Nichts geht mehr: Wer täglich auf der A 3 zwischen dem Kreuz Erlangen/Fürth und der Ausfahrt Frauenaurach unterwegs ist, dem dürfte dieser Zustand nur allzu vertraut sein. Wovon viele Pendler ein Lied singen können, bestätigt nun auch die Statistik des ADAC.
„Zwar lagen 2023 acht der zehn stauanfälligsten Autobahnen im Freistaat in Südbayern, dennoch befindet sich der zweitstaureichste Abschnitt in Bayern im vergangenen Jahr in Franken auf der A3 zwischen Erlangen-Frauenaurach und dem Kreuz Fürth/Erlangen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt 3568 Kilometer Stau habe es in diesem Bereich 2023 gegeben. Die Gegenrichtung liegt auf Platz 7 mit 1136 Kilometern Stau.
Dauerbaustelle auf der A 3 zwischen Würzburg und Nürnberg
„Wir haben da natürlich die Großbaustelle zwischen Würzburg und Nürnberg“, erklärt Dennis Heldt, Pressesprecher des ADAC Nordbayern. „Gerade, wenn es im Pendler- oder Reiseverkehr höheres Verkehrsaufkommen gibt, wird es da schnell mal eng.“ Generell gebe es im Baustellenbereich auch mehr Unfälle. „Wenn im Baustellenbereich dann ein Unfall passiert, ist das Stauaufkommen aufgrund der Enge und der schlechteren Bergungsmöglichkeiten oft massiver als woanders.“
Bayernweit hat es im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Staus gegeben, als noch 2022 – nämlich 65.000 Stunden oder 165.000 Kilometer. Vor allem der starke Wintereinbruch Anfang Dezember habe die Straßen ordentlich strapaziert: Mit 5757 Staukilometern ist der 2. Dezember Spitzenreiter 2023.
Auf ganz Deutschland gerechnet gab es 2023 übrigens satte 427.000 Stunden Stau, 30 Prozent mehr als noch 2022. Mit knapp 100.000 Staustunden weniger hat das vergangene Jahr aber noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau von 2019 erreicht.
ADAC rechnet mit höherem Verkehrsaufkommen 2024
„Die Hoffnung, dass mit der Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 Pendler verstärkt vom Auto auf den ÖPNV umsteigen und dies zu einer Dämpfung der morgendlichen und nachmittäglichen Stauspitzen führt, hat sich laut ADAC bislang nicht erfüllt“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Für 2024 rechne der ADAC mit noch mehr Verkehrsaufkommen als im vergangenen Jahr.
„Wir haben steigende Zulassungszahlen, die Fahrleistungen steigen und wir haben immer noch Nach-Corona-Effekte“, erklärt Heldt. So seien die Stauzahlen seit der Pandemie wieder kontinuierlich gestiegen und der ADAC rechne damit, dass diese sukzessive das Niveau von 2019 erreichen werden. „Natürlich bleiben immer noch viele im Homeoffice und die Pendelquote wird nicht mehr so hoch steigen, wie vor der Pandemie. Aber dagegen steht zum Beispiel eine höhere Baustellenanzahl“, führt Heldt aus.














