Fußball
Kreisliga Kronach: Nur in zwei Spielen klingelt es
Friesens Jonathan Fischer (rechts) versucht Marcel Lindner schon bei der Ballannahme zu stören.
Friesens Jonathan Fischer (rechts) versucht Marcel Lindner schon bei der Ballannahme zu stören.
Foto: Heinrich Weiß
Kronach – Der SV Friesen II und der FC Burgkunstadt feiern Kantersiege, in den anderen fünf Kreisliga-Partien wird am 1. Spieltag mit Toren gegeizt.

Die lange Corona-Pause war vielen Mannschaften in der Fußball-Kreisliga Kronach zum Liga-Auftakt noch anzumerken. In fünf Begegnungen fielen insgesamt lediglich sechs Treffer, die Abwehrreihen dominierten. Alles andere als Ladehemmung hatte dagegen der ambitionierte FC Burgkunstadt, der einen 9:0-Kantersieg beim SV Wolfersgrün/Neuengrün feierte. Eine vergleichsweise klare Angelegenheit war auch die Partie zwischen dem SV Friesen II und Aufsteiger VfR Johannisthal (4:2). Nachdem die Johannisthaler in der vergangenen Saison noch in der Kreisklasse 2 nach Belieben dominierten und vor allem auswärts eine absolute Macht waren (neun Siege in elf Partien), mussten sie in Friesen schnell registrieren, dass im Kreisoberhaus ein anderer Wind weht.

Kreisliga Kronach

 

SV Wolfers-/Neuengrün – FC Burgkunstadt 0:9 (0:3)

In den Anfangsminuten war es ein Abtasten beider Mannschaften. Nach einer zu kurzen Abwehr erzielte der Gast bereits in der 8. Minute aus kurzer Distanz frei stehend etwas überraschend die Führung. Danach hatten sie noch zweimal gute Gelegenheiten zu erhöhen – beide Chancen wurden aber vergeben. In der Folgezeit gestalteten die Hausherren das Geschehen bis zum gegnerischen Strafraum ausgeglichen, brachten jedoch den Gästekeeper nie in Verlegenheit. Zum Ende der ersten Hälfte spielte der SV verletzungsbedingt etwa zehn Minuten in Unterzahl, und so musste man innerhalb von zwei Minuten zwei Treffer zum 0:3-Pausenstand hinnehmen.

Als kurz nach Wiederbeginn der Gast mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter das vierte Tor markierte, war die Moral der jungen „Wölfe“-Elf gebrochen. Nach vorne lief nun überhaupt nichts mehr zusammen, hinten fing man sich noch fünf weitere, teilweise unnötige Treffer ein. gb

Tore: 0:1 Prehmus (6.), 0:2 Gahn (38.), 0:3 Freitag (39.), 0:4 Stammberger (48., Elfmeter), 0:5 Prehmus (49.), 0:6 Stammberger (55.), 0:7 Gahn (61.), 0:8 Stammberger (67.), 0:9 Freitag (87.) / Schiedsrichter: Hohberger (Selbitz)

Lesen Sie auch:

SCW Obermain – Neufang 1:1 (0:0)

Im ersten Punktspiel unter dem neuen Trainer Ralf-Werner Ohnemüller und seinem mitspielenden Co-Trainer Marco Dießenbacher hatte die neu zusammensetzte Elf des SCWO spielerisch noch Steigerungspotenzial, bot läuferisch und taktisch aber eine sehr gute Vorstellung. In einer ersten Spielhälfte mit wenigen Torszenen war die Heimelf gegen die stärker eingeschätzten Neufanger optisch zumeist überlegen. Marco Dießenbacher setzte einen Kopfball nach einer Ecke knapp über das Tor (17.). Für die DJK kam Tobias Förtschbeck gegen den neuen SCWO-Tormann Venthan Surenthiran nach einer Hereingabe einen Schritt zu spät (40.).

Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel lebhafter. Nach einem Foul an Lorenz Kotschenreuther verwandelte Brehm den unstrittigen Elfer sicher zum 0:1 (61.) Der SCWO war aber nicht geschockt. Matthias Reuß zwang Gästetorhüter Hannes Wich per Freistoß zu einer guten Parade (67.). Dann der verdiente Ausgleich: Dominik Fischer steckte schön auf Dheyaa Al Lami durch, der dem Gästeschlussmann mit einem Heber keine Chance ließ (77.). In der Schlussphase hatten die Weismainer mehr Kraft und noch einige gefährliche Angriffe. Die beste Chance vergab Fischer, der am Torhüter scheiterte und besser den völlig freien Al Lami gesehen hätte (88.). Insgesamt gesehen ging das Remis in Ordnung.asch

Tore: 0:1 Brehm (61., Elfmeter), 1:1 Al Lami (77.) / Schiedsrichter: Meusel (Grub a. F.)

 

SV Friesen II – VfR Johannisthal 4:2 (2:0)

In der ersten Viertelstunde hatten die Hausherren das Heft in der Hand und ließen den Ball laufen. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und erspielten sich die ersten guten Tormöglichkeiten: Henrik Wilke prüfte mit einem satten Distanzschuss den Friesner Torwart Leon Wolf. Ab der 30. Minute spielten dann die Hausherren wieder auf: Nico Do Adro setze sich auf der Außenbahn gekonnt durch, passte flach in die Mitte auf Felix Müller. Dieser machte eine Drehung und schoss den Ball ins lange Eck zum 1:0.

Die Heimelf blieb weiter spielbestimmend und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Alexander Kunz traf mit einem Schuss aus 20 Metern die Latte, den Nachschuss konnte Jonathan Fischer nicht vollenden. Aber kurz vor der Pause erspielten sich die Friesner weitere Möglichkeiten. Nach einem Befreiungsschlag von Daniel Schütz, den ein Gästespieler unglücklich verlängert hatte, war Darius Mann alleine vor dem Gästetorwart und schob den Ball zum 4:0 ein.

Danach ließ die Aufmerksamkeit der Heimelf: die Gäste erzielten das 4:1 durch Marcel Lindner. Danach waren die Korbmacher die aktivere Mannschaft und drückten die Heimmannschaft in die Defensive. In der 85. Minute erzielte Frederik Denegri das 4:2 mit einem sehenswerten Freistoß. rw

Tore: 1:0 Müller (39.), 2:0 Mann (45.), 3:0 Fischer (47.), 4:0 Fischer (57.), 4:1 Lindner (80.), 4:2 Denegri (85.) / Schiedsrichter: Deuber (Weismain)

Lesen Sie auch:

 

TSV Weißenbrunn –SpVgg Lettenreuth 1:1 (1:0)

Das Spiel bot den 110 Zuschauern in der ersten Halbzeit nur wenige Torchancen. Beide Abwehrreihen standen gut beziehungsweise die Abseitsfallen auf beiden Seiten schnappten sehr oft zu. Das etwas bessere Kombinationsspiel zeigten die Lettenreuther. Die Bierbrauer versuchten oft mit langen Ballen ihr Glück. Der TSV leistete sich zu viele Abspielfehler, was den Spielfluss hemmte. Nach einem guten Zuspiel erzielte Brendel mit einem Flachschuss die Führung für den TSV.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit änderte sich wenig am Spielgeschehen. Danach nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Nach einem Freistoß für die Gäste bekamen die TSV-Spieler den Ball nicht aus dem Fünfmeterraum. Mehrmals wurde der Ball auf der Linie abgewehrt, bis ihn schließlich Peter Traut über die Linie schoss. Nur kurz danach hatten die Gäste einen Lattentreffer. Zwei Minuten später hatten die Weißenbrunner Großchancen durch Philipp Spindler und Julian Brendel. Neun Minuten scheiterte TSV-Spieler Spindler an der Latte. rl

Tore: 1:0 Brendel (36.), 1:1 Traudt (67.) / Schiedsrichter: Fuchs

 

Gifting/Rothenkirchen/Pressig – SC Jura Arnstein 1:0 (1:0)

