Eine umfangreiche Tagesordnung mit elf Punkten hat zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Weisendorf gleich für Diskussionsstoff gesorgt. 17 Seiten Tischvorlage waren abzuarbeiten. Norbert Maier (Grüne) wollte noch einen Punkt zur OGTS (offene Ganztagsschule) aufnehmen. Günther Vogel (FW) war die Tagesordnung zu umfangreich und auch Stefan Groß (FW) wollte sie kürzen lassen. Am Ende wurden alle Punkte durchgesprochen und es gab unter Anfragen von Bürgern noch eine deutliche Ausweitung der Diskussion wegen der Mittagsbetreuung.
Mittagsbetreuung Grundschule Weisendorf: Plätze fehlen
Bei der Grundschule Weisendorf wurde für den Teil des Schulhofs, der zum Hort der Lebenshilfe gehört, ein Vorentwurf eines Konzepts vorgestellt. Landschaftsarchitektin Kathrin Nißlein stellte die Planung vor, die auch die Zustimmung der Räte bekam. Detailfragen wurden geklärt, nun können Fördermittel beantragt werden. Das Volumen der Umgestaltung beträgt 82.000 Euro.
Kathrin Rascher (SPD) regte an, den Elternbeirat des Horts der Lebenshilfe bei der Finanzierung zu beteiligen, Geld oder Arbeitseinsatz wären möglich. Günther Vogel wollte wissen, wie lange der neu anzulegende Rasen wohl halten werde, wenn Kinder darauf spielten, und ob die Kunststoffmatten wohl weich genug wären. Jutta Kattner (UWG) empfahl den Kies, der vom alten Schulhof abgetragen werden muss, dem Bauhof zur Verfügung zu stellen.
Neuer Pausenhof für Hort der Lebenshilfe in Weisendorf
Friedrich Mümmlers Frage nach der Fertigstellung der Maßnahme konnte beantwortet werden: nach den Sommerferien scheint wahrscheinlich. Die kommende Baustelle, Containerstellung im Schulhof und dann auf der Nordseite der Schule der geplante Anbau, betreffen die Schulhofgestaltung des Horts der Lebenshilfe nicht. Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung waren die Fragen aus der Bürgerschaft. Schulleiterin Petra Pausch merkte an, dass die Grundschule in die Pausenhofgestaltung des Horts der Lebenshilfe im Vorfeld bedauerlicherweise nicht eingebunden gewesen sei. Die Grundschüler nutzen ebenfalls den umzugestaltenden Pausenhofbereich.
Timo Wendel, der Vorsitzende des Elternbeirats der Grundschule, machte auf die unbefriedigende Betreuungsproblematik aufmerksam. Der Rechtsanspruch auf eine Mittagsbetreuung kommt zum Schuljahr 2026/27. Die OGTS, Horte und Einrichtungen seien voll, meinte er. Verzweifelte Eltern richteten sich auch an den Elternbeirat und schilderten die ausweglose Situation. Er möchte die Gemeindeverwaltung und die Gemeinderäte sensibilisieren, sich der Sache zeitnah anzunehmen.
Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein bekräftigte, die Gemeinde sei intensiv am Thema dran.
92 Erstklässler für Grundschule in Weisendorf erwartet
Als jüngstes Beispiel für Verzögerungen nannte er die Terminverschiebung durch die Bezirksregierung von Mittelfranken. Ein Fördergespräch in Ansbach sei vertagt worden. Ohne Förderung aber kein Anbau, ohne Anbau keine weiteren Räume für die Mittagsbetreuung. Zudem habe die Baugenehmigung der Container auf dem Schulhofgelände, die für die Übergangszeit gebraucht werden, seitens des Landratsamts auf sich warten lassen, merkte Meike Roberts von der OGTS an.
27 Kinder sind im neuen Schuljahr ohne Mittagsbetreuung. Davon könnten acht bis zehn im Hort der Lebenshilfe unterkommen. Für das Schuljahr 2026 sind 92 neue Erstklässler zu erwarten. Hertlein verwies auf Schätzungen, die nicht immer durch die realen Zahlen bestätigt würden. Insbesondere die Regierung lege Statistiken vor, wonach der Trend der zu betreuenden Schulkinder nach unten zeige. In Weisendorf steigen aber die Zahlen. Die Neubaugebiete ziehen Familien an. Also wird sich der Gemeinderat mit der weiteren Planung beschäftigen.












