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Von Textilien zu Blumen
Lechner zieht in Höchstadt um: Leerstand blüht wieder auf
In dieses schon länger leerstehende Gebäude im Einkaufszentrum im Süden von Höchstadt wird bald Blumen Lechner einziehen.
In dieses schon länger leerstehende Gebäude im Einkaufszentrum im Süden von Höchstadt wird bald Blumen Lechner einziehen. // Andreas Dorsch
In den Schaufenstern des ehemaligen Bekleidungshauses gibt es schon erste Anzeichen für die künftige Nutzung des Gebäudes.
In den Schaufenstern des ehemaligen Bekleidungshauses gibt es schon erste Anzeichen für die künftige Nutzung des Gebäudes. // Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – Der bekannte Floristik-Betrieb Blumen Lechner in Höchstadt will aus der Stadt in ein ehemaliges Bekleidungsgeschäft an der B 470 umziehen. Doch es gibt Hürden.

Im Einkaufszentrum neben der Fortuna Kulturfabrik an der B 470 in Höchstadt-Süd stehen seit einigen Jahren die Räume eines ehemaligen Bekleidungsgeschäfts leer. Nur in der Corona-Zeit wurde der Bau mit seinen 900 Quadratmetern Verkaufsfläche kurzzeitig als Impfstation der Firma Schaeffler genutzt. Jetzt soll das Gebäude aber wieder aufblühen.

Blumen Lechner zieht in Höchstadt um

Der Floristik-Betrieb Blumen Lechner wird von seinem beengten Domizil in der Großen Bauerngasse in die neuen Räume nach Höchstadt-Süd umziehen. Auf den ersten Blick erscheint alles klar. Ein Geschäft verlagert seinen Standort – von zu kleinen Räumen in der Großen Bauerngasse in ein vorübergehend ungenutztes Gebäude, in dem Jahre lang Mode verkauft wurde.

So einfach, wie man sich das vorstellt, geht diese Standortverlagerung allerdings nicht.

Von Textilien zu Blumen: Geschäft in Höchstadt

Für das Vorhaben musste nach dem Baugesetzbuch erst einmal die „Nutzungsänderung eines ehemaligen Textil-Fachgeschäfts in ein Floristik-Fachgeschäft“ beantragt werden. Der Hintergrund: Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „großflächiger Einzelhandel an der B 470“. Und der hatte einst für das betroffene Gebäude Erlanger Straße 8 die Branche Bekleidung/Textil mit maximal 900 Quadratmetern Verkaufsfläche festgelegt.

Um Blumen einziehen lassen zu können, war eine Befreiung von dieser Festsetzung nötig, über die der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend entschied. Die Zustimmung der Räte war nach Empfehlung der Verwaltung nur noch Formsache. Damit aber nicht genug. Notwendig ist auch noch eine Änderung des Bebauungsplans, in dem alle dortigen Geschäfte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 3700 Quadratmeter enthalten sind.

Höchstadt: Kritik an Bürokratie im Stadtrat

Weil die Planänderung glücklicherweise im „vereinfachten Verfahren“ möglich ist, kann wenigstens auf eine Umweltprüfung verzichtet werden. Die Änderung wurde vom Stadtrat beschlossen und die Verwaltung beauftragt, „den Aufstellungsbeschluss ortsüblich bekannt zu machen und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen“.

Über diesen riesigen Aufwand an Bürokratie für einen einfachen Geschäftsumzug konnte Andreas Popp von den Grünen nur den Kopf schütteln. „In solchen Fällen müsste die Verwaltung vor Ort entscheiden können“, forderte Popp und stieß damit auf einhellige Zustimmung seiner Stadtratskollegen.

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