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Sie waren auf dem Weg zum TÜV
Motorradunfall: Vater und Sohn (10) verunglücken
Auf dem Weg zum TÜV sind Vater und Sohn mit dem Motorrad verunglückt.
Auf dem Weg zum TÜV sind Vater und Sohn mit dem Motorrad verunglückt. // Manuell Kenner/FFW Zeitlofs
Zeitlofs – Zwischen Zeitlofs und Trübenbrunn geschah das Unglück - die Bremse hat blockiert. Beide wurden mit Rettungshubschraubern in eine Klinik geflogen.
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Mit schweren Verletzungen endete der Motorradausflug eines Vaters (59) und seines Sohnes (10) bei Zeitlofs. Die beiden waren ausgerechnet auf dem Weg zum TÜV, als die Bremsen der Maschine plötzlich blockierten.

Der Mann war am Mittwoch, 20. Mai 2026, um kurz vor 14 Uhr mit seinem kleinen Sohn unterwegs, der als Sozius mitfuhr. Das Ziel: Das Motorrad, das seit zehn Jahren keinen TÜV mehr hatte, musste in die Werkstatt.

Plötzlich blockierten die Bremsen

Auf der Strecke zwischen Zeitlofs und Trübenbrunn, nur kurz vor dem TÜV, geschah das Unglück: Plötzlich blockierte die Bremse völlig. Das Motorrad kam abrupt zum Stillstand, die beiden Menschen flogen vom Sitz. Laut Auskunft der Bad Brückenauer Polizei wurden beide schwer verletzt.

Die Rettungskette wurde in Gang gesetzt, mit zwei Rettungshubschraubern wurden Vater und Sohn in ein Krankenhaus geflogen, so heißt es im Polizeibericht der Polizeiinspektion Bad Brückenau.

Vater und Sohn waren ansprechbar

„Der Mann war – wie auch das Kind – ansprechbar. Er erzählte, dass er gerade auf dem Weg zum TÜV gewesen ist“, so ein Sprecher der Bad Brückenauer Polizei. Solche Aussagen müssen bei Polizisten Skepsis auslösen, in diesem Fall aber erwies sich die Aussage als wahr. „Noch an der Unfallstelle kam der Werkstattleiter und bestätigte, dass die beiden gerade auf dem Weg zum TÜV-Termin gewesen sind.“

Somit ist der Vater zumindest versicherungsrechtlich aus dem Schneider, denn die Fahrt zum TÜV sei gestattet, sagt der Polizist. „Das ist einfach sehr unglücklich gelaufen. Wichtig ist nun aber, dass Vater und Sohn in guten Händen sind.“

Gegen den Vater wird ermittelt

Dennoch musste die Polizei gegen den 59-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung einleiten. Ob und inwieweit mögliche technische Mängel ursächlich für den Unfall waren, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Feuerwehren Zeitlofs und Rupboden unterstützten Polizei und Rettungskräfte.

 

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