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Mehr Platz und neues Angebot
Handgemachte Unikate: Laden in Herzogenaurach erweitert
Weihnachtslädchen
Miri Zeitschel (links) und Laura Langer haben ihre Ladenfläche in der Wunderschmiede erweitert und verkaufen nun auch Stoffe. // Anna-Lena Reif/Archiv
Herzogenaurach – Nach dem Erfolg des Weihnachtslädchens hat die Wunderschmiede in Herzogenaurach nicht nur räumlich expandiert. Auch eine Neuerung im Sortiment dürfte besonders kreative Kunden begeistern.

Das Weihnachtslädchen hat es gezeigt: Die Nachfrage nach den in liebevoller Handarbeit gemachten Produkten, die in der Wunderschmiede in der Herzogenauracher Hauptstraße angeboten werden, ist groß. Kein Wunder also, dass die beiden Betreiberinnen kurzerhand beschlossen haben, die erweiterte Fläche, die sie für den Weihnachtsverkauf genutzt hatten, nun zum Standard zu machen. 

17 regionale Ausstellerinnen in der Wunderschmiede

„Wir haben das jetzt so gelassen“, erzählt Miri Zeitschel, eine der beiden Inhaberinnen. „Wir hatten vorher nur ein Schaufenster und hatten anfangs überlegt, jetzt nur eines dazuzunehmen. Aber dann haben wir uns entschlossen, es einfach gleich ganz zu machen.“ Im Laden verkaufen sie nicht nur ihre handgenähten Klamotten und Accessoires wie Stirnbänder oder Knistertücher für Babys. Auch das Konzept mit den weiteren Ausstellerinnen, das sich im Weihnachtslädchen erneut bewährt hat, bleibt bestehen.

Wunderschmiede Herzogenaurach
Neu im Sortiment hat die Wunderschmiede nun auch Stoffe, die Kunden im Laden kaufen oder sich für Nähprojekte vor Ort zusammenstellen können. // Anna-Lena Reif

„Wir haben jetzt 17 Ausstellerinnen fest hier“, sagt Zeitschel. Von Kerzen in verschiedenen Gefäßen mit Blumenschmuck über Holzbretter mit Gravur bis hin zu Nackenkissen und Schmuck ist das Sortiment vielfältig und vor allem selbstgemacht. „Alle Ausstellerinnen kommen auch aus der Region, das ist uns ganz wichtig“, betont Zeitschel. 

Stoffverkauf erweitert das Sortiment

Im Weihnachtslädchen seien die Produkte so gut angenommen worden, dass die beiden sogar zwischendrin noch eine neue Ausstellerin organisieren mussten, weil ein Stand komplett leer gekauft war. „Es macht halt jede auf ihre Art etwas Besonderes“, findet Zeitschel.

Den neu gewonnenen Raum im Laden nutzen Zeitschel und Lang nun auch für eine Erweiterung ihres eigenen Sortiments. „Wir verkaufen jetzt seit Januar eben auch Stoffe“, erklärt Zeitschel. „Das sind alles Stoffe, die wir selber nutzen.“ 

Wunderschmiede Herzogenaurach
Ab zehn Zentimeter können Kunden in der Wunderschmiede Stoffe erwerben. // Anna-Lena Reif

Ob Musselin, Waffelpiqué, Baumwolle, Jersey, Softshell, Stoff mit Lichtschutzfaktor für Bademoden oder Teddy, ob einfarbig oder mit Muster: Die Auswahl ist riesig. Ab zehn Zentimeter können Kunden sich Stoffe abschneiden lassen und diese für ihre eigenen Nähprojekte nutzen. Stattdessen können sie aber auch Modelle der Wunderschmiede in einer anderen Kombination der vorrätigen Stoffe nachnähen lassen und sich so ihre ganz eigenen Designs erstellen. 

Zusätzliche Aushilfen für längere Öffnungszeiten

„Es sind eigentlich alles Unikate und die Sachen bekommt man so halt auch nicht in anderen Läden“, sagt Zeitschel. Ihre Inspiration nehmen sie und Lange quasi von überall her. „Wir sehen was im Internet und schneidern das Modell nach. Es kam auch schonmal eine Kundin in den Laden und ich fand ihre Mütze ganz toll, oder aber ich sehe auf dem Spielplatz eine tolle Jacke und frage die Person, ob ich mir da die Nähte und so mal genauer anschauen darf“, berichtet Zeitschel und lacht. 

Wunderschmiede
In der Wunderschmiede stellen Miri Zeitschel und Laura Langer neben Babyklamotten auch Accessoires wie Tücher oder Stirnbänder her. // Anna-Lena Reif

Bisher sei das neue Angebot schon gut angenommen worden, es müsse sich aber natürlich noch herumsprechen. Auch zwei Aushilfen sind neu in der Wunderschmiede. „Laura und ich arbeiten ja beide auch noch und haben unsere Kinder. Aber wir wollten natürlich, dass der Laden vernünftige Öffnungszeiten hat“, so Zeitschel. „Deswegen haben wir uns entschieden, zwei Aushilfen einzustellen, die hier auch nachmittags alles machen. Nur die Schnittberatung, die gibt es nur von Laura oder mir.“ 

Pläne für die Wunderschmiede: Honig gesucht 

Mit dem neuen Angebot soll die Weiterentwicklung der Wunderschmiede aber noch nicht enden. Für die Zukunft haben die beiden Betreiberinnen schon einige Ideen. „Wir wollten eigentlich mal Nähkurse anbieten“, erzählt Zeitschel. Und zu den Stoffen sollen auch noch Garne, Reißverschlüsse und anderes Zubehör ins Sortiment aufgenommen werden. „Da müssen wir aber noch einen Vertreter finden.“

Wunderschmiede Herzogenaurach
Neben Jersey, Waffelpiqué, und Musselin in vielen Fabren gibt es auch viele Stoffe mit bunten Mustern für Kinderklamotten. // Anna-Lena Reif

Das vielfältige Sortiment sei den beiden wichtig gewesen. „Beim Weihnachtslädchen haben ein paar mal Leute gesagt, dass sie gar nicht wussten, dass wir auch andere Sachen als Kinderkleidung haben. Wir wollten da jetzt vielfältiger werden“, so Zeitschel. Momentan sind die beiden noch auf der Suche nach einem Anbieter für Honig und Marmeladen. „Das fehlt irgendwie noch, das hätten wir sehr gerne, aber bisher haben wir niemanden gefunden“, so Zeitschel. „Ansonsten hoffen wir jetzt aber erst einmal, dass das neue Angebot gut angenommen wird.“

 

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