Im Zuge der Bauarbeiten der B 173 im Bereich Marktrodach wird das Gelände neben dem Rewe-Supermarkt neu überplant. „Dort wird etwas Tolles entstehen“, verspricht Bürgermeister Norbert Gräbner.
Noch möchte er nicht verraten, was genau das ist, doch die Unterlagen liegen schon auf seinem Schreibtisch. Verkündet hatte er diese Planungen, als er über die Baumaßnahmen an der Bundesstraße 173 sprach, die sowohl in diesem, als auch noch im nächsten Jahr den Straßenverkehr behindern werden. „Doch nicht so schlimm, wie vielleicht von manchen befürchtet“, relativiert er.
Was in den nächsten Monaten, genauer vom 24. April bis zum 15. Dezember diesen Jahres genau passiert, lesen Sie im Infokasten. Dazu werden im ersten Bauabschnitt unter anderem vier Alleebäume gefällt und durch Neupflanzungen in entsprechender Größe ersetzt. Für innerörtliche Umleitungen werden derzeit Radwege ertüchtigt, Behelfsstraßen entstehen und Baustellenampeln werden aufgestellt. Umfangreiche Vorarbeiten, die laut Pressesprecherin Sabrina Hörl vom Staatlichen Bauamt in Bamberg „dem Projektleiter bestimmt fünf graue Haare gekostet haben“, schmunzelt sie.
Ein ausgeklügeltes System an kleinen Umleitungen für Anlieger und ÖPNV sowie weiträumigen Umfahrungen soll dafür sorgen, dass der Verkehr die ganzen Monate lang wenigstens einigermaßen fließen kann. Großzügige Umleitungen seien deshalb nötig, so Hörl, weil von den rund 12.000 Fahrzeugen am Tag etwa zehn Prozent auf den Schwerlastverkehr entfallen. „Dieser kann unmöglich von den kleinen Ortsstraßen aufgenommen werden. Sie sind sehr eng und können nur den direkten Anliegerverkehr aufnehmen.“
Schäden an und unter der Oberfläche
Wer jetzt noch die „alte B 173“ durch Marktrodach fährt, der fällt einem ausgedehnten Flickenteppich zum Opfer. Die zahlreichen Spurrinnen, Netzrisse und Fahrbahndurchbrüche erinnern eher an eine Buckelpiste, die nur notdürftig ausgebessert wurde. Kein Wunder, denn der vorhandene Fahrbahnaufbau der Straße ist knapp 40 Jahre alt und genügt somit nicht mehr den aktuellen Belastungen – insbesondere des Schwerverkehrs. Und das sind nur die Schäden, die man mit dem bloßen Auge erkennen kann. Noch schlimmer nämlich sieht es bei den Durchlässen unter der Straße aus. Sie sind nicht mehr intakt und erneuerungsbedürftig, wodurch bei Starkregenereignissen das ankommende Wasser nur noch bedingt abfließen kann.
Eine berechtigte Frage, die immer wieder im Zuge der Planungen gestellt wurde, ist, warum denn nicht nur halbseitig gesperrt werden kann? Schuld daran ist die Fahrbahnbreite. Um solche umfangreichen Maßnahmen verkehrssicher durchzuführen, bräuchte es eine Mindest-Straßenbreite von 8,5 Metern. Im Bereich der Baumallee beträgt die allerdings nicht einmal ganz sieben Meter. Unabhängig davon hätte eine halbseitige Durchführung wegen dem kleinteiligen Vorgehen die Bauzeit noch einmal deutlich verlängert, versichert das Bauamt.
Auch dürfen die Alleebäume bei der Maßnahme nicht beschädigt werden, was das mögliche Baufeld zusätzlich einenge. Außerdem seien auch andere Eingriffe nur unter Vollsperrung möglich. Erneuert und saniert werden unterirdische Bauwerke: Rehenbach, Mühlbach mit Neuverlegung der Wasserleitungen, der Herstellung von Hausanschlüssen und der Verlegung der Zählerstation des Zweckverbandes „Rodacher Gruppe“.
Kleinräumige Umleitungen für Anwohner
Doch trotz allem machte sich im Vorfeld vereinzelt Unmut breit. Unternehmen befürchteten Umsatzeinbußen aufgrund der Maßnahmen. Am 22. April sollen dann alle noch einmal detailliert informiert werden. Doch warum so spät? Sabrina Hörl relativiert: „Wir hatten schon über einen längeren Zeitraum immer wieder Infoveranstaltungen und Treffen.“ Doch hier schon mal die guten Nachrichten: „Für die Anwohner und sonstige Anlieger wie Rettungsdienste, ortsansässige Gewerbetreibende, Müllentsorgung, Schulbusverkehr und Auslieferfahrzeuge wird es kleinräumige Umleitungen vor Ort in Form von Baubehelfen geben, um die Grundstücke in Marktrodach zu erreichen.“
Übrigens: Um unsere Leser auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten, werden wir in gewissen Abständen über den Fortschritt der Baumaßnahmen informieren.
Und das ist geplant
Wasserleitungen Alte Leitungen werden ausgetauscht.
Erneuerung der Asphaltschicht Im Ortsdurchfahrtsbereich wird ein Fahrbahnbelag mit lärmmindernden Eigenschaften eingebaut.
Umbau der Kreuzung mit B 303 Sie wird verkehrssicher.
Lichtsignalanlage Sie wird mit neuer und sicherer Technik ausgestattet.
Verlegung des Zählerbauwerks Das Zählerbauwerk des Zweckverbandes „Rodacher Gruppe“ im Kreuzungsbereich B1 73 mit B 303 soll verlegt werden.
Erneuerung des Rehenbachbauwerkes unter der B 303 und der Durchlässe im Straßenbereich
Link Weitere Informationen finden Sie hier: stbaba.bayern.de/service/medien/meldungen/2023/service-medien-meldungen-2023-info_b173_marktrodach-index-html/index.html















