In der Generalversammlung der Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach wurde Rückblick auf das Jahr 2023 gehalten. Außerdem standen Neuwahlen für den Verwaltungsrat an. Aus der Wahl gingen Alexander Dickas, Georg Mauser und Walter Drebinger als Gewählte hervor. Sie werden auch in Zukunft den Vorsitzenden Michael Welker im Verwaltungsrat unterstützen. Bei einer internen Wahl der Verwaltungsratsmitglieder wurde Christian Ort zum Zweiten Vorsitzenden gekürt.
Michael Welker, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, gab einen Rückblick. Die Waldcorporation sei für 519 Hektar Wald zuständig. Der kleinste davon sei der Burgwald mit 88,2 Hektar, dazu gehören die Abteilungen Burgstall, Schnepfenlücke und Roter Knock. Der Thonwald (Schreibweise lt. Grundbuch) hat 189,7 Hektar mit den Abteilungen Schwalbennest, Breite Weiher, Engerlingshöhe, Amtmannssitz, Hessenmühlrangen, Rehbocksgraben und Eckenmühlrangen. Der mit Abstand größte Wald ist der Birkenbühl mit 241,1 Hektar.
Neuer Jagdpächter für Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach
Dazu zählen die Abteilungen Vorderer Bergschlag, Hühnerschlag, Langer Schlag, Pflanzgarten, Geckenheeg, Birkenschlag und Hinterer Bergschlag. Die Waldcorporation ist eine Corporation privaten Rechts. Welker stellte fest: „Die alte Rechtsordnung gilt fort.“ Für die Korporationswälder wurde ein Operat, ein Forstbetriebsplan, fortgeschrieben, das von 2022 bis 2031 gilt. Von den Rechtlern wurden im vergangenen Jahr 340 Ster Holz abgerufen, heuer sei mit einer ähnlichen Menge zu rechnen.
Weiterhin hat das Revier im Dohnwald mit Jan Löser einen neuen Jagdpächter als Nachfolger von Paul Hubmann erhalten. Welker forderte die Anwesenden dazu auf, bei ihren Besuchen in den drei Korporationswäldern aufmerksam Verstöße zu registrieren und die Mitglieder des Aufsichtsrats zu informieren. Über das vergangene Jahr, das positiv abschloss, gab Schatzmeister Alexander Dickas einen Überblick. „Die Buchführung befindet sich in einem einwandfreien Zustand“, ließ der Kassenprüfer Roland Stopfer auch für seinen Kollegen Michael Schmidt verlauten, dadurch konnte der Verwaltungsrat entlastet werden. Die beiden Kassenprüfer wurden außerdem in ihrem Amt bestätigt.
Waldcorporation Herzogenaurach plant 4000 Festmeter Holzeinschlag
Laut Förster Fabian Grziwa konnten im vergangenen Jahr 400 Pflanzen wie Spitzahorn oder Elsbeere gepflanzt werden. In diesem Jahr seien keine neuen Pflanzungen geplant, vielmehr würden bestehende Kulturen gepflegt. Grziwa setze vor allem auf Naturverjüngung. 2023 wurden 2630 Festmeter eingeschlagen, 2024 sei der Einschlag von 4000 Festmetern geplant.
Die Herzogenauracher Wälder kennt Reiner Seifert vom Amt für Landwirtschaft und Forsten seit langer Zeit. „Die Waldcorporation steht super da“, stellte er in seinem Rückblick fest. Die alten Eichen in den Corporationswaldungen sorgten für eine Verjüngungsdynamik. Denn die Eiche sei der Baum, der mit dem Klimawandel am besten zurechtkomme.
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