in Teilzeit in Höchstadt

Zentrale, dezentrale und bürobezogene Nebenflächen konnten ebenfalls weiter reduziert werden, teilweise auch entfallen. Auch aufgrund eines höheren Anteils von Teilzeitmitarbeitern, sowie der Möglichkeit des mobilen Arbeitens von Zuhause wurden die Entwicklungsflächen geringer angesetzt.

Durch die räumlichen Reduzierungen ergibt sich nun eine Gesamtfläche von rund 6500 Quadratmetern für das neue Areal mit einer Kostenprognose von rund 19,6 Millionen Euro brutto. Durch die Flächenanpassungen gewinnt man mehr Flexibilität bei der Positionierung des Baukörpers und kann den Freiraum auf dem Grundstück großzügiger gestalten, wie es hieß.

Der Bau wird komprimierter, Parkflächen für Besucher werden nahe dem Haupteingang geschaffen. Das Gebäude wird anhand der angepassten Flächen aus dem Raumprogramm und unter Ausnutzung der Festsetzungen des Bebauungsplanes mit vier Geschossen geplant.

Landrat Alexander Tritthart: Bürgernah und zukunftsorientiert

„Die Verbindung von Sachgebieten in direktem Austausch und die Beziehung zu übergeordneten Raumeinheiten wird geprägt von kurzen Wegeverbindungen. Und das Raumprogramm bildet nun die Grundlage, den Entwurf zur Gebäudekubatur, der internen Gebäudeorganisation und die Freiraumgestaltung fortzusetzen, nämlich nachhaltig und umweltbewusst, wirtschaftlich, bürgernah und zukunftsorientiert“, betont Landrat Alexander Tritthart.

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