0
Großenseebacherin unter Top 3
ZDF Küchenschlacht: Fränkin behauptet sich vor Sterneköchen
Anna Müller aus Großenseebach hat mit ihren Kochkünsten schon drei Runden der ZDF-Kochshow Die Küchenschlacht gemeistert. Ob sie es bis ins Finale am Freitag,  25. Juli, schafft?
Anna Müller aus Großenseebach hat mit ihren Kochkünsten schon drei Runden der ZDF-Kochshow Die Küchenschlacht gemeistert. Ob sie es bis ins Finale am Freitag, 25. Juli, schafft? // Foto: ZDF/Gunnar Nicolaus
Großenseebach – Die Großenseebacherin Anna Müller hat sich bei der ZDF-Sendung „Die Küchenschlacht“ mit ihrer kulinarischen Expertise ins Halbfinale gekocht. Wie es ist, wenn Sterneköche die eigene Kochkunst bewerten.

Eine Runde weiter. Die Großenseebacherin Anna Müller hat sich bei der ZDF-Fernsehsendung Die Küchenschlacht mit ihrer kulinarischen Expertise in die nächste Runde und damit ins Halbfinale der Sendung gekocht. Nachdem der aktuelle Wettkampf in der Fernsehküche am Montag mit sechs Kandidaten und Kandidatinnen gestartet war, ging es in der Sendung am Mittwoch, 23. Juli, mit nur noch vier Teilnehmern (jeden Tag scheidet ein Hobbykoch aus) in die dritte Runde. 

In jeder Sendung der Küchenschlacht müssen die Kandidaten ein Gericht zu einem bestimmten Thema zubereiten. Am Montag, 21. Juli, bestach Anna Müller den Juror Thomas Martin, Sternekoch des Jacobs Restaurant in Hamburg, mit ihrem Leibgericht, gebratenen Lammrücken mit Mint-Petersilie-Vinaigrette, Sellerie-Apfel-Stampf und grünen Bohnen.

Am Dienstag, 22. Juli, überzeugte sie in der nächsten Folge mit ihrer Kochkunst auch Sternekoch Maurizio Oster, Inhaber des Hamburger Restaurants Zeik, mit ihrem raffinierten Gericht Avocado-Mango-Lachs-Tartar mit Zitronencreme und Croûtons.

ZDF-Küchenschlacht: Großenseebacherin bewarb sich auf gut Glück

Dass Müller jemals ihre Leidenschaft fürs Kochen und ihr Können in der Küche im Fernsehen demonstrieren kann, hätte sie sich nie träumen lassen. Die Großenseebacherin schaut selbst gerne Kochshows und folgt vielen Sterneköchen auf Instagram.

„Ich habe die Küchenschlacht im Fernsehen angeschaut, und dachte, ich probiere es einfach mal.“ Dann schickte sie ihre Bewerbung mitsamt einiger Rezepte ans ZDF. Einige Zeit später erhielt sie einen Rückruf: Müller wurde in die engere Auswahl genommen.  Nach mehreren Auswahlgesprächen wurde sie offiziell als Kandidatin ausgewählt – damit wurde Müller nach eigener Aussage aus mehr als tausend Bewerbern pro Woche für die Kochshow ausgewählt.

Kandidaten der Küchenschlacht treffen Sterneköche hautnah

Durch die Aufzeichnung der Fernsehshow kam Müller gleich mehreren Sterneköchen so nah, wie manche Hobbyköche und Gourmands es wohl nie in ihrem Leben tun werden. Mit dem derzeitigen Moderator der Sendung Björn Freitag, ebenfalls Sternekoch, kam sie im Küchenfernsehstudio gut zurecht. „Er ist einer der bekanntesten Fernsehköche“, sagt Müller. Sie kannte Freitag zum Beispiel aus der WDR-Sendung Lecker an Bord. Daneben war der Kochbuchautor und Fernsehkoch auch in Sendungen des Senders Kabel Eins und dem SWR zu sehen. „Ich bin super mit ihm klargekommen“, sagt Müller über ihre Begegnung mit dem nahbaren Promi. „Er hat einen speziellen Humor und eine direkte Art, die ich mag.“

Hobbyköchin Anna Müller (links) aus Großenseebach hat es mit ihren Kochkünsten in die ZDF-Sendung "Die Küchenschlacht" mit Starkoch und Moderator Björn Freitag (Mitte unten)  geschafft.
Hobbyköchin Anna Müller (links) aus Großenseebach hat es mit ihren Kochkünsten in die ZDF-Sendung "Die Küchenschlacht" mit Starkoch und Moderator Björn Freitag (Mitte unten) geschafft. // Foto: ZDF/Gunnar Nicolaus

Küchenschlacht Folge drei mit Jurorin Milena Broger

Die Ehrfurcht setzte bei der 26-Jährigen vor allem in der dritten Sendung ein. Das Wettkochen fand diesmal unter der Kritik der österreichischen Sterneköchin Milena Broger statt. „Ich hatte einen totalen Respekt vor ihr“, sagt Müller. Broger sei von allen Juroren die kritischste gewesen. Zwar habe sie Müllers Tofustreifen mit gebratenem Gemüse, Erbsen-Minz-Püree, gerösteten Kichererbsen und Zitronen-Öl grundsätzlich für gut befunden. Nur die Kichererbsen hätten laut Broger etwas länger im Backofen bleiben können. „Sie war knallhart“, sagt Müller über die Bewertung der Profiköchin.

Müller teilt die Kritik über ihr Gericht. Nur hatte sie in den 35 Minuten Wettbewerb nicht mehr genug Zeit dafür gefunden. Normalerweise schwingt die 26-Jährige zur Entspannung in der eigenen Küche den Kochlöffel. Kochen vor laufender Kamera scheint deutlich nervenaufreibender zu sein – vor allem, wenn die Uhr läuft. „Egal welches Gericht man kocht, man muss viele verschiedene Töpfe und alles andere und die Zeit im Blick behalten“, sagt Müller über die Fernsehküche.

Bei der Aufnahme mit dabei war auch Müllers Mutter. Als Zuschauerin im Studio fieberte Susanne Müller mit ihrer Tochter auf der Bühne mit. Von der Leistung ihrer Tochter ist sie spürbar beeindruckt: „Kochen ist Annas Leidenschaft“, sagt sie. „In der Sendung muss man nicht nur sehr gut kochen können, sondern auch starke Nerven haben.“

ZDF-Kochwettbewerb: Fake-Reality-TV oder echt?

Zwar dürfen Tochter und Mutter Müller nicht alle Details über die Produktion der ZDF-Küchenschlacht bekannt geben. Fest steht allerdings: Anders als manche TV-Sendungen, in denen der Gewinner schon von Anfang bestimmt werden, ist die Küchenschlacht ein echter Wettkampf. „Es ist alles echt“, sagt die Teilnehmerin aus Großenseebach.

„Alle Gerichte werden wirklich gekocht. Jeder wird gleich behandelt“, sagt Müller. „Das, was man im Fernsehen auf den Tellern sieht, ist echt. Nichts wird neu gedreht und die Bewertungen der Profiköche passieren wirklich so. Es ist ein fairer Contest.“

Und was passiert mit dem Essen, das in der Küchenschlacht zubereitet wird? Wie Mutter Susanne Müller berichtet, dürfen die Publikumsgäste nach der Aufzeichnung die Gerichte probieren: „Alles schmeckte hervorragend.“

Kochschlacht Kandidatin wird in Erlangen-Höchstadt erkannt

Von den Sterneköchen im ZDF-Studio in Hamburg zurück in Erlangen-Höchstadt ist Müllers eigener Bekanntheitsgrad durch die Fernsehshow mittlerweile gewachsen. Eltern und Schüler sprechen die Grundschullehrerin auf ihren TV-Auftritt an. „Neulich hat mich eine Mutter entsetzt angeschaut und gesagt: ,Ich habe sie im Fernsehen gesehen.‘“ Von ihren Schülern hört Müller: „Meine Oma hat sie im ZDF erkannt.“ „Das war sehr lustig“, sagt Müller. Bei den Einschaltquoten der Kochsendung von im Schnitt 1,45 Millionen Zuschauern pro Folge dürfte ihr das in Zukunft öfter passieren.

Küchenschlacht-Finale am Freitag, 25. Juli

Bisher hat es Anna Müller in die vierte Runde der Küchenschlacht geschafft. Am Donnerstag, 24. Juli, um 14.15 Uhr tritt die Fränkin mit zwei verbliebenen Kandidaten in der ZDF-Küchenschlacht im Halbfinale der Sendung an. Das Thema der Folge wird griechische Küche sein. Die Rezepte der Kandidaten vergangener Sendungen können Zuschauer auf der Website der Sendung nachlesen. Das Finale der Kochshow wird am Freitag, 25. Juli, gesendet. Vergangene Folgen der Küchenschlacht gibt es in der ZDF-Mediathek. 

Inhalt teilen
  • kopiert!