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Ärger mit den Behörden
Nach Zollrazzia in Herzogenaurach: Jetzt äußert sich Adidas
Adidas liegt schon seit Jahren mit dem Zoll im Streit über Vorschriften bei der Einfuhr von Produkten.
Adidas liegt schon seit Jahren mit dem Zoll im Streit über Vorschriften bei der Einfuhr von Produkten. // News5/David Oßwald
Signet des Fränkischen Tags von Redakion
Herzogenaurach – Zoll- und Steuerfahnder haben am Dienstag die Konzernzentrale in Herzogenaurach durchsucht. Was bisher bekannt ist.

Steuerrazzia beim mittelfränkischen Sportartikelhersteller Adidas: Am Dienstag, 10. Dezember 2024, durchsuchten Steuerfahnder den Adidas-Hauptsitz und weitere Standorte, zeitgleich mit Lionel Messis Besuch in der Zentrale in Herzogenaurach. Das teilt das Nachrichtenunternehmen News5 in einer Erstmeldung mit.

Adidas bestätigt Zoll-Durchsuchung

In einer ersten Stellungnahme gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) bestätigte Adidas bereits die Durchsuchung. „Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von Oktober 2019 bis August 2024 und steht im Zusammenhang mit der Einhaltung von zoll- und steuerrechtlichen Vorschriften bei der Einfuhr von Produkten nach Deutschland“, teilt Adidas mit.

Auch in einem zweiten Statement gegenüber der FT-Redaktion bestätigt der Sportartikelhersteller den Vorfall sowie die Gründe für die Durchsuchung.

Adidas betont Zusammenarbeit mit Behörden

Gleichzeitig betonte Adidas die Zusammenarbeit mit den Behörden und rechnete nicht mit signifikanten finanziellen Folgen. Der Konzern führt den Vorgang auf unterschiedliche rechtliche Auslegungen zurück, steht aber seit Jahren im Austausch mit Zollbehörden. „Adidas arbeitet weiterhin eng mit den Zollbehörden zusammen, um Fragen, die sich auch durch unterschiedliche Auslegungen deutschen und europäischen Rechts ergaben, zu klären“, erklärt der Konzern gegenüber dem Fränkischen Tag.

Die Ermittlungen setzen jedoch einen richterlichen Verdacht voraus.

Der Zoll hat die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach durchsucht.
Der Zoll hat die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach durchsucht. // News5/David Oßwald

Der Sportartikelhersteller selbst produziert kaum noch Ware in Deutschland. Der Großteil wird von Auftragnehmern in asiatischen Ländern hergestellt, vor allem in China, Vietnam und Bangladesch.

Adidas empfängt Messi

Für Adidas selbst kommt die Durchsuchung wohl auch besonders ungelegen, denn es gab fast zeitgleich mit dem Zoll einen weiteren hohen Besuch in Herzogenaurach. Am Dienstag stattete Fußball-Legende Lionel Messi persönlich dem Herzogenauracher Sportunternehmen einen Besuch ab.

Adidas-Chef Bjørn Gulden auf seinem Instagram-Kanal zu Messis Besuch.
Adidas-Chef Bjørn Gulden auf seinem Instagram-Kanal zu Messis Besuch. // Instagram / Bjørn Gulden

Der argentinische Weltmeister ist bereits seit 2006 ein Werbegesicht der Marke. Ob er etwas von der Zollrazzia mitbekommen hat ist dabei unklar.

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