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„Aischtalring“ in Aisch
Formalie bereitet Probleme: Vorerst kein Baugebiet
Auf der rechten Seite der Straße in Adelsdorf könnten schon bald mit dem Baugebiet „Aischtalring" neuer Wohnraum für junge Familien geschaffen werden.
Auf der rechten Seite der Straße in Adelsdorf könnten schon bald mit dem Baugebiet „Aischtalring" neuer Wohnraum für junge Familien geschaffen werden. // Britta Schnake
Signet des Fränkischen Tags von Britta Schnake
Adelsdorf – Der Gemeinderat Adelsdorf hatte den Bebauungsplan „Aischtalring“ in Aisch auf den Weg gebracht. Das war jedoch nicht rechtens, entschied das Bundesverwaltungsgericht. Nun heißt es erneut, warten auf neue Grundstücke.

Eigentlich war für die Aufstellung des Bebauungsplans fürs Baugebiet „Aischtalring“ in Aisch ein beschleunigtes Verfahren zur Einbeziehung von Außenbereichsflächen vorgesehen. Leider erklärte das Bundesverwaltungsgericht dieses Vorgehen jedoch für ungültig.

Dies zieht nun eine Umstellung auf das Regelverfahren nach sich und mündet in eine erneute Auslegung. Diese ist für den Zeitraum vom 20. November bis 22. Dezember vorgesehen.

Damit sich das Ganze nicht unendlich in die Länge zieht, wurden laut Bürgermeister Karsten Fischkal, „nochmal alle Stellen mit ins Boot geholt. Das Gaspedal wurde durchgedrückt.“ Wenn alles läuft, könnte Ende des ersten Quartals 2024 der Bebauungsplan beschlossen und Baurecht geschaffen werden für junge Leute, die in Aisch bauen wollen, so der Bürgermeister.

„Das Planungsbüro GBI kann uns im Februar die Erschließungsplanung vorlegen. Ab dem Moment kann man in die Ausschreibung gehen und Ende des zweiten, Anfang des dritten Quartals mit dem Bauen beginnen“, erklärte Fischkal. „Schauen wir, dass wir die Kuh heute vom Eis kriegen und nichts Unerwartetes mehr passiert.“

Gaspedal für neues Baugebiet

Mit den Alteigentümern bestehe jedoch noch Gesprächsbedarf bezüglich des Themas Nahwärme. Eine Trasse werde freigehalten, und man hoffe auf Antworten bis spätestens Februar.

Ralf Olmesdahl (ABWI) erinnerte daran, dass seine Fraktion im Vorfeld Einwände gegen die Art der Bebauung geäußert habe. In beiden Einsprüchen habe seien Fraktion wir auf die Problematik mit dem Paragraphen 13b des Baugesetzbuches hingewiesen.

Ergebnis sei nun, dass wir die Gemeinde an diesem Paragraphen scheiterte. Olmesdahl: „Wir haben jetzt zwar das Gaspedal gefunden, aber haben auch Zeit verloren.“

Formalie: Verkettung unglücklicher Umstände

„Das mit dem 13b kam von oben“, wehrte sich Fischkal. „Wir wussten das nicht.“

Tim Scheppe (FW) gab zu bedenken, dass Adelsdorf nicht die einzige Gemeinde sei, die von dieser Entscheidung betroffen ist. Auch wegen der gefundenen Baudenkmäler sei es zu Verzögerungen gekommen.

„Ich nenne es eine Verkettung unglücklicher Umstände.“ Michael Auer (Grüne) sah ein Problem im „permanenten Ausweisen von neuen Baugebieten“.

Neues Baugebiet: Erhöhung der Grundstückspreise

Er sagte: „Wir müssen die Infrastruktur schaffen. Die Kosten im sozialen Bereich laufen uns davon. Man kann sich auch kaputtwachsen. Günstigen Baugrund für junge Familien kann man sich abschminken, die Zinsen sind zu hoch. Das ist eine Grundsatzdebatte, die wir führen müssen, wo wir mit dem Wachstum hinwollen.“

Fischkal erwiderte, dass sich viele Familien bei ihm gemeldet hätten, die in der Gemeinde bleiben und bauen möchten. „Es geht darum, Wohnraum zu schaffen, wir wollen jungen Leuten eine Chance geben. In meinen Augen ist das ein Baugebiet, das überschaubar ist.“

Mit seiner Äußerung, das Handeln der Fraktion der Grünen inkonsequent zu finden, erregte Nico Kauper den Unmut der Grünen. Als er erklärte, diese Fraktion habe beim Grundstückskauf zugestimmt, wehrten sich Sabina König, sowie Kerstin und Michael Auer vehement.

Zudem hätten sie laut Kauper bei der Erhöhung der Grundstückspreise mitgewirkt. Letztlich fielen sowohl der Beschluss zur Umstellung auf das Regelverfahren, die Beschlüsse zu den Stellungnahmen sowie die Billigung des Bebauungsplanentwurfs und erneute Auslegung einstimmig aus.

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