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Erlangen
Stub-Planung beschert Arcaden mehr Aufenthaltsqualität
Auch an den Arcaden in Erlangen könnte die Bahn halten.
Auch an den Arcaden in Erlangen könnte die Bahn halten. // Zweckverband Stadtumlandbahn
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Erlangen – Die aktuelle Planung für die Stadt-Umland-Bahn sieht gravierende Umbauten vor. Vor dem Einkaufszentrum in Erlangen könnte mehr Platz für Gastronomie entstehen. Wird die Henkestraße zur Sackgasse?

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV Stub) hat gemeinsam mit der Stadt Erlangen über die aktuellen Pläne für den Streckenabschnitt rund um das Einkaufszentrum Arcaden in Erlangen. Die Vorzugslösung sieht demnach vor, den Platz vor den Arcaden aufzuwerten und für den motorisierten Individualverkehr zu sperren.

Mit der Stub soll der Bereich vor den Arcaden zum zentralen Umsteigepunkt für den öffentlichen Nahverkehr in Erlangen werden. Die Planungen bieten demnach die Chance, den Bereich grundlegend neu zu gestalten.

Chance für Stadtentwicklung in Erlangen

„Ziel ist eine spürbare Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Erlanger Innenstadt und gleichzeitig einen zentralen Mobilitäts-Hub für den ÖPNV zu schaffen. Das soll sich auch positiv auf Gewerbe und Einzelhandel auswirken“, berichtet Mandy Guttzeit, Geschäftsleiterin des ZV Stub.

„Diese Gestaltung des Arcaden-Vorplatzes bietet eine große Chance für die Erlanger Stadtentwicklung. Der Platz kann zu einer richtigen Visitenkarte für unsere Innenstadt werden“, ergänzt Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik.

So könnte die Stadtumlandbahn verlaufen: Zu sehen ist die Perspektive vom Preußensteg in Richtung Nürnberg.
So könnte die Stadtumlandbahn verlaufen: Zu sehen ist die Perspektive vom Preußensteg in Richtung Nürnberg. // Zweckverband Stadtumlandbahn

Die Vorzugslösung sieht eine Sperrung der Güterhallenstraße ab der Kreuzung Güterhallenstraße/Güterbahnhofstraße/Goethestraße vor. Eine abknickende Vorfahrtsstraße in die Güterbahnhofstraße entsteht.

Aus Westen kommend bleibt die Einfahrt in die Goethestraße weiterhin möglich, auch die Güterhallenunterführung ist weiterhin passierbar. Der gesperrte Bereich zieht sich bis zur Kreuzung Henkestraße/Nürnberger Straße.

Aus Richtung Osten endet die Henkestraße damit in einer Sackgasse. Eine Ost-West-Verbindung sei wie bisher über die leistungsstarke Werner-von-Siemens-Straße möglich, das Parkhaus Henkestraße bleibe ebenfalls wie bisher erreichbar.

„Der Lieferverkehr ist von dieser geplanten Regelung nicht betroffen“, betont Mandy Guttzeit, die nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des städtischen Amts für Stadtplanung und Mobilität bereits im Vorfeld der öffentlichen Veranstaltung auf die Gewerbetreibenden rund um die Arcaden zugegangen war.

Entlastung der Henkestraße

„Die Sperrung für den Autoverkehr in Teilen der Henke- und der Güterhallenstraße bringt einige städtebauliche Vorteile mit sich“, erläutert Florian Janik. Neben der Entlastung der Kreuzung Güterhallenstraße/Güterbahnhofstraße/Goethestraße komme es zu einem Lückenschluss der Fußgängerzone: Ein Platz mit mehr Aufenthaltsqualität und mehr Raum für Gastronomie entstehe.

Janik führt aus: „Auch die Entlastung der Henkestraße vom Durchgangsverkehr, die auch ohne Stadt-Umland-Bahn ein erklärtes Ziel im städtischen Verkehrsentwicklungsplan ist, bringen wir so weiter voran. Zudem wird die Verkehrsberuhigung auch der veränderten Wegebeziehungen in der Innenstadt gerecht. Denn sobald die Philosophische Fakultät den Himbeerpalast bezieht, werden jeden Tag Tausende Studierende die Henkestraße am Langemarckplatz überqueren.“

Beschlossen ist die Vorzugslösung noch nicht. Eine Entscheidung soll in nächster Zeit in den politischen Gremien getroffen werden.

Bis dahin steht eine weitere Option im Raum: In dieser Variante würde die heute in beide Richtungen befahrbare Straße im Bereich des Arcaden-Vorplatzes zu einer Einbahnstraße in Richtung Osten.

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