Fast genau ein Jahr ist es her, dass der Abriss des maroden Parkhauses am Großparkplatz in Erlangen beschlossen wurde. Am 5. Februar sollen nun die Arbeiten beginnen.
Zwar sollen nach Abschluss der Arbeiten im Herbst wieder 255 Parkplätze zur Verfügung stehen, wie die Stadt mitteilt. Erstmal müssen Autofahrer aber nicht nur auf das Parkhaus, sondern auch auf eine ganze Parkfläche mit insgesamt 215 Parkplätzen verzichten.
Großparkplatz Erlangen: Parkfläche P4 wird gesperrt
Weil laut Angaben der Stadt eine größere Fläche für die Baustelleneinrichtung geschaffen werden muss, ist die gesamte Parkfläche P4 ab dem 5. Februar für Autofahrer gesperrt. Für Pendler könnte die Parkplatzsuche demnächst also unangenehm werden. Denn: Rechnet man die Fläche P3, die nur für Kurzzeitparker und damit in der Regel nicht für Pendler gedacht ist, weg, bleiben nur noch zwei Parkflächen übrig.
Auf der Parkfläche sollen demnach Abbruchmaterialien auf Schadstoffe untersucht und zu mineralischem Recycling-Baustoff aufbereitet werden. Dieser wiederum soll vor Ort wieder verwendet werden, um die Baugrube zu verfüllen.
Parkfläche wird für die Aufbereitung der Baumaterialien genutzt
Bis April soll die Sperrung der Parkfläche voraussichtlich dauern, wobei die Stadt bemüht sei, „die Baustelleneinrichtungsfläche zu verkleinern, sobald es die Abbrucharbeiten zulassen.“ Ab dem 6. Februar wird auch die Parkplatzstraße entlang des Parkhauses gesperrt, der Parkplatz bleibt aber über die Münchner Straße weiter zugänglich.
Als Ausweichmöglichkeiten stehen laut Pressestelle der Stadt freie Parkplätze in den anderen Parkhäusern zur Verfügung, so zum Beispiel in der Henkstraße, der Schuhstraße und der Sedanstraße. Diese Parkmöglichkeiten liegen alle im Bereich der Innenstadt, wo seit Jahresanfang kostenlose Busse fahren.
Neues Stadtviertel soll auch Parkhäuser bekommen
Das Parkhaus am Großparkplatz war wegen seines schlechten baulichen Zustandes schon seit 2011 regelmäßig Sonderprüfungen unterzogen worden. Im vergangenen Jahr fiel dann der Entschluss, das Parkhaus abzureißen.
Als vorübergehende Lösung hatte man sich auf ebenerdige Parkflächen verständigt, die nun bis zum Herbst auf der Fläche des Parkhauses entstehen sollen.
Längerfristig plant die Stadt, auf dem Gelände des Großparkplatzes das Quartier Regnitzstadt zu entwickeln, das aus einem Mix aus Wohn- und Arbeitsfläche bestehen soll. Dabei sind auch Parkhäuser vorgesehen, um die Funktion des ehemaligen Großparkplatzes als Verkehrsdrehscheibe auszubauen.










