Gerade einmal 23 Stimmen machten am Ende den Unterschied: Am Europawahltag mussten die Bürger im Markt Wachenroth auch über die Zukunft der Windenergie in ihrer Gemeinde entscheiden. Bei einem Bürgerentscheid ging es um die Nutzung von gemeindeeigenen Flächen für die Errichtung von neuen Windkraftanlagen. Mit 579 zu 556 Stimmen war das Ergebnis zwar durchaus knapp, aber dennoch klar. 51 Prozent der Wahlbeteiligten stimmten am Ende für mehr Windenergie in der Gemeinde.
„Ich bin grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es knapper ausgefallen ist als erwartet“, erklärte Wachenroths Bürgermeister Reiner Braun im Gespräch mit der Redaktion. „Wichtig für uns ist, dass wir jetzt weiter planen können und das Projekt vorangeht.“
Windkraft: Bald auch in Wachenroth
Ganz genau ging es bei dem Bürgerentscheid nicht um einen ganzen Windpark, sondern lediglich um ein einziges Windrad, dass als Teil eines Windparks im Gemeindegebiet stehen soll. „Sechs an der Zahl sollen es werden und eins wird dann auch bei uns in der Gemeinde stehen“, sagte Braun.
Mit dem grünen Licht aus dem Bürgerentscheid kann die Planung für die sechs neuen Windräder weitergehen. Davon können dann auch die Bürger selbst profitieren. „Die sechs Räder sind ja Bürgerwindräder, also hat die Bevölkerung auch direkt die Möglichkeit sich an dem Projekt zu beteiligen“, sagte Bürgermeister Braun.
Mehr Windkraft nach erfolgreicher Wahl?
Auch wenn das Ergebnis am Ende positiv für mehr Windkraft ausgefallen ist, bleibt Bürgermeister Braun skeptisch, was noch mehr Windräder in seiner Gemeinde angeht. Aktiv vorantreiben wolle er das Thema eigentlich nicht weiter. „Das war ja auch der Vorwurf von der Gegenseite, dass hier dann immer mehr aufgestellt werden“, so Braun.
Bei möglichen neuen Windrädern ist es Braun aber umso wichtiger, dass es am Ende auch dem Bürger passt. „Deswegen hatten wir ja auch den Bürgerentscheid. Uns ging es einfach darum, festzustellen, ob unsere Gemeinde das ganze nun will oder nicht. Diesmal war das Ergebnis einfach positiv.“
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