0
Freilandmuseum Fladungen
Auf dem Weg in eine gute Zukunft
Freilandmuseum Fladungen
Im Rahmen der Zweckverbandsversammlung Fränkisches Freilandmuseum Fladungen wurde Landrat Thomas Habermann als Verbandsrat verabschiedet. Unser Bild zeigt von links: Linda Wolters, Niklas Hertwig (Museumsleiter), Landrat Thomas Habermann und Bezirkstagspräsident Stefan Funk. // Thomas Habermann
Freilandmuseum Fladungen
Das Fränkische Freilandmuseum bleibt weiterhin ein Besuchermagnet. Wie hier an der Ressmühle, eines der ersten Gebäude im Museum. // Hanns Friedrich
Freilandmuseum Fladungen
Mehr Fahrgäste verzeichnet das Rhönzügle, das auch seine Fahrzeiten angepasst hat. // Hanns Friedrich
Fladungen – Landrat Thomas Habermann hat tiefe Spuren hinterlassen. So geht es im Freilandmuseum Fladungen weiter.
Artikel anhören

Als „ein Kind des fränkischen Freilandmuseums Fladungen“ hat Bezirkstagspräsident Stefan Funk Landrat Thomas Habermann bei dessen Verabschiedung bezeichnet. Als Verbandsrat habe er viele Dinge angeschoben und in den vergangenen Jahren tiefe Spuren hinterlassen, die zeigen, dass die Einrichtung ein wichtiger Teil des Landkreises Rhön-Grabfeld ist.

Der Präsident lobte die Kollegialität und erinnerte daran, dass im Turnus von zwei Jahren der Vorsitz in der Zweckverbandsversammlung zwischen Bezirkstagspräsident und Landrat wechselte. „Das war so eingespielt, dass wir oft selbst nicht wussten, wer denn zur Zeit der Vorsitzende ist“, schmunzelte Stefan Funk.

Eintrittskarte auf Lebenszeit

Als Beispiele nannte er die Umsetzung der Schäferei Hausen, den Bau der Lokhalle, das Museumsdepot oder auch die energetische Sanierung. Mit angestoßen habe er auch das aktuelle Projekt, die Sanierung des Parkplatzes am Museumseingang. Bei allem sei ihm mit der Verbandsversammlung wichtig gewesen, das Geld sinnvoll auszugeben.

Drei Präsidenten, Albrecht Graf von Ingelheim, Erwin Dotzel und Stefan Funk, habe er in seiner Zeit erlebt. „Ich sage jedenfalls vielen Dank für das, was Du für Fladungen gemacht hast.“ Als Dankeschön gab es eine Eintrittskarte auf Lebenszeit, einen Bildband über das Freilandmuseum, einen Gutschein für eine Brauhausführung mit Bierverkostung sowie eine Flasche Fladunger Obstbrand.

Es sei eine gute und erfolgreiche Zeit gewesen. Landrat Habermann sagte dazu, dass es ihm immer wichtig war, das Museum in Bayern bekannt zu machen und auf die Kultur und die Menschen in der Region hinzuweisen. Es seien Menschen, die europäisch denken. Dank sagte er für die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle. „Es war eine schöne Zeit.“ In der Verbandsversammlung begrüßte Bezirkstagspräsident Stefan Funk den neuen Fladunger Bürgermeister Gert Manning und verabschiedete Ulrich Waldsachs als Verbandsrat mit einem „Präsidenten-Bocksbeutel“.

Mit Qualitätssiegel zertifiziert

Museumsleiter Niklas Hertwig und Linda Wolters gaben dann Einblicke in das laufende Museumsjahr. Die Besucherzahlen des Museums pendelten sich 2025 bei insgesamt 51.985 (Vorjahr: 44.406) ein. Angestiegen sind auch die Fahrgäste im Rhönzügle von 11.132 im Jahr 2024 auf 14.276 im Jahr 2025. Zufrieden könne man mit den Besucherzahlen seit dem Start im April dieses Jahres sein. Sie pendeln sich bei 6673 (Vorjahr 6776) ein.

Das Museum wurde mit dem Qualitätssiegel Rhön zertifiziert. Das sei wichtig, wenn es um regionale Produkte geht, sagte Linda Wolters und verwies auf den eigenen Anbau von Obstsorten im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Erfreulich sei die Kooperation mit dem Rhönmuseum. Gäste mit einem regulären Ticket zahlen einen ermäßigten Eintritt von sieben Euro.

Ausreichend Umsteigezeit in Mellrichstadt

Beim Rhönzügle wurden die Fahrzeiten am Bahnhof Mellrichstadt dem dortigen Fahrplan angepasst, sodass genügend Zeit zum Umsteigen bleibt. Museumsleiter Niklas Hertwig sprach dann aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen an, so die neue Museumsrallye „Theresia“ und die Ausstellung „Wohntrends in Miniatur“. Gut angenommen wurde das Osterangebot oder auch der Museumsbrautag sowie der Handwerkertag. Vorgenommen wurden wichtige Arbeiten zum Gebäudeunterhalt.

Es gibt Sonderausstellungen „Von Strohl zu Gold – Kunst mit Halmen“ von Melanie Richet und „Kunst geht fremd“. Bezirkstagspräsident Stefan Funk dankte dem gesamten Team für die gute Arbeit, die zeige, dass das Museum auf einem guten Weg ist.

Ursula Stumpf, Stellvertretende Leiterin des Rechnungsprüfungsausschusses, gab dann Informationen über die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnungen 2023 und 2024, der die Entlastung folgte. Kämmerer Armin Zankl legte dann die Jahresrechnung 2025 vor und sprach von einem schuldenfreien Zweckverband. Erfreulich: Die Rücklagen wurden fast verdoppelt und pendeln sich aktuell bei 1,57 Millionen Euro ein. Erfolgreich bewertete er die Arbeit des neuen Museumsleitungsteams und sagte, dass die Hoffnung bestehe, die Verbandsumlage in den nächsten Jahren wieder abzusenken. Herausfordernd nannte er die Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Museumsbahn.

Inhalt teilen
  • kopiert!