Wochenmarkt
Ausdehnung in die Fußgängerzone?
Ein Stand am Herzogenauracher Wochenmarkt: Wie geht’s weiter?
Ein Stand am Herzogenauracher Wochenmarkt: Wie geht’s weiter?
Foto: isslerimages
Herzogenaurach – Eine Ausdehnung des Wochenmarkt in die westliche Hauptstraße scheint vom Tisch. Die Stadt liebäugelt mit der Fußgängerzone.

Der Wochenmarkt in der Innenstadt soll sich weiterentwickeln und attraktiver werden. Bei der Sitzung des Planungsausschusses stellte Lars Czuma-Schmidt vom Büro aus Fürth vier Szenarien möglicher Flächen- und Verkehrsführungen zur strategischen Weiterentwicklung des Wochenmarkes vor. Wie zu erwarten, gab es auch den Fraktionen viele und unterschiedliche Meinungen und eine eineinhalbstündige Diskussion schloss sich zum Thema an.

Ohne Beschluss

Einen Beschluss gab es an diesem Abend nicht, dem Stadtrat wird voraussichtlich die Erweiterung des Wochenmarktes in die Fußgängerzone vorgeschlagen werden. Damit wäre auch eine Änderung der Verkehrsführung verbunden.

Wie Lars Czuma-Schmidt erklärt, ist das Thema sehr komplex und viele Fragen müssen beantwortet werden. Dass dies in der Tat der Fall ist, zeigten auch die vielen Wortmeldungen, die ganz unterschiedliche Meinungen vorbrachten. Bereits im Dezember gab es Befragungen der Wochenmarktbesucher und Passanten sowie der Haushalte einschließlich der Wochenmarkthändler und Gewerbetreibenden.

Kein Wurststand vor Metzgerei

Das Angebot des Wochenmarktes soll nach Möglichkeit den Gewerbetreibenden in der Innenstadt keine allzu große Konkurrenz machen. „Es darf nicht sein, dass ein Wursthändler seinen Stand vor einer Metzgerei aufstellt“, war aus dem Ausschuss zu hören. Im Mai wurden dem Stadtrat bereits die Kernergebnisse vom beauftragten Büro vorgestellt (der FT berichtete).

Runder Tisch mit eingebunden

In der Zwischenzeit wurde auch der „Runde Tisch Altstadt“ mit eingebunden, begleitet durch das Büro „Standort & Kommune“. Denn Dreh- und Angelpunkt einer Erweiterung sind eine geänderte Verkehrsführung beziehungsweise die dazu notwendigen temporären Sperrungen, die auch im Bauausschuss behandelt und zur abschließenden Beschlussfassung dem Stadtrat vorgelegt werden müssen.

Variante 3a

Czuma-Schmidt hat dazu drei Varianten entwickelt und kurz vor der Sitzung um die Variante 3a erweitert, wobei die geplante Erweiterung nach Osten in die Fußgängerzone bei der Diskussion keine große Rolle mehr spielte. Vielmehr sorgte der Knotenpunkt am „Alten Rathaus“, der jetzigen Herzo-Bar, für eine rege Diskussion. Bürgermeister Hacker betonte, dass einige Punkte unverrückbar seien. So müsse die Durchfahrt des Herzo Busses auch zu den Marktzeiten am Mittwoch und Samstag gewährleistet sein.

Der Bus muss fahren können

„Eine Sperrung für den Herzo Bus kommt nicht in Frage, er muss immer von Süd nach Nord (Badgasse Richtung Steinweg) durchfahren können“, sagte Hacker. Auch hätten die Blumentröge an der Ostseite des alten Rathauses eine wichtige Funktion und könnten nicht jeden Samstag entfernt werden. Sie schaffen Abstand der Fahrzeuge zum Gebäude und einen Schutzraum für Fußgänger, sagte der Stadtchef.

Weil eine Ausweitung des Marktes in Richtung Westen jeweils Straßensperrung bedeuten würde, waren die beiden ersten Varianten gleich vom Tisch. Also bleibt nur noch die Ausdehnung in die Fußgängerzone, um das „Chaos durch Gegenverkehr“ an der Ecke des alten Rathauses zu beenden – „dies im Übrigen völlig unabhängig von der Frage der weiteren Marktentwicklung“, wie der Bürgermeister anmerkte.

Einbahnstraße bis Kirchplatz

Das bedeute eine dauerhafte Einbahnstraßenregelung bis zum Abzweig Kirchenplatz. Damit werde das Gegenverkehrschaos am alten Rathaus entschärft und es gebe keine Einschränkung des Herzo Busses, der auch jetzt nur vom Süden in den Norden fährt.

Außerdem könnten mit dieser Lösung vor dem „Roten Ochsen“ drei weitere Stände platziert werden.

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