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Wirtschaft
Schlüsselfeld erweitert Gewerbegebiet
Der Bürgermeister von Schlüsselfeld Johannes Krapp begutachtet das künftige Gewerbegebiet „Aschbach West II" oberhalb des Ortes, das an West I anbindet. Im Süden wird es von der Staatsstraße begrenzt.
Der Bürgermeister von Schlüsselfeld Johannes Krapp begutachtet das künftige Gewerbegebiet „Aschbach West II" oberhalb des Ortes, das an West I anbindet. Im Süden wird es von der Staatsstraße begrenzt. // Evi Seeger
Signet des Fränkischen Tags von Evi Seeger
Schlüsselfeld – Der Stadtrat Stadtrat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit etlichen Projekten. Dabei ist vor allem das Ausweisen von weiteren Fläche für Gewerbebetriebe für die Stadt sehr lukrativ.

Dass die Stadt sich positiv entwickeln würde, zeichnete sich bereits bei der Verabschiedung des Haushalts im Mai ab. Aktuell befinden sich viele Projekte in der Planungsphase.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrates ging es vor allem um Bauleitplanungen. Damit gibt die Stadt die Richtung für die Zukunft vor.

Zunächst ging es um den Bau eines 34 Meter hohen Mobilfunkmasts mit einem sechs Meter hohen Aufsatz zwischen Eckersbach und Obermelsendorf. „Problemlos“, wie Bürgermeister Johannes Krapp aus der Sitzung berichtet.

Die Versorgung werde damit deutlich verbessert. Der Standort sei sehr günstig gewählt.

Neuer Abschnitt für Gewergebiet in Aschbach

Der Mobilfunkmast sei „nicht landschaftsprägend und weit entfernt von allen Ortschaften“. Als Gewinn sieht man bei der Stadt auch den neuen Edeka-Markt, der in Schlüsselfeld entstehen soll.

In der Sitzung galt es, dafür den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. Wie berichtet, plant Edeka an der Bamberger Straße einen „Vollsortimenter“ mit einer Verkaufsfläche 1200 Quadratmetern und zusätzlich einen Getränkemarkt mit einer Fläche von 600 Quadratmetern.

Aber nicht nur in Schlüsselfeld wird geplant: In Aschbach soll das vorhandene Gewerbegebiet West I um einen zweiten Abschnitt erweitert werden. „Damit wollen wir einheimischen Unternehmen die Möglichkeit zur Erweiterung geben“, betonte Bürgermeister Krapp beim Ortstermin.

Drei Aschbacher Gewerbebetriebe stehen dafür an. Zwei von ihnen – der Reisemobil-Hersteller Concorde und das Bauunternehmen Seeger – wollen auf der Fläche, die bereits in ihrem Eigentum ist, sobald es möglich ist, loslegen.

Reiemobilhersteller in Gewerbegebiet angesiedelt

Die Firma Concorde ist einer der drei im Stadtgebiet angesiedelten Reisemobil-Hersteller. Die beiden anderen sind Phoenix, ebenfalls in Aschbach, und Morelo in Schlüsselfeld. Alle drei agieren europaweit.

„Etwa 75 Prozent aller Luxus-Reisemobile kommen aus Schlüsselfeld“, schätzt Bürgermeister Krapp. Das neue Aschbacher Gewerbegebiet West II, in das die Firma Concorde sich vergrößern will, liegt zwischen der Würzburger Straße und der Staatsstraße (Umgehung von Aschbach).

Das Plangebiet umfasst etwas über fünf Hektar. Verkehrsmäßig soll es über die Würzburger Straße erschlossen werden. In der Sitzung wickelte Michael Dworschak vom Bamberger Planungsbüro BSF+ die zum Bebauungsplan eingegangenen Stellungnahmen ab.

Nächster Schritt im Verfahren „Aschbach West II“ ist die öffentliche Auslegung. Sofern alles gut läuft, könnte das Gewerbegebiet schon im nächsten Jahr bebaut werden.

Gewerbegebiet Elsendorf erweitert

Aktuell steht nach den Worten des Bürgermeisters kein freies Gewerbeland mehr zur Verfügung. Grundsätzlich ist die Stadt mit Gewerbegebieten jedoch gut aufgestellt: Dem ersten in Schlüsselfeld rund um die Firmen Dennert und Schwarz folgte das in Aschbach, wo sich neben den Reisemobil-Herstellern auch weitere Firmen niedergelassen haben.

In „Schlüsselfeld Ost“, oberhalb von Attelsdorf, finden sich heimische Unternehmen wie Poraver und Morelo, aber auch der ADAC mit seinem Fahrsicherheitszentrum. Als jüngstes wuchs das Gewerbegebiet Elsendorf an der Staatsstraße enorm.

Die vielen Gewerbebetriebe wirken sich natürlich gut auf die Finanzen der mit 6416 Einwohnern kleinen Stadt im Steigerwald aus. Ihre jährlichen Einnahmen von sechs Millionen Euro aus der Gewerbesteuer können sich sehen lassen.

Schlüsselfeld: Baugrundstückte am Heuweg

In trockenen Tüchern ist seit der Stadtratssitzung ein weiterer Bebauungsplan: Das Planverfahren für das neue Wohnquartier „Heuweg“ in Possenfelden wurde mit dem Satzungsbeschluss beendet. Dabei handelt es sich um einen Lückenschluss in der bestehenden Bebauung des etwa 150 Einwohner zählenden Schlüsselfelder Ortsteils.

Der Bebauungsplan weist elf Baugrundstücke für Einzelhäuser aus. „Verkauft ist noch nichts, aber Bewerber haben wir jede Menge“, sagt Bürgermeister Krapp. Die Hälfte der Bauplätze sei bereits reserviert.

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