Susan Böttcher und ihr Mann Martin Ohl aus Bad Nauheim sind oft mit ihrem kleinen Wohnmobil unterwegs. Die beiden sind die ersten Camper auf dem frisch fertiggestellten Wohnmobilstellplatz am Gleispark Rupboden und durch die Internetseite park4night darauf aufmerksam geworden.
„Die Fotos im Internet waren sehr ansprechend, deshalb haben wir uns dafür entschieden“, sagt Martin Ohl. Auch wenn der Gleispark an einigen Ecken noch nicht ganz fertiggestellt ist, sind die beiden begeistert. „Es ist sehr außergewöhnlich und wirklich beeindruckend“, sagt Susan Böttcher.
Eigene Terrasse für jedes Wohnmobil
Der umgebaute Schienenbus neben dem alten, mit nostalgischem Charme behafteten Bahnhofsgebäude informiert über die Geschichte der ehemaligen Bahnstrecke, es gibt eine Tischtennisplatte und viele Sitzmöglichkeiten. E-Bike-Ladestationen sind im Entstehen, Bäume und andere Pflanzen wurden eingesetzt, der Imbiss ist seit dem 1. Mai geöffnet.
Für Wohnmobilisten gibt es vier Stellplätze mit Stromanschluss, eigener Terrasse mit Sitzplätzen. Die Toilette am Gleispark – ursprünglich als barrierearmer Container gedacht – wird aktuell im alten Bahnhofsgebäude wieder hergerichtet. Bis Ende Mai, so hofft Zeitlofs Bürgermeister Matthias Hauke, sollen sie nutzbar sein