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Beteiligung erhöht
Schweden verhelfen Schaeffler zu klimaneutralem Stahl
Grüner Stahl ist der wesentliche Hebel, die Lieferkette von Schaeffler bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Der Konzern sitzt in Herzogenaurach.
„Grüner“ Stahl ist der wesentliche Hebel, die Lieferkette von Schaeffler bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Der Konzern sitzt in Herzogenaurach. // Schaeffler
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Herzogenaurach – Schaeffler erhöht seine Beteiligung an einem schwedischen Lieferanten, um seine CO2-Bilanz aufzubessern. Tag für Tag verarbeitet der Konzern so viel Stahl, dass man damit einen neuen Eiffelturm bauen könnte.

Die Motion Technology Company Schaeffler und das schwedische Start-up H2 Green Steel werden ihre enge Partnerschaft weiter intensivieren. Dies haben beide Unternehmen im Rahmen einer kürzlich erfolgten Beteiligungs-Finanzierungsrunde beschlossen, bei der Schaeffler sein Investment um weitere 65 Millionen Euro auf insgesamt 100 Millionen Euro deutlich aufstockt.

Es handelt sich laut Schaeffler um das bislang größte Eigenkapitalinvestment in eine Minderheitsbeteiligung an einem anderen Unternehmen in der Unternehmensgeschichte. Schaeffler werde, so teilt das Unternehmen in einer Presseinformation mit, als strategischer Technologiepartner von H2 Green Steel sein Know-how bei der Entwicklung neuer Stahlgüten, wie beispielsweise grünem E-Stahl für die E-Mobilität, einbringen.

Gemeinsam wollen beide Unternehmen außerdem neue Anwendungen beim Einsatz von nachhaltigen Wälzlagerlösungen in der Produktion schaffen. Ziel sei es, die Produktionseffizienz durch den Einsatz erstklassiger Komponenten und integrierter Condition-Monitoring-Konzepte zu maximieren.

Globale Transformation der Stahlindustrie

Auch in den Bereichen Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft werden beide Unternehmen von ihrer gegenseitigen Erfahrung profitieren. „Um Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen, bedarf es starker Partner, die gemeinsam entschlossen vorangehen“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

„Schaeffler und H2 Green Steel verbindet Pioniergeist und Innovationskraft, die wir nun weiter zielgerichtet verknüpfen. Die Eigenkapitalbeteiligung und die strategische Technologiepartnerschaft sind nach der Abnahmevereinbarung aus dem Jahr 2021 der nächste konsequente Schritt, noch enger zusammenzuarbeiten. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur globalen Transformation der Stahlindustrie und zur Reduktion von CO₂-Emissionen.“

Schaeffler verfolgt das übergeordnete Ziel, bis 2040 klimaneutral zu wirtschaften. Bis 2030 werde Schaeffler bereits CO₂-neutral produzieren und Emissionen in der Lieferkette um 25 Prozent reduzieren. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, fokussiere sich Schaeffler konsequent auf die Dekarbonisierung seiner wichtigsten Werkstoffe.

95 Prozent weniger CO₂-Emissionen 

Unter der Dekarbonisierung versteht man die Entwicklung hin zu einer Wirtschaft, die CO₂-Emissionen reduziert und vermeidet. Das Unternehmen verarbeitet laut Pressemitteilung an jedem Werktag weltweit in etwa die Menge Stahl des Pariser Eiffelturms, was mehr als 7000 Tonnen entspricht. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Stahl, der über die Hochofenroute produziert wird, sinken die CO₂-Emissionen des von H2-Green-Steel zugekauften grünen Stahls um bis zu 95 Prozent.

Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, sagt: „Stahl ist für Schaeffler der entscheidende Hebel bei der Dekarbonisierung der Lieferkette. Mit der Partnerschaft mit H2 Green Steel kommen wir unserem Ziel des klimaneutralen Wirtschaftens bedeutend näher. Wir sind stolz, als weltweit erster Tier-1-Zulieferer mit H2 Green Steel als strategischem Technologiepartner zusammenzuarbeiten. Durch die Beteiligung stärkt Schaeffler sein Netzwerk in diesem entscheidenden Materialbereich nachhaltig.“

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