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Hausarztpraxis Bad Brückenau
Diese Ärztin steigt in der Praxis am Georgipark ein
Rainer Nelkenstock (links) übergibt seinen Platz in der Hausarztpraxis am Georgipark  an Laura Sing. Sie führt die Praxis künftig mit Joachim Hagitte und Gerlinde Abert (nicht im Bild).
Rainer Nelkenstock (links) übergibt seinen Platz in der Hausarztpraxis am Georgipark an Laura Sing. Sie führt die Praxis künftig mit Joachim Hagitte und Gerlinde Abert (nicht im Bild). // Simon Snaschel
Bad Brückenau – Die vielfältigen und flexiblen Möglichkeiten in einer Gemeinschaftspraxis überzeugten die Medizinerin Laura Sing von einem Engagement in Bad Brückenau. Warum dabei auch der Zufall mithalf.

Zum 1. Juli 2026 zieht sich Rainer Nelkenstock aus der Hausarztpraxis am Georgipark in Bad Brückenau zurück. Seine Nachfolge hat der 64-Jährige bereits geregelt: Seit dem 1. April 2025 ist Laura Sing, 41-jährige Fachärztin für Innere Medizin, Teil des Teams. Sie wird die Gemeinschaftspraxis künftig mit Gerlinde Abert und Joachim Hagitte führen.

Sing stammt aus München, lebt mit ihrer Familie aber schon seit einiger Zeit bei Bad Brückenau. Bis April hatte sie überwiegend in Kliniken medizinische Erfahrung gesammelt. Dass eine Hausarztpraxis interessant werden könnte, sei ihr lange nicht wirklich präsent gewesen. Doch der Zufall sollte mithelfen.

Flexibilität und Gemeinschaft sind für Laura Sing ausschlaggebend

Auf einer Halloween-Party kam sie mit einer Mitarbeiterin der Praxis am Georgipark ins Gespräch und so später zum Kennenlernen nach Bad Brückenau, wo Nelkenstock bereits auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger war. „Ich hatte sofort das Gefühl, dass es passt“, so Laura Sing. „Für mich war immer klar, dass ich erst aufhöre, wenn die Nachfolge geregelt ist“, ergänzt Nelkenstock. „Ich denke, so ist es jetzt für alle ein gutes Ergebnis.“

Laura Sing arbeitet als Fachärztin für Innere Medizin in der Praxis am Georgipark in Bad Brückenau.
Laura Sing arbeitet als Fachärztin für Innere Medizin in der Praxis am Georgipark in Bad Brückenau. // Simon Snaschel

Dabei ist es nicht immer einfach, Medizinerinnen und Mediziner zu einem Engagement im ländlichen Raum zu bewegen. Für Laura Sing waren die Flexibilität und Gemeinschaft, die ihr das Arbeiten im Team bieten, entscheidend: „Eine Gemeinschaftspraxis hat den Vorteil, dass man sich absprechen kann. Ich kann internistisch tief arbeiten, es ist aber auch Hilfe da, wenn ich in anderen Bereichen Unterstützung brauche. Jeder lernt vom anderen. Dazu kommt, dass ich zwei kleine Kinder habe und das Arbeiten ins Lebenskonzept passen muss. Hier können wir uns die Dienste einteilen und es herrscht großes Verständnis. Das ist nicht überall so.“

Rainer Nelkenstock: Das Gesamtpaket muss stimmen

Für Rainer Nelkenstock und seinen Kollegen Joachim Hagitte ist es elementar, passende Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bieten. „An einer Praxisorganisation hängt viel dran. Das können wir uns aufteilen“, sagt Hagitte. Als Einzelkämpfer sei alles deutlich schwieriger. „Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, ist das für uns gut, für die Leute gut und auch für das System gut“, so der 59-Jährige, der mit Gerlinde Abert neben Sing in der Praxis bleiben wird.

Man müsse für ein gutes Gesamtpaket sorgen, ergänzt Nelkenstock. Während er bald mehr Zeit für Frau, Enkelkind und Hund haben wird, orientiert man sich in der Praxis schon wieder in Richtung Zukunft: Ab 2026 wird eine Weiterbildungsstelle für Allgemeinmedizin angeboten.

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