Besucher, die schon mal beim Open Beatz – oder so gut wie allen anderen Festivals – gecampt haben, wissen sicher genau: Die Wege sind oft weit. Wer aber keine Lust hat, Getränke, den Grill oder die Konserven vom Auto zum Campingplatz zu schleppen, dürfte von einer diesjährigen Neuerung auf dem Open Beatz Festival begeistert sein: Mitten auf dem Festival-Gelände entsteht gerade ein Pop-up Edeka.
„Es sind gut 300 Quadratmeter“, berichtet Niklas Schiffer und blickt durch die geöffneten Planen in das weiße Zelt, in dem unter viel Gewusel gerade Paletten bewegt und Regale gefüllt werden. „Im Sortiment haben wir rund 800 Artikel.“ Von der Dosenravioli, über Zahnpasta bis hin zum Kugelgrill ist so gut wie alles dabei.
Planung war sehr aufwändig
Schiffer, der Marktleiter beim Edeka in Herzogenaurach ist, plant den Pop-up-Store seit mehreren Monaten zusammen mit seinem Team. „Wir haben ja jetzt keine Erfahrungswerte, auf die wir zurückgreifen können“, erklärt er. „Nächstes Jahr werden wir dann schon vieles besser wissen.“
Auch die Auswahl des Sortiments war dementsprechend gar nicht so einfach. Der Fokus liegt ganz klar auf Getränken, vor allem gekühlten. Aber auch Grillfleisch und Grillzubehör inklusive Kugelgrill, sowie ein breites Frühstücksangebot haben es auf die Ladenfläche geschafft. Dreieinhalb Lkw-Ladungen räumen Schiffer und das Team in den Tagen vor dem Festival in die Regale. „Ich glaube, wir haben das schon ganz gut hinbekommen“, meint er. Dass sie sowohl auf den Markt in Herzogenaurach, als auch auf den an der Neumühle in Erlangen zurückgreifen können, erleichtert die Planung doch etwas. Wenn während des Festivals Produkte ausgehen, könne man aus beiden Märkten nachbestellen. Und wenn wider Erwarten viel übrig bleiben sollte, könne man das wiederum in den Märkten verkaufen.
Keine Barzahlung im Supermarkt
Natürlich müssten Festival-Besucher mit Preisen rechnen, die ein wenig höher sind, als im normalen Supermarkt. „Wir mussten ja jetzt auch erstmal das Zelt kaufen, den Boden, die Regale“, gibt Schiffer zu bedenken. „Aber wir haben jetzt nicht extrem aufgeschlagen. Uns war es schon wichtig, dass das noch für jeden erschwinglich ist“, betont er und gibt ein Beispiel: Für Nudeln müssten Kunden hier 20 Cent mehr pro Packung zahlen, als in der Filiale.
Wichtig für die Besucher: Wie auf dem ganzen Festival wird es auch im Edeka keine Barzahlung geben. „Dass man kein Bargeld hat, ist zwar einerseits einfacher für uns“, sagt Schiffer. „Andererseits kennen wir natürlich das Bezahlsystem von Open Beatz noch nicht.“
Erweiterte Öffnungszeiten
Ein Team von 40 Leuten wird über die fünf Festivaltage die Öffnungszeiten des Marktes möglich machen. Diese haben es nämlich in sich: Am Donnerstag hat der Edeka von 12 bis 23 Uhr geöffnet, am Freitag von 7 bis 18 Uhr, am Samstag und am Sonntag jeweils von 1 bis 3 Uhr und von 7 bis 18 Uhr und am Sonntag zusätzlich von 22 bis 24 Uhr und am Montag nochmal von 7 bis 12 Uhr. Die Öffnungszeiten seien von Seiten der Veranstalter so festgelegt worden, so Schiffer. „Das hat mit den Öffnungszeiten des Festivalgeländes zu tun.“
Trotz des Organisationsaufwandes war für Schiffer klar, dass das Konzept funktionieren kann. „Wir haben uns das natürlich gut durch den Kopf gehen lassen, aber wir wollten das schon probieren. Wir haben durch den Markt in Herzogenaurach halt auch die Nähe, das muss man ja auch bedenken, allein aus umwelttechnischen Aspekten“, so der 25-Jährige. „Und es ist einfach mal was anderes, es mach total Spaß, das hier auf die Beine zu stellen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen."
Das Festival geht von Donnerstag mit Montag. Alle weiteren Infos gibt es hier:
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