Nach den bundesweiten Protesten der Landwirtinnen und Landwirte gegen die Sparpläne der Ampel-Regierung am 8. Januar sind ab Mittwoch, 10. Januar, weitere Demonstrationen vorgesehen. Einfluss dürfte das auch wieder auf den Landkreis Bad Kissingen haben, wobei die Auswirkungen sich hier zum Wochenbeginn noch in Grenzen gehalten hatten.
Was kommt in den nächsten Tagen auf die Bürgerinnen und Bürger zu? Die Redaktion hat bei Kreisverwaltung sowie Polizei und Schulamt in Bad Kissingen nachgefragt.
Finden im Landkreis weitere Kundgebungen statt?
Das Landratsamt vermeldet für den 10. Januar, dass an der A 7 die Autobahn-Anschlussstellen Bad Brückenau/Volkers von 6 bis 15 Uhr, Hammelburg von 15 bis 19 Uhr und Oberthulba von 5.30 bis 15.30 Uhr mit Traktoren verengt werden sollen.
An der A 71 ist von 6 bis 15 Uhr die Auffahrt Oerlenbach betroffen. Aus Sicherheitsgründen wird entlang der betroffenen Anschlussstellen die Geschwindigkeit für Fahrzeuge gedrosselt, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.
Entschleunigungsfahrten geplant
Außerdem, so die Kreisverwaltung weiter, sind von 9.30 bis 17 Uhr erneut Entschleunigungsfahrten zwischen Oberthulba und Bad Kissingen geplant. Abgesagt wurden die geplanten Aktionen an der A 7 bei Wildflecken sowie an der A 71 bei Maßbach und Münnerstadt, vermeldet das Landratsamt.
Am Mittwochnachmittag soll es eine große Kundgebung in Würzburg geben. Details sind noch nicht bekannt. Am Donnerstag findet unter anderem die Aktion „Schlepper am Kran“ bei Repperndorf im Landkreis Kitzingen statt. Am Freitag, 12. Januar, folgt auf dem Volksfestplatz in Nürnberg eine bayernweite Großdemonstration, dabei wird mit bis zu 1000 Landwirtinnen und Landwirten aus der Region gerechnet.
Polizei stellt sich auf vergleichbaren Verlauf wie Montag ein
Die Polizei im Landkreis stellt sich laut Christian Pörtner, Dienststellenleiter in Bad Kissingen, auf einen vergleichbaren Verlauf wie am vergangenen Montag ein.
Dabei hatten die Demonstranten sich an die Absprachen gehalten, Pörtner hatte von einem „partnerschaftlichen Miteinander“ gesprochen.
Das erhofft er sich auch, wenn ab dem 10. Januar die Kundgebungen im Landkreis Bad Kissingen weitergehen. „Neben den Aktionen an den Autobahnauffahrten rechnen wir natürlich immer wieder mit Traktorfahrten im ganzen Landkreis“, so Pörtner. Dabei gelte es, fair miteinander umzugehen: „Wir lassen die Kirche im Dorf, wenn die Landwirte die Kirche im Dorf lassen“, so der Polizeichef.
Wirken die Proteste sich auf die Schulen aus?
Das Staatliche Schulamt Bad Kissingen hatte die Schulen im Landkreis für den ersten Protesttag am 8. Januar vorgewarnt, dass es zu Unregelmäßigkeiten kommen könnte – sie hielten sich letztlich in Grenzen.
Entsprechend ändert sich an den Unterrichtsplänen auch im weiteren Verlauf der Woche nichts, wie Schulamtsdirektorin Birgit Herré auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt: „Die Schulen sind entsprechend informiert und stellen sich auf eventuelle kurze Verspätungen ein. Es sind weiterhin keine Unterrichtsausfälle geplant.“
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