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Wirt mit Expansions-Plänen
Bei Erlangen: Wie das Capri zur Gastro-Institution wurde
Musë Smakolli vom Capri in Heßdorf
Musë Smakolli ist Gastronom mit Leidenschaft. Und Lust auf mehr – er baut sein Unternehmen weiter aus. // Gerd Ankermann
Heßdorf – Hauseigenes Eis und Pizza, gebacken mit der eigenen Sonnenenergie: Das sind nur zwei Bausteine für den Erfolg des „Capri“ in Heßdorf. Und der Chef hat schon neue Pläne.

Vor 30 Jahren kam Musë Smakolli gemeinsam mit seiner Frau Laura aus dem Balkan nach Deutschland. In Heßdorf begann er zunächst bei der Firma Paul Isoliertechnik zu arbeiten – stets mit dem Traum, eines Tages seine Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf zu machen. Seine Frau Laura wagte mit ihm zusammen den Schritt in die Selbstständigkeit.

Das Capri ist eine Institution in Heßdorf

Im Jahr 2009 eröffneten die beiden ihren ersten kleinen Laden in der Erlanger Straße in Heßdorf. Schnell sprach sich ihre italienische Küche herum und bald schon folgte der Umzug in größere Räume, nur zwei Häuser weiter. Heute ist das „Capri“ weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

Frische Zutaten, authentischer Geschmack: „Unser Erfolgsrezept ist die Qualität“, verrät Smakolli. Die Waren bezieht er von ausgewählten Händlern: vom italienischen Großhandel „Di Dio“ in Bamberg, von der Fischmanufaktur „Deutsche See“ und von „Il Nuraghe“ in Fürth-Sack, wo es Feinkost für Gastronomen gibt.

Hauseigene Manufaktur für Eis

Die Eistheke im Capri ist längst eine Attraktion für sich. Neben den klassischen Eissorten entstehen dort viele neue Kreationen, die in der hauseigenen Manufaktur frisch hergestellt werden. Besonders beliebt sind „Torta deLizia“ sowie das Kinder-Highlight „Pingo Pinguino“ mit cremigem Nougatgeschmack. Der ganz neue Trend Sanddorn-Buttermilch wird exklusiv von Smakolli und seinem Team hergestellt und kommt in dieser Saison besonders gut an.

In den vergangenen zehn Jahren wurde das Restaurant kontinuierlich erweitert. Nach dem Ausbau des Gastraums folgten Wintergarten und eine großzügige Terrasse. 20 Olivenbäume im Außenbereich schaffen echtes Urlaubsambiente „à la Capri“. Auch bei den Getränken zeigt sich der Zeitgeist: Der klassische „Aperol Spritz“ bekommt zunehmend Konkurrenz durch den fruchtig-exotischen „Sarti Spritz“.

In Adelsdorf soll das dritte Standbein der Gastrofamilie entstehen

Das Familienunternehmen steht längst auf mehreren Standbeinen. In Herzogenaurach lockt das Mittagsrestaurant „Adria“ viele Gäste – nicht zuletzt Mitarbeitende von Schaeffler, die dafür gerne mal ihre Betriebskantine links liegenlassen. Doch Smakolli plant schon weiter: In Adelsdorf übernimmt er nächstes Jahr das „Café am Marktplatz“ und baut es in eine moderne Eisdiele um.

Auch in Heßdorf wird investiert. Bis Ende des Jahres soll eine App das Bestellen für den Außer-Haus-Service erleichtern und zugleich Personalkosten reduzieren helfen. „So können wir unsere Preise fair halten“, betont Smakolli, der stolz auf die Unterstützung seiner Familie und seines Teams ist. Der Betrieb setzt zudem auf Nachhaltigkeit: Der große Pizzaofen, in dem selbst Familienpizzen mit 60 Zentimetern Durchmesser gebacken werden können, läuft mit dem Strom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage.

Capri-Gäste sollen von günstigerer Gastro-Steuer profitieren

Zur geplanten Senkung des Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie äußert sich Smakolli gelassen: „Wir werden die Ersparnis, wie immer, an unsere Kunden weitergeben. So wie wir auch Preisvorteile bei den Lieferanten nie für uns behalten.“ Nach drei Jahrzehnten in Deutschland und mehr als zehn Jahren mit dem „Capri“ ist klar: Smakollis haben nicht nur ein Lokal aufgebaut, sondern eine Institution geschaffen.

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