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Theater beim FC Fuchsstadt
Zicken-Zoff um Bad und Männer
Zicken-Zoff um die Männer liefern sich Vanessa und Carola. Das schwesterliche Dreigestirn im Hause Ehrsam jagt sich gerne die maskulinen Besucher ab.
Zicken-Zoff um die Männer liefern sich Vanessa und Carola. Das schwesterliche Dreigestirn im Hause Ehrsam jagt sich gerne die maskulinen Besucher ab. // Winfried Ehling
Herr Professor hat wieder einmal ein Gläschen Wein mehr getrunken was Gattin Hilde überhaupt nicht gefällt.
Herr Professor hat wieder einmal ein Gläschen Wein mehr getrunken was Gattin Hilde überhaupt nicht gefällt. // Winfried Ehling
Theater Fuchsstadt
Dem relativ kleinen, aber treffsicheren Team gelang ein voller Erfolg mit dem Schwank „Weiberhaushalt“ (von links) Michael Stöth, Steffi Gößmann-Schmitt, Semina Weidner, Hannah Stockmann, Alexander Lebsak, Elisa Eich, Uwe Eichel, Matthias Stockmann sowie Regisseur Edgar Stockmann und Souffleuse Edith Stockmann. // Winfried Ehling
Fuchsstadt – Drei emanzipierte Töchter, eine traditionsverhaftete Mutter, einen Vater mit Geheimnis und gleich mehrere heiratswillige Männer – der Weiberhaushalt sorgte für drei vergnügliche Abende

Mit ihrem diesjährigen Schwank, „Der Weiberhaushalt“ traf die Theaterabteilung des FC Fuchsstadt einmal mehr ins Schwarze und hatte die Lacher in der voll besetzten Mehrzweckhalle auf ihrer Seite. Die Humoreske in vier Akten war nach dem Geschmack des gut gelaunten Publikums und knüpfte damit an die jahrzehntelange Fuschter Tradition des Theaterspiels zum Beginn des neuen Jahres an.

FC-Vorsitzender Thomas Knüttel hieß die Zuschauerinnen und Zuschauer willkommen und betonte, dass es Laienschauspieler sind, die auf der neu gestalteten Bühne auftreten, was belege, dass „Sport und Kunst die beiden Seiten einer Medaille sind“. Sein Dank galt den Akteuren, unter ihnen Spielleiter und Regisseur Edgar Stockmann, sowie den Helferinnen und Helfern, die auch aus den U17- und U19-Fußballmannschaften kamen.

Drei weibliche „Quälgeister“

Es ist ein Hundeleben, wenn man ein Haus voller femininer „Quälgeister“ hat. Das findet jedenfalls Professor Ehrsam (Michael Stöth). Er hat drei erwachsene, emanzipierte Töchter, die nach keiner elterlichen Pfeife tanzen, sondern dem Dasein ihren eigenen Stempel aufdrücken – speziell, zumal wenn es um Männer und Heirat geht. Hinzu kommt die traditionsverhaftete Mutter und Gattin des Professors, die immer wieder erfolglos versucht, Haushalt und Familie nach ihren Vorstellungen zu formen. Hilde Ehrsam (Steffi Gößmann-Schmitt) taumelt auf der Bühne vom Schock zur Empörung zum Zorn und zurück.

Der Vater, der seinen Lehrstuhl für Forschungen im eigenen Labor aufgab, widmet sich meist der „Käferologie“, wenn er gerade nicht einem Bacchus-Tropfen frönt. Da kommt es schon mal vor, dass er an einem verkaterten Morgen seiner Tochter Vanessa (Hannah Stockmann) zur Hochzeit gratuliert statt Carola (Semina Weidner), deren Verehelichung – vielleicht – morgen bevorsteht.

Guido freut sich über Männerbesuche

Der Freund von Tochter Julia (Elisa Eich) will sich auch noch am Abend vorstellen – und das einzige Badezimmer im Haus ist dauernd besetzt, was zum Zicken-Zoff führt. Der etwas „anders gestrickte“ Guido (Matthias Stockmann) hingegen freut sich über Herrenbesuche - „endlich wieder einmal Männer im Haus“. Damit bestätigt er die Meinung des Professors, der poltert: „In dem Haus herrschen nur Weiber“.

Jeder will den Roman haben

Roman Graf (Uwe Eichel), ein Käferfuttermittel-Vertreter, stattet dem Haus Ehrsam einen Besuch ab. Doch kommt es zwischen ihm und dem Professor, der dem Besucher unbedingt sein Labor zeigen möchte, zu einem Missverständnis, in das Gattin Hilde hineinplatzt, die hinter den drängenden Bemühungen ihres Ehemanns etwas anderes vermutet und erbost dazwischen geht.

Guido hingegen hätte sich des Besuchers gerne angenommen. Das erledigt allerdings Carola, die mit Roman einen Flirt anfängt. Es ist jedoch ihre Schwester Julia, die sich den Futtermittelvertreter krallt und mit ihm abhaut. Carola will daraufhin ihren Luigi (Alexander Lebsak) nicht mehr heiraten, sie fühlt sich zurückgesetzt.

Kai-Uwe Bückling (Enrico Jopp) ist Verleger, der gemeinsam mit dem Professor ein Geheimnis hütet. Sofort von Carola umflirtet will er Ehrsam sprechen. Stattdessen betritt Vanessa den Raum, die von Bückling umgehend zum Essen eingeladen wird.

Ein Geheimnis wird gelüftet

Das Geheimnis: Professor Ehrsam hat ein Buch über sein Forschungsprojekt, die Käfer, geschrieben, das nach Ansicht des Verlegers ein Bestseller werden könnte. Doch Ehrsam ist so betrunken, dass ihn seine Gattin ins Bett bringen muss – die Gelegenheit für Carola mit Bückling im Bett im Obergeschoss zu verschwinden.

So geschieht es auch mit Julia und Roman Graf, der seinen Koffer vermisst, als er zurückkommt. Aus dem fördert Hilde Ehrsam jede Menge Dessous zutage. Roman eröffnet ihr, dass er Julia ehelichen möchte, Hilde fällt in Ohnmacht: Der inzwischen erschienene, nur mit einem Slip bekleidete Bückling, fällt bei einem Handgemenge mit der Mutter aufs Sofa, was von den anderen wieder missverständlich gedeutet wird.

Da staunt die Familie nicht schlecht

Ende gut, alles gut. Als Bückling den Familienmitgliedern eröffnet, dass er das Buch des Professors verlegen will, weil er sich davon einen Kassenschlager erwartet, ist die Familie baff und alles ist in Butter. Der Vater und Gatte als Spitzenautor, wer hätte das gedacht? Und die Töchter sind schließlich alle unter der Haube.

Den Protagonisten darf man zu ihrer Leistung gratulieren. Ihnen gelang ein humoriger Publikumserfolg, der für jede Menge Lacher sorgte. Insbesondere Michael Stöth als Professor und seiner „Gattin“ Steffi Gößmann-Schmitt gebührt ein besonderes Lob für die nicht immer einfache Rolle, die sie spielten. Die Anerkennung gilt auch der gesamten Crew, einschließlich der Regie, die es verstand, das Publikum in drei Vorstellungen ergötzend zu erheitern.

 

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