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Fränkischer Sportartikelgigant
Herzogenaurach: So äußert sich der Adidas-CEO zum StUB-Deal
Hat er Adidas auf Erfolgskurs gebracht? Seit 2023 ist Bjørn Gulden CEO des Sportartikelherstellers. Der Vertrag des Unternehmenschefs wurde nun laut Adidas bis 2030 verlängert.
Hat er Adidas auf Erfolgskurs gebracht? Seit 2023 ist Bjørn Gulden CEO des Sportartikelherstellers. Der Vertrag des Unternehmenschefs wurde nun laut Adidas bis 2030 verlängert. // Foto: Adelheid Wagner
Herzogenaurach – Ein Milliardengewinn und eine Weichenstellung bei der StUB: Adidas bleibt auf Erfolgskurs und weitet seinen Einfluss auf dem Sportmarkt aus. Wie der Sportartikelgigant das halten will.

Wie jedes Jahr reihen sich zum Frühlingsanfang die Nachrichten der großen Arbeitgeber in Herzogenaurach aneinander. Nachdem Puma vergangene Woche herbe Verluste für das Geschäftsjahr 2025 verkünden musste, teilte auch der Automobilzulieferer Schaeffler am Dienstag, 3. März, rote Zahlen mit. 

Nur einer der großen Drei in Herzogenaurach scheint momentan auf Erfolgskurs: Adidas. Die Marke mit den drei Streifen hat in nur einer Woche doppelt gute Nachrichten. Zum einen hat Adidas beim Kernsegment mit rund 150 Millionen verkauften Paar Schuhen sein anvisiertes Ziel für die Jahresbilanz 2025 übertroffen. Zum anderen hat der Sportartikelhersteller eine Einigung bei dem für ihn leidigen Thema Stadt-Umland-Bahn (StUB) erreicht.

Adidas-CEO Gulden über die StUB: Angebot schon vor drei Jahren gemacht

Gesteigerter Umsatz und positive Prognose: Adidas verkaufte 2025 nach eigenen Angaben 150 Millionen Paar Schuhe weltweit.
Gesteigerter Umsatz und positive Prognose: Adidas verkaufte 2025 nach eigenen Angaben 150 Millionen Paar Schuhe weltweit. // Foto: Adelheid Wagner

StUB-Beteiligte (Stadt Herzogenaurach, der StUB-Zweckverband und Adidas) hatten angegeben, zum aktuellen Zeitpunkt könne man noch keine verlässlichen Kosten über die Umplanung der StUB um den Adidas-Campus mitteilen. 

Adidas hat sich langfristig dazu verpflichtet, sich finanziell „maßgeblich“ an Planungs-, Bau- und Betriebskosten zu beteiligen. Dass sich ein Unternehmen derart und dauerhaft an einem öffentlichen Infrastrukturprojekt beteiligt, scheint ungewöhnlich, wenn nicht gar ein Novum.

Adidas zahlt 1,5 Millionen Euro pro Jahr für eigene Busse

„Das ist es auf jeden Fall wert. Für uns stand es nicht zur Diskussion“, sagte CEO Bjørn Gulden während der Pressekonferenz auf Nachfrage der Redaktion. „Ja es wird uns kosten. Aber wir haben mehr als eine Milliarde in unseren Campus investiert“, ergänzte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer dazu. Gulden gab außerdem an, man habe ein entsprechendes Angebot zur StUB schon vor drei Jahren gemacht. 

So scheinen die Kosten für die StUB in der Gesamtbilanz weniger ins Gewicht zu fallen. „Wir zahlen jetzt schon 1,5 Millionen Euro für unsre Busse“. Damit meint er die jährlichen Kosten der Betriebsbusse, mit denen Adidas seine Mitarbeitenden von Fürth und Nürnberg aus zum Firmensitz nach Herzogenaurach transportiert. 

Besser als Prognosse: starke Umsätze trotz Krisen und Zöllen

Und außerdem noch viel weniger vor dem Hintergrund, dass Adidas gute Aussichten angekündigt hat. Der Sportgigant will seine Rendite für das Jahr 2026 um zwei Milliarden Euro steigern. Für 2025 hat das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 1,377 Milliarden Euro Rekordeinnahmen verzeichnet. Der währungsbereinigte Umsatz stieg 2025 um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro.

Viele Unternehmen sehen sich derzeit durch Krisen, Kriege und Zölle herausgefordert. Letztere schlugen sich 2025 für Adidas mit einem Minus von rund einer Million Euro zu Buche. Wenn diese Zölle nicht gewesen wären, hätte man laut Gulden das erklärte Ziel, eine operative Marge von zehn Prozent, erreicht.

Beim Ausblick geht das Unternehmen für die nächsten Jahre von einem starken Wachstum der Sportartikelbranche aus. So soll der Umsatz bis 2028 pro Jahr währungsbereinigt ebenfalls im hohen einstelligen Prozentbereich liegen.

Adidas hält an Erfolgsrezept und Personal fest: Gulden verlängert 

Mit dem Aufschwung will Adidas weiterhin an seinem Chef festhalten. Wie das Unternehmen bekannt gab, habe man den Vertrag mit CEO Gulden bis 2030 verlängert. Auf höchster Entscheidungsebene scheidet in diesem Jahr AufsichtsratsvorsitzenderThomas Rabe aus.

Als Nachfolger habe man Aufsichtsratsmitglied Nassef Swariris nominiert. Daneben soll es eine prominente Ergänzung für den Aufsichtsrat geben. Medienschwergewicht Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, wurde für den Aufsichtsrat vorgeschlagen. 

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