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B173 im Heimat-Monitor
Baustelle Marktrodach: Die Angst vor dem Labyrinth
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Einige Alleebäume in Marktrodach werden gefällt. Maria Löffler // 
Marktrodach – Die B 173 wird in Kürze in der Ortsdurchfahrt Marktrodach für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Ausweichrouten sollen für Entlastung sorgen. Noch herrscht allerdings Verunsicherung unter den Anliegern.

„Wie komme ich von hier nach Naila?“ Ein Lkw-Fahrer steht in der Marktrodacher OMV-Tankstelle und blickt die Servicekraft etwas ratlos an. „Na, so wie immer“, sagt sie und ergänzt: „Die Baustelle wird doch erst am Donnerstag geöffnet.“

„Die Baustelle“ meint in diesem Fall die Vollsperrung der B 173 in der Ortsdurchfahrt Marktrodach, die eigentlich schon für den 24. April angekündigt worden war. Organisatorische Maßnahmen machten allerdings einen späteren Start der Bauarbeiten nötig.

Die Servicekraft indessen spricht „von unzähligen Fahrern, die genau wissen wollen, wo die Umleitungen verlaufen.“ Wie sie damit umgeht? „Nun, ich rate dann immer: Folgen Sie einfach den Schildern.“

Andere Zeitfenster einplanen

Nadja Schmidt arbeitet im „Haus der Therapie Rodachtal“ im Gewerbegebiet „Gries“. Das Gespräch dreht sich ebenfalls um die geplante Baustelle der B 173. „Unsere Patienten fragen, ob und wie sie dann zu uns kommen können und wie lange der Umweg wohl dauert.“ Schmidt setzt eine ratlose Miene auf, zuckt mit den Schultern. „Wir versuchen natürlich, unseren Patienten zu erklären, dass sie in diesem Fall Anlieger sind und freie Zufahrt haben, aber ob wir sie wirklich überzeugen können, wissen wir auch nicht. Und es geht ja nicht nur um die Patienten, sondern auch um die Therapeuten, die aus allen Richtungen kommen. Therapeuten, die auch Patientenbesuche absolvieren, nun dafür aber ein ganz anderes Zeitfenster brauchen.“

Anlieger frei

Patienten, so fährt sie fort, hätten teilweise schon die Umleitungen abgefahren, um festzustellen, wie lange sie künftig brauchen. „Wir müssen unsere ganzen Termine neu einteilen, weil das alles zeitlich nicht mehr hinhaut.“ Terminliche Absagen habe die Praxis bisher noch nicht bekommen, „aber manche Patienten behalten sich das natürlich vor.“

Das gleiche Bild zeichnet sich in der ortsansässigen Apotheke ab. Vor allem das Personal von außerhalb wirkt etwas ratlos. Auf Nachfrage bestätigt Katja Wich vom Bauamt Marktrodach: „Sie arbeiten in Marktrodach, also sind sie in diesem Fall Anlieger. Selbstverständlich dürfen sie an ihre Arbeitsstelle.“ Sie kann die Verunsicherung nicht so ganz nachvollziehen. „Wir haben in Veranstaltungen und Sitzungen schon so oft darüber informiert, haben es den Marktrodachern schriftlich an die Hand gegeben, mehr können wir wirklich nicht tun“, sagt sie und klingt eine Spur verzweifelt. Das gleiche gelte auch für Firmen, die auf ihre Lieferungen angewiesen seien. „Wir können sie ja nicht einfach von der Versorgung entkoppeln.“

Hier stehen Schilder und Ampeln schon an ihrem Platz.
Hier stehen Schilder und Ampeln schon an ihrem Platz. // Maria Löffler

Sensibel ist das Thema auch deshalb, weil in kleinräumigen Ausweichnetzen kein Durchgangsverkehr stattfinden soll, um den endgültigen Verkehrskollaps zu vermeiden. Deshalb achte die Polizeiinspektion Kronach auch täglich darauf, dass eben dieser Durchgangsverkehr ausbleibe. Eine Servicekraft im Backhaus Müller bestätigt, dass Post- und Paketkunden, Lieferdienste sowie Bäckereibesucher wissen wollen, ob sie das Backhaus auch weiterhin ohne größere Probleme anfahren können.


Im Straßenbauamt in Bamberg vertraut man darauf, dass sich die Baustelle relativ schnell eingespielt haben wird. Das hofft jedenfalls Pressesprecherin Sabrina Hörl, die die Probleme natürlich nachvollziehen könne.

Maßnahme KC 31 verschoben

Eigentlich sollte der Startschuss für die Maßnahmen ja schon am gestrigen Montag erfolgen, doch das erwies sich als nicht durchführbar. „Das hatte organisatorische Gründe“, weiß Sabrina Hörl. Aus dem Landratsamt heißt es: „Diese kleine Verschiebung wirkt sich auf den ÖPNV und damit auf die Schülerbeförderung dahingehend aus, dass die Busse in diesem Bereich noch bis einschließlich Mittwoch nach bisherigem Fahrplan verkehren werden.“

Diese Schilder warten noch auf ihren Einsatz.
Diese Schilder warten noch auf ihren Einsatz. // Maria Löffler

Ab dem 27. April greifen dann die „Baustellenfahrpläne“. Die können bereits jetzt auf der Homepage des Landratsamtes eingesehen werden. Allerdings seien Einschränkungen unvermeidbar, schon alleine angesichts der Dimension der Baumaßnahmen.

Weiter weist das Landratsamt darauf hin, dass es im ersten Bauabschnitt, der voraussichtlich bis Ende Juni dauere, auf den Behelfsstrecken sowieso schon recht beengt zugehen werde. Aus diesem Grund habe Landrat Klaus Löffler entschieden, den Start der Baumaßnahmeauf der KC 31 (Wallenfels/Geuser) auf frühestens Anfang August zu verschieben.

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