Einen „magischen Moment“ nannte ihn Schulleiterin Nora Leykamm, als historischen Augenblick bezeichnete ihn Landrat Alexander Tritthart (CSU) − den Spatenstich für das neue Emil-von-Behring-Gymnasium in Spardorf.
Zugleich sei der symbolische Spatenstich der Beginn für die größte Baumaßnahme in über 52 Jahren Geschichte des Landkreises Erlagen-Höchstadt, informierte Tritthart. Mit 58,9 Millionen Euro wird die Gesamtbaumaßnahme beziffert. 55 Prozent fördert der Freistaat Bayern. „Ohne Förderung wäre ein Projekt in der Größe nicht möglich“, betonte Tritthart. In 30 Monaten soll der Bau, ein sechsgeschossiger quadratischer Kubus als Hybridbau, dann fertiggestellt sein.
Fast 1200 Schüler sollen auf das Gymnasium gehen
Auf einem massiven Sockelgeschoss steht ein Skelettbau mit umlaufendem Laubengang für eine natürliche Verschattung, die zugleich Flucht- und Rettungsweg ist. Zentrum der Schule sind die zweigeschossige Pausenhalle, die Bibliothek und die Lernlandschaften.
Bevor Schulleiterin Leykamm und Landrat Tritthart die Schulfamilie mit Elternbeirat, die Kreisräte, Spardorfs Bürgermeister Andreas Wasielewski (SPD) und Landtagsabgeordneten Walter Nussel (CSU) begrüßte, stimmten die Chorschüler mit Musiklehrerin Barbara Bachmayr musikalisch ein. „Burning to the ground“ hieß das Lied, passend zum Anlass.
Denn Neues könne nur entstehen, wenn man innerlich bereit dazu sei. Das waren die Verantwortlichen. Im Dezember 2020 war für das Neubauprojekt ein Planungs- und Realisierungswettbewerb durchgeführt worden. Gewonnen hatte das Architekturbüro „Babler und Lodde“ aus Herzogenaurach und fertigte die Pläne für das neue Gymnasium an. Errichtet wird es an der Stelle, an der nun fast 1200 Schüler auf den Spatenstich warten.
Innovative Planung
Die Begeisterung über die innovative Planung war Tritthart anzuhören. Von offenen Lernlandschaften, flexiblen Raumkonzepten, Lernen in Gruppen oder in Einzelarbeit erzählte Tritthart. Der Neubau benötige nur wenig Grundfläche, so dass der alte Baumbestand erhalten bleiben könne. Auch ästhetisch sei der Neubau ein Highlight. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit seien durch Solar und Fernwärme gegeben und selbst der Außenbereich werde modern gestaltet.
Als „fränkische Moderne“ nannte Bürgermeister Andreas Wasielewski die künftige Schule. Ein Ort für Schüler, der mehr sei als ein Ort des Lernens und des Wohlfühlens. Es sei auch ein Ort, an dem Freundschaften entstünden. Der Spatenstich sei gleichzeitig die Grundsteinlegung, sagte Leykamm. Eine Zeitkapsel wurde deshalb gefüllt. Darin verborgen: Fotos vom Pausenhof, der Jahresbericht, ein Emil-Bleistift und jede Menge Glücksbringer.
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