In einer Sondersitzung hat der Marktgemeinderat Weisendorf über die konkrete Bewerbung als fünfter Gymnasiumsstandort im Landkreis Erlangen-Höchstadt abgestimmt. Die Gemeinde empfiehlt sich als Standort mit sehr guter Infrastruktur. Mit 6820 Einwohnern ist Weisendorf die größte Gemeinde im Seebachgrund und möchte ihren Gymnasiasten einen wohnortnahen Schulbesuch ermöglichen. Die hervorragende Anbindung an den ÖPNV und ein schönes Umfeld, die naturnahe Gestaltung an einem Platz mit Erweiterungsmöglichkeiten ist verbunden mit einer optimalen Lage im Seebachgrund, heißt es.
Der Glasfaserausbau ist nahezu abgeschlossen, Sportanlagen und Sporthallen sowie Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar. In der Nähe des möglichen Standorts befindet sich die Buswendeanlage. Die Gemeinderäte hatten noch die Möglichkeit, das Bewerbungsschreiben, das die Verwaltung zur Abstimmung vorgelegt hat, zu ergänzen. Christine Kolbet (Bündnis 90/Die Grünen) sieht gute Chancen für Weisendorf.
Diskussion um Übergangslösung für neues Gymnasium in Weisendorf
Sie empfiehlt, die vorhandene Nahwärmeversorgung als weiteren Pluspunkt in der Bewerbung aufzunehmen. Darüber hinaus bringt sie eine etwaige Interimslösung vor Baubeginn ins Gespräch. Die Grünen im Gemeinderat könnten sich nämlich das Schloss Weisendorf als Standort vorstellen, damit die ersten Klassen baldmöglichst unterrichtet werden können.
Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein (CSU) gab zu bedenken, dass in dieser öffentlichen Sitzung noch nicht alle Details besprochen werden müssten. Friedrich Mümmler (Freie Wähler) fragte nach, ob es für das Bewerbungsverfahren schon konkrete Anforderungen gibt. Der Bürgermeister geht davon aus, dass nach dem Bewerbungsschreiben sicherlich noch weitere Rückfragen kommen werden, man wird sich in den kommenden Sitzungen damit auseinandersetzen.
Vorerst Interessensbekundung für neues Gymnasium in Weisendorf
Aktuell gehe es um die Interessenbekundung und diese wurde einstimmig beschlossen. Die von den Grünen angesprochene Interimslösung „Schloss Weisendorf“ wurde allerdings nicht in die Bewerbung aufgenommen.
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