Einen der drei Kandidaten musste es treffen. Anna Müller aus Großenseebach hat es in der ZDF-Fernsehshow Die Küchenschlacht nicht ins Finale geschafft. „Leicht macht ihr es mir wirklich nicht“, sagte Sternekoch und Juror Marco Müller bei der Beurteilung des Essens. Im Halbfinale der Sendung, am Donnerstag, 24. Juli, unterlag die 26-Jährige mit ihrem sommerlichen Calamari-Salat knapp gegen die griechische Meze des Teilnehmers Julis Kuschel.
„Obwohl ich den Salat sehr gerne mag, es ist für mich eine ganz knappe Kiste“, sagte Juror Müller. Am Ende erreichte die Fränkin den dritten Platz im aktuellen TV-Wettkampf der Küchenschlacht.
Die Küchenschlacht im ZDF: Wettkochen mit Sternekoch-Jury
In der ZDF-Sendung konkurrieren sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Woche um den Sieg in der Küche. Jeden Tag müssen die Hobbyköche einen anderen Sternekoch-Juror mit einer Mahlzeit zu einem bestimmten Thema überzeugen. Gourmetköche wie Thomas Martin, Maurizio Oster oder Milena Broger entscheiden, wer es in die nächste Runde schafft oder rausfliegt.
Für die 26-Jährige hätte der Kochwettbewerb keinen besseren Ausgang haben können. Vorerst kocht Müller also nicht mehr im Fernsehen, sondern für sich, Freunde und Familie. In ihrer Küche gilt: Lieber schnell selbst gekocht als Fertiggerichte aus dem Supermarkt. Bevor Müller eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben würde, wirft sie lieber selbst angebautes Gemüse in die Pfanne – heute Abend vielleicht mit Eiern von den eigenen Hühnern aus dem Garten.
Großenseebacherin macht dritten Platz bei der Küchenschlacht
„Das glaubt mir bestimmt niemand“, sagt Müller. „Aber ich bin doch ganz froh darüber, nicht ins Finale gekommen zu sein.“ Noch kurz vor der Aufzeichnung der Halbfinalsendung, hatte sie zur Regisseurin gesagt: „Ich hoffe, ich komme nicht ins Finale.“
Trotz ihrer Talente war die Angst vor der letzten Kür im Finale doch zu groß. Denn anstelle eines selbst ausgewählten Rezepts sieht das wöchentliche Finale der Küchenschlacht eine besondere Aufgabe vor: Die zwei verbliebenen Hobbyköche müssen ein kniffliges Gericht nachkochen, das von Moderator und Sternekoch Björn Freitag vorgegeben wurde.
Müller hätte mit dieser Herausforderung Neuland in der Küche betreten. „Wir sollten für das Rezept eine Schaumcreme mit einer Lachgaspistole kochen. Dafür braucht man eine spezielle Pistole. Das habe ich noch nie gemacht. Björns Aufgabe war sehr anspruchsvoll.“
Trotz Fernsehauftritt: Küchenschlacht-Teilnehmerin Anna Müller bleibt bescheiden
Auch wenn sie es nicht ins Finale der Sendung geschafft hat, muss sich die Hobbyköchin mit ihrem kulinarischen Können bei Weitem nicht verstecken. Schließlich ist sie aus unzähligen Bewerberinnen und Bewerbern aus ganz Deutschland für die populäre ZDF-Sendung ausgewählt worden. Obendrein hat sie sich gegen viele Konkurrenzen durchgesetzt und es bis in die vierte Runde geschafft hat.
In Bezug auf ihre Kochkünste scheint bei der Großenseebacherin die besagte fränkische Bescheidenheit durchzukommen. „Das zu sagen, ist mir fast unangenehm: Aber ich bekomme immer die Rückmeldung, dass es gut schmeckt.“ Ähnlich gewöhnungsbedürftig sind für die Grundschullehrerin die neugierigen Fragen und Komplimente, die sie wegen der Sendung von manchen Eltern und vielen Schülern bekommt.
ZDF-Sendung: Lieber gemeinsam kochen als gewinnen
Wenn Müller über ihr Erlebnis bei der Küchenschlacht spricht, sei es auch nie ihr Ziel gewesen, aus der Sendung als Gewinnerin herauszugehen. „Wir fanden es alle immer schade, wenn ein Mitstreiter rausgewählt worden ist“, sagt sie über den Teamgeist unter den Mitstreitern. Für Müller zählt die Erfahrung und die gemeinsame Begeisterung fürs Kochen am meisten. „Wir waren alle mit Leidenschaft dabei und fanden es am Ende schade, dass wir nicht mehr zusammen kochen können“, sagt sie.
Was das Fernsehen angeht, ist die 26-Jährige jedenfalls auf den Geschmack gekommen. Mittlerweile hat sie sich schon als Kandidatin für eine weitere TV-Kochshow beworben.















