Fußball
Wallenfels setzt Zeichen in der Kreisklasse 4
Nach einem Foul als „letzter Mann“ sieht der Steinbacher Jonas Christmann (Mitte) vom Unparteiischen Thomas Mattes in der 66. Minute die Rote Karte.
Nach einem Foul als „letzter Mann“ sieht der Steinbacher Jonas Christmann (Mitte) vom Unparteiischen Thomas Mattes in der 66. Minute die Rote Karte.
Foto: Heinrich Weiß
Kronach – Das Topspiel zum Auftakt der Kreisklasse 4 entscheiden die Flößer überraschend deutlich mit 4:1 gegen den SC Steinbach am Wald für sich.

Auf Augenhöhe mischten der FC Wallenfels und der SC Steinbach am Wald in der vergangenen Corona-Saison in der Spitzengruppe der Kreisklasse 4 mit. Unvergessen aus Sicht der Flößer blieb allerdings der 9:0-Heimerfolg über Steinbach im November 2019. Und auch das Duell in der neuen Saison sollten die Wallenfelser am Samstag deutlich mit 4:1 für sich entscheiden. 


Eine absolute Frust-Saison erlebte der TSV Steinberg 2019/21 in der Kreisliga. Lediglich acht Punkte in 23 Spielen konnten eingefahren werden. Dass der TSV das Toreschießen aber beileibe nicht verlernt hat, bewies er zum Auftakt beim TSV Tettau. Mit 6:1 schoss sich der Kreisliga-Absteiger an die Tabellenspitze. 

Kreisklasse 4

FC Wallenfels – SC Steinbach/W. 4:1 (2:0)

Obwohl sich noch reichlich Sand im Getriebe des FC Wallenfels befand, feierten die Gastgeber  letztlich einen ungefährdeten Sieg gegen eine nie aufsteckende Mannschaft aus Steinbach. Nach einem guten Beginn der Hausherren kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten mit einem Lattenschuss Pech, ehe dem FC quasi aus dem Nichts ein Doppelschlag gelang (29., 32.). Das wunderbare Weitschusstor von Stumpf (56.) beantwortete  der SC mit einem ebenso sehenswerten Freistoßtor. Nach einer Notbremse im Strafraum mit anschließender Roter Karte stellte Schlee per Elfmeter den alten Abstand wieder her. Den Rest der Zeit  spielte der FC relativ souverän herunter, lediglich eine Ampelkarte trübte etwas das Bild. redTore: 1:0 Krüglein (29.), 2:0 Zeitler (32.), 3:0 Stumpf (56.), 3:1 Martin (63.), 4:1 Schlee (67., Elfmeter) / Schiedsrichter: Mattes (Ziegelerden)

 

FC Unterrodach-Oberrodach – FC Kronach 4:0 (1:0)

Adrian Hamm brachte die Hausherren nach einer Viertelstunde in Führung. Er profitierte dabei von einem Missverständnis zwischen der Kronacher Abwehr und dem Schlussmann. Bis in die Schlussphase hinein blieb die Partie ausgeglichen. Der FCK war um den Ausgleich bemüht, aber auch die Hausherren standen knapp vor ihrem zweiten Treffer. Und in der 81. und 85. Minute gelang Tobias Dubiel ein Doppelschlag für die Gastgeber, der gleichzeitig natürlich für die Vorentscheidung sorgte. „Joker“ Dubiel war erst in der 71. Minute eingewechselt worden. Mit einem Weitschuss erhöhte Maximilian Wich in der Nachspielzeit sogar noch auf 4:0 – letztlich ein verdienter Heimsieg, der allerdings etwas zu hoch ausfiel.

Tore: 1:0 Hamm (16.), 2:0 Dubiel (81.), 3:0 Dubiel (85.), 4:0 Wich (90. + 1) / Schiedsrichter: Grünbeck (Neukenroth) 

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TSV Windheim – Reitsch/Gundelsdorf 1:2 (0:2)

Der neue Trainer des TSV Windheim, Tuncer Demir, stellte zum Re-Start eine neu formierte Mannschaft auf. Vom Anstoß weg hatten die Hausherren sofort die erste Gelegenheit zu verzeichnen, doch Jonas Zwosta konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Wesentlich effektiver agierten die Gäste, die ihre ersten beiden Chancen durch Fabian Simon und Andre Welscher umgehend zur 2:0-Führung ummünzten. Danach stand die SG in der Defensive sehr sicher und versuchte über schnell vorgetragene Angriffe zum Erfolg zu kommen.Der TSV seinerseits bemühte sich, das Spiel zu kontrollieren, ohne jedoch nennenswerte Möglichkeiten zu erspielen. 

Im zweiten Durchgang ergab sich  ein ähnliches Bild. Windheim vermochte es nicht, klare Chancen zu kreieren, während Gundelsdorf seine Konter wesentlich gefälliger vortrug. Erst nach mehreren Umstellungen drängte der TSV Windheim mächtig auf das Gästetor. Als Peter Schirmer den Ball unhaltbar zum Anschlusstreffer ins Tordreieck jagte, hofften die 131 Zuschauer noch auf etwas Zählbares. Der SG Reitsch/Gundelsdorf gelang es aber,  den knappen Vorsprung zum nicht unverdienten Auswärtssieg über die Zeit zu retten.

Tore: 0:1 Simon (10.), 0:2 Welscher (18.), 1:2 Schirmer  (86.) / Schiedsrichter: Jahreis (Marktgraitz) 

 

Teuschnitz/Wickendorf – FC Wacker Haig 2:0 (1:0)

 Die ersten 15 Minuten der Partie spielten beide Mannschaften recht defensiv und tasteten sich ab. Danach hatten die Gäste zunächst Feldvorteile und verzeichneten in der 17. Minute ihren ersten Torschuss. 
Die Heimelf wurde mit der Einwechslung von Johannes Bayer zusehends torgefährlicher. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Daniel Hertel, der nach schöner Vorarbeit von Kilian Körner an die Latte traf. In der 40. Minute  war es dann so weit, als der starke Julian Förtsch erst den Innenpfosten traf, Johannes Bayer im Nachsetzen den Ball ins Netz drückte und damit den 1:0-Halbzeitstand besorgte. 

Im zweiten Durchgang hatte man von den Gästen sicherlich etwas mehr erwartet, dennoch hatten sie mit zunehmender Spielzeit ihre Torchancen. Hier zeigte sich Neuzugang Dominik Apel als klasse Torhüter, dessen Qualitäten nun häufiger gefragt waren. Die Heimelf benötigte nun eine kämpferische Einstellung,  um dagegenzuhalten und hatte so auch immer wieder Konterchancen. So war es dann Patrick Wittmann, der gekonnt seinen Gegenspieler stehen ließ und eiskalt vollstreckte.

Tore: 1:0 Bayer (40.), 2:0 Wittmann (89.) /  Schiedsrichter: Hildner (FC Frankenwald)

 

SV Steinwiesen – FC Hirschfeld 2:2 (1:1)

Die Heimelf kam zu Beginn der Partie kaum in die Partie, hielt sich jedoch in der Anfangsviertelstunde schadlos. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld köpfte Spielertrainer Fischbach die Gäste in Führung. Danach wachte der SV allmählich auf und kam durch einen Abstauber nach einem Handelfmeter  fast aus dem Nichts zum Ausgleich. 

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte wiederum Hirschfeld. Nachdem der Gästestürmer noch aus  wenigen Metern die Chance zur Führung vergeben hatte, brachte Tobias Haußer seine Mannen in Front. Ab diesem Zeitpunkt bestimmten die Gastgeber die Partie und kamen fünf  Minuten später durch Schüsser nach starker Vorarbeit von Kübrich zum Ausgleich. Im Anschluss sorgte insbesondere Hollendonner für Betrieb über die linke Seite – Wojak parierte jedoch ein ums andere Mal. Trotz  eines Platzverweises für Hirschfeld zehn  Minuten vor Spielschluss hielten die Gäste hinten dicht.

Tore: 0:1 Fischbach (18.), 1:1 Hollendonner (31.),  2:1 Haußer (54.),  2:2 Schüsser  (59.) / Schiedsrichter: Kaiser (Neuensorg)

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TSV Wilhelmsthal – Nordhalben/Wolf./Neu. 1:3 (1:0)

Zu Beginn der Partie nahm der TSV das Heft des Handelns in die Hand und versuchte die Gäste in deren Hälfte zu drücken. Daraus resultierten auch einige Torchancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Nordhalben versteckte sich keineswegs und versuchte immer wieder,  über seinen  Stoßstürmer Persicke gefährlich vor das heimische Gehäuse zu kommen.   Kurz vor der Pause erzielte Greser mit einem sehenswerten Freistoß aus 30 Metern das  mehr als verdiente 1:0. 

 In der zweiten Halbzeit  bemühte sich dann Nordhalben zum Ausgleich zu kommen, aber die heimische Abwehr hielt den teilweise zu fahrig vorgetragenen Angriffen stand. Die Partie plätscherte so vor sich hin, bis der Knackpunkt im Spiel kam. Ein harmloser Angriff der Gäste wurde nicht konsequent geklärt. Der Heimverteidiger verdaddelte den Ball im eigenen Drittel,  und der Gästestürmer Braunersreuther schob zum Ausgleich ein.  Nordhalben kam dann über einen Distanzschuss aus etwa 20 Metern zur 2:1-Führung. Adler  wurde nicht energisch genug attackiert und schoss den Ball sehenswert ins lange Eck. In den letzten Minuten schob der TSV weiter nach vorne und kassierte noch einen dritten Gegentreffer per Konter. Braunersreuther machte den 3:1-Auswärtssieg perferkt.

Tore: 1:0 Greser (42.), 1:1 Braunersreuther (74.), 1:2 Adler (84.), 1:3 Braunersreuther (90.) / Schiedsrichter: Pircher (Seßlach) 

 

TSV Tettau – TSV Steinberg 1:6 (1:4)

Tore: 0:1 Jakob (5.), 0:2 Schneider (17.), 1:2 Sari (20.), 1:3 Geiger (28.), 1:4 Schneider (32.), 1:5 See (80.), 1:6 Geiger (89.) / Schiedsrichter: Braunersreuther (Mitwitz)