Zu Beginn verbuchte die Heimelf die ersten Chance, als Fiedler zuerst am Gästekeeper scheiterte und beim zweiten Versuch die Abwehr klären konnte (9.). Danach kamen aber dann die Gäste besser ins Spiel. Der Schiedsrichter entschied nach einem Foul am Arnsteiner Stürmer Will auf Strafstoß. Schütz übernahm die Verantwortung. Er scheiterte aber am guten Heimtorhüter Gareis, der sicher parierte (26.). Auf der Gegenseite dann die fast identische Situation, als Fiedler unfair zu Fall gebracht wurde (32.). Dressel verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0. Martin hatte einige Minuten später dann die große Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, jedoch ging sein Kopfball aus kurzer Entfernung über das Gästetor.

Nach Wiederbeginn drängten die Gäste vehement auf dem Ausgleich, die Abwehr der Gastgeber hielt aber stand. Und wenn nicht, war Keeper Gareis zur Stelle. Wie etwa in der 52. Minute, als er einen Kopfball klasse abwehrte. Glück hatte die SG, als zunächst ein ein Kopfball der Gäste an der Latte landete (69.) und später ein Tor (81.) wegen Abseitsstellung aberkannt wurde. jb

Tore: 1:0 Dressel (32., Foulelfmeter) / Schiedsrichter: Schneider (Erlach)

 

FC Marktgraitz –TSV Ludwigsstadt 1:0 (0:0)

Mit nur einem Treffer per Foulelfmeter sicherte sich der FC Marktgraitz vor 140 Zuschauern die ersten drei Punkte der neuen Saison. In einem ausgeglichenen Spiel verzeichneten die Hausherren nach zwölf Minuten die erste Möglichkeit per Freistoß, der Ball landete jedoch in der Mauer.

Die Ludwigsstadter kamen ebenfalls mit einem Standard nach Eckball durch Jungkunz zur ersten Chance, doch Torwart Lauterbach war auf dem Posten. Mit einem Fernschuss aus gut 40 Metern aufs leere Tor hätte Spielertrainer Hönninger seinen Einstandstreffer in „Graatz“ erzielen können, doch der Ball flog knapp am Gehäuse vorbei. Für die Gäste vergab Herrmann in Minute 43 die beste Chance allein vorm Tor.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das taktische und von den Defensivreihen geprägte Spiel fort. In der 53. Min. wurde Welsch im Strafraum gefoult. Spielertrainer Hönninger verwandelte den Elfmeter souverän zur Führung. Der Spielfluss im kampfbetonten Spiel litt unter den vielen Foulspielen. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich besaß Stärker, traf aber nur die Latte des FCM-Tores (79.). Kurz vor Schluss vergab Fojer für die Graatzer die Vorentscheidung. Dem TSV gelang auch in der Nachspielzeit bei einem Freistoß und Eckball kein Treffer mehr. red

Tore: 1:0 Hönninger (54., Foulelfmeter) / Schiedsrichter: Puchta (Meierhof-Sorg)

 

TSV Neukenroth – FC Lichtenfels II 0:0

Die Gastgeber wurden den in sie gesetzten Erwartungen in spielerischer,  kämpferischer und läuferischer Hinsicht in vollem Maße gerecht – nicht aber in der Chancenverwertung. Allein im ersten Durchgang vergaben sie gegen die defensiv eingestellten Gäste elf zum Großteil erstklassige Möglichkeiten, wobei Torwart Koray mehrfach mit glänzenden Reaktionen einen Rückstand verhinderte.

In der zweiten Halbzeit wirkten die Gäste in der Offensive etwas agiler und vergaben bei ihren wenigen Entlastungsangriffen drei Großchancen zur Führung. Aber auch in diesem Spielabschnitt dominierte der TSV das Geschehen, konnte aber fünf aus flüssigen Kombinationen resultierende Großchancen nicht nutzen, so dass der FC dank seiner Kampfkraft ein glückliches Remis  erreichte.lw

Tore: –  / Schiedsrichter: Umlauft (Ahorn)

 

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: