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Diskussion im Gemeinderat
Trotz Kritik: Oberlindach beschließt drei neue Windräder
Sauerheim von oben gesehen: Kann der Immissionsschutz beim Bau von Windrädern dort gewährleistet werden?
Sauerheim von oben gesehen: Kann der Immissionsschutz beim Bau von Windrädern dort gewährleistet werden? // Gerd Ankermann
Signet des Fränkischen Tags von Gerd Ankermann
Oberlindach – Der Gemeinderat Weisendorf stimmt der Errichtung einer Anlage bei Oberlindach zu. Fragen der Zufahrt und Immissionen sind noch zu klären. Und wie steht es mit dem Mindestabstand?

In Oberlindach, an der westlichen Gemeindegrenze von Weisendorf, sollen drei neue Windräder errichtet werden. Der Gemeinderat hat nun grünes Licht gegeben. Die Räte erteilten ihr Einvernehmen zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung von drei Windenergieanlagen – Vestas V172 mit jeweils 175 Metern Nabenhöhe und 7,2 MW Nennleistung – wie im Beschlussvortrag ausgeführt wurde. Es wurde ein entsprechender Antrag beim Umweltamt gestellt. Aufgabe der Gemeinde ist es, die bauplanrechtliche Zuständigkeit zu prüfen.

Das Waldgebiet, in dem die Anlagen errichtet werden sollen, befindet sich im Außenbereich, aber eben auch im Vorbehaltsgebiet WK 54 für Windenergie und damit privilegiert, sofern öffentliche Belange nicht entgegenstehen und die ausreichende Erschließung gesichert ist. Die Zufahrt soll über den Uehlfelder Weg erfolgen. Der erforderliche Ausbau des Weges gehe zulasten des Betreibers, auf die Gemeinde Weisendorf kämen keine Kosten zu, stellte der Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein klar.

Infotage sollen Bürger über drei neue Windräder in Oberlindach informieren

Ein notarieller städtebaulicher Vertrag soll im Vorfeld eventuelle Schäden, die durch Schwerlasttransporte entstehen können, regeln. Die Gemeinderäte Hans Kreiner und Jutta Kattner sprachen sich dafür aus, die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren. Die Bürgerinnen und Bürger sollten zeitnah über die Inhalte der Gutachten, insbesondere über die Einhaltung der Immissionen, mit ins Boot genommen werden.

Ernst Rappold sagte, dass im Rathaus ein Infotag geplant sei. Eine Großveranstaltung sei aber nicht sinnvoll, damit hätte man in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht, meinte Rappold. Am Infotag könne jeder kommen und sich Informationen holen. Bürgermeister Hertlein betonte, dass die Gemeinde ebenfalls am Windkraftgeschehen interessiert sei und alle möglichen Fragen im kleinen und direkten Kreis beantworten werde. An der Bürgerenergie Seebachgrund GmbH & Co. KG ist die Gemeinde auch beteiligt.

Windräder in Oberlindach: Bürger aus Sauerheim stellt Mindestabstand zu Wohnhäusern in Frage

Ein Bürger aus Sauerheim fragte in der anschließenden Bürgersprechstunde nach, ob der Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung Sauerheim beim mittleren Windrad eingehalten werde. Bürgermeister Hertlein verwies auf das Landratsamt Erlangen-Höchstadt, das für die Prüfung der Einhaltung von Immissionswerten zuständig sei. Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren, welches unter anderem den Schattenwurf einer Windenergieanlage prüft, basiert auf dem vorzulegenden Gutachten des Betreibers. Wenn die Werte eingehalten werden, darf gebaut werden, ansonsten kann das Landratsamt die Genehmigung auch versagen, unabhängig von der 1000-Meter-Regelung.

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