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Bürgermeisterwahl
Das ist der Herausforderer in Wallenfels
Marco Fischer (links) ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Wallenfels. In seiner Funktion als Vorsitzender der Freien Wähler verabschiedete er Peter Düthorn nach 38 Jahren als Schriftführer.
Marco Fischer (links) ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Wallenfels. In seiner Funktion als Vorsitzender der Freien Wähler verabschiedete er Peter Düthorn nach 38 Jahren als Schriftführer. // Jürgen Schlee
Signet des Fränkischen Tags von Jürgen Schlee
Wallenfels – Marco Fischer tritt in Wallenfels gegen Jens Korn an. Der Stadtrat hat große Pläne für die Zukunft der Flößerstadt. Diese Ziele steckt sich der Freie Wähler.

Die Mitglieder der Freien Wähler stehen hinter ihrem Bürgermeisterkandidaten Marco Fischer. Der 50-jährige Stadtrat und gleichzeitig Vorsitzende der Wählervereinigung wurde einstimmig für die Kommunalwahl 2026 nominiert.

Offizieller Herausforderer von Jens Korn

Damit hat das amtierende Stadtoberhaupt Jens Korn (CSU) auch offiziell einen Herausforderer um den Chefsessel des Wallenfelser Rathauses. Auch die Bewerberliste fand ohne eine Gegenstimme den Zuspruch der zahlreich im Flößerhaus anwesenden Mitglieder.

Marco Fischer ist seit Geburt in Wallenfels beheimatet. Er kennt die Menschen, deren Sorgen und Nöte, weiß aber auch, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann. In seiner Bewerbungsrede machte er deutlich, dass er sich bewusst den Herausforderungen einer Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters stellt.

Marco Fischer hat fast 18 Jahre kommunalpolitische Erfahrung

Fast 18 Jahre kommunalpolitische Erfahrung, zuletzt auch als Vorsitzender des Rechnungsprüfungs- und Finanzausschusses, haben ihm die Möglichkeit gegeben, die aktuelle Situation und mögliche Entwicklung seiner Heimatgemeinde realistisch einschätzen zu können. Bestehendes wie das Kulturzentrum gelte es zu erhalten. Laufende Projekte, wie die Sanierung des Turnhallenkomplexes am Bildungszentrum und die Investitionen ins Feuerwehrwesen, müssten trotz immenser Kosten zum Wohle der Gemeinschaft und der Vereine umgesetzt werden.

Aber es seien auch andere wichtige Themen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten anzupacken. Ihm liegt dabei am Herzen, auf die Sanierung der Straßen und Gehwege sowie des Kanal- und Wassernetzes zu achten, wie er betonte. Für die Bürger müsse spürbar sein, dass in ihre Zukunft investiert wird.

Marco Fischer hat eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft

Fischer ist ein bodenständiger Mensch, der die Natur im Frankenwald liebt, aber gerne auch mit seiner Familie auf Reisen geht. Waldarbeit und die kleine Nebenerwerbslandwirtschaft sind ein Ausgleich zur beruflichen Aufgabe. Als freigestellter Mitarbeitervertreter beim Caritas-Kreisverband hat er täglich mit Menschen und ihren persönlichen Belangen zu tun. Er hat dadurch gelernt, zuzuhören und sich auch in schwierigen Situationen auszutauschen.

Als gelernter Handwerker habe er zudem auch das Gespür für Problemstellungen, die etwa bauliche Großprojekte mit sich bringen können, so der Bürgermeisterkandidat. Fischer ist verheiratet und hat eine 23-jährige Tochter. Mit seiner Familie lebt er im Wallenfelser Ortsteil Schnappenhammer.

Marco Fischer: Großer Vertrauensbeweis

Er ist in mehreren örtlichen Vereinen ehrenamtlich engagiert, heimatlichen Traditionen wie der Flößerei sehr verbunden und freut sich besonders auf seine wöchentliche Schafkopfrunde. Nach seiner Wahl zum Bürgermeisterkandidaten dankte Fischer für den großen Vertrauensbeweis und versprach, sich zu hundert Prozent für seine Heimat und deren Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Interessant gestaltete sich auch die Vorstellungsrunde der 14 Listenkandidatinnen und -kandidaten sowie der beiden Ersatzbewerber. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten wollen sie sich in die künftige Kommunalpolitik einbringen und Verantwortung übernehmen. Für alle ist es wichtig, ihre Heimatgemeinde für die Zukunft aufzustellen und noch lebenswerter zu machen. Dabei sollen alle Generationen eingebunden werden.

Lob von Kreisvorsitzendem Michael Zwingmann

Vielen liegt auch die Ortsmitte am Herzen, in der der Marktplatz mehr Attraktivität verdient hätte. Der Altersdurchschnitt der Bewerber liegt bei knapp 42 Lebensjahren, fünf davon sind weiblich. Auch das berufliche Umfeld der Bewerber ist so vielfältig wie die Bewerber selbst.
Die Stadtratskandidaten für die Kommunalwahl sind: 1. Marco Fischer (Mitarbeitervertreter, in Freistellung), 2. Dominik Stumpf (Schreiner, selbständig), 3. Marcus Schön (Beamter), 4. Jennifer Schmitt (Nichtärztliche Praxisassistentin), 5. Henry Stöcker (Prüfsachverständiger, selbständig), 6. Jörg Guthseel (Haustechniker), 7. Andreas Lutz (Mechatroniktechniker), 8. Andre Köstner (Metallbauer, selbständig), 9. Daniela Urschidil (Steuerfachangestellte), 10. Mareike Weber (Medizinische Fußpflegerin), 11. Christina Wirth (Bürokauffrau), 12. Fabian Schlee (Kunststofftechniker), 13.  Nicole Hannemann-Totzauer (Fachlehrerin), 14. Patrick Hahn (Anlagenmechaniker). Ersatzbewerber: 15. André Fischer (Haustechniker), 16. Niklas Schmid (Verfahrensmechaniker)

Der Kreisvorsitzende Michael Zwingmann freute sich über den hohen Zuspruch, den die Freien Wähler in Wallenfels haben. Mit seinem Vertreter Nicolai Hiesl und dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Stefan Wicklein, sei er nach Wallenfels gekommen, um ein Zeichen der Unterstützung zu senden.

Gerade jetzt sei es schwer, Menschen für Politik zu begeistern. Dies sei hier in Wallenfels nicht der Fall. Mit 83 Mitgliedern sei man eine der größten Vereinigungen im Kreisverband und habe ein starkes dynamisches Team für die Stadtratswahl im kommenden Jahr. Dem Kandidaten für das Bürgermeisteramt attestierte er Bodenhaftung und gesunden Menschenverstand. Gerade solche Menschen wie Marco Fischer braucht es in Verantwortung und ihnen schenkt man Vertrauen, so Zwingmann.

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