Was so ein richtiger Hardcore-Freischießen-Besucher ist, der ist notfalls dazu bereit, seinen Erstgeborenen zu verpfänden, falls das Geld für einen ordentlichen Rausch nicht mehr ausreicht. In diesem Jahr rückt dieses Szenario wieder etwas näher, denn der Bierpreis wird um 30 Cent pro Maß teurer. Für 11,20 Euro lohnt es sich, einen Blick auf die nachfolgenden Tipps zu werfen, die dem Geldbeutel-Kollaps etwas entgegenwirken könnten.
So können Sie Ihrem Geldbeutel die Tränen trocknen:
1. Schaffen Sie sich eine Freischießen-Survival-Ausrüstung an. Diese sollte aus einem fetten Sparschwein, einem Notfall-Bausparvertrag (als Alternative für die Erstgeborenen-Verpfändung) und der festen Überzeugung bestehen, dass man mit seinem einsatzfreudigen Trinkverhalten die heimische Braulandschaft rettet.
2. Tragen Sie auf jeden Fall und bei allen Besuchen eine Bierbrille. Denn nur so ist es möglich, dass jede Preiserhöhung als moderate und hinnehmbare Anpassung wahrgenommen wird.
3. Lassen Sie sich jeden Tag von Ihrer Leber Bericht erstatten und loben Sie diese für ihre Bereitschaft, diesen Hochleistungssport für Fortgeschrittene konsequent durchzuhalten.
4. Reden Sie mit Ihrem Arzt und überzeugen Sie ihn, dass Bier auf Rezept der beste Weg ist, um Sie von einer toxischen auf eine medizinisch hinnehmbare Dosis des Gerstengetränks zu transferieren.
5. Stellen Sie eine Kater-Kostenrechnung auf. Sie werden feststellen, dass Durst und Appetit nach einem Kater erst einmal eingedämmt sind, was Lebenshaltungskosten spart.
6. Sprechen Sie mit dem Braumeister Ihres Vertrauens über eine Bier-Flatrate.
Der Freischießen-Hardcore-Selbsttest
Ergibt das Leben mit Schützenbier für Sie mehr Sinn?
Ist Ihnen das nette Lächeln der Bedienung eine Preiserhöhung wert?
Wenn Sie zwischen der letzten Maß Bier und Ihrem Seelenheil wählen müssten, würden Sie das Bier wählen?
Würden Sie Ihre Schwiegermutter für eine Bier-Flatrate beim Freischießen eintauschen?
Haben Sie schon mal über eine Crowdfunding-Kampagne nachgedacht, um Ihren eigenen Geldbeutel zu schonen?
Sind Sie der Meinung, dass der gestiegene Preis nur ein Test ist, um die wahren Freischießen-Enthusiasten von den Gelegenheits-Zechern zu trennen?
Vertreten Sie die Überzeugung, dass das Vorglühen zu Hause nur etwas für Weicheier und Geizhälse ist?
Sind Sie noch zu retten oder ist die Lage hoffnungslos?
Hand aufs Herz: Haben Sie mehr als vier Fragen mit "Ja" beantwortet? Dann sind Sie nicht mehr zu retten und bereits zum hoffnungslosen Freischießen-Hardcore-Fan mutiert. Rückverwandlung ausgeschlossen.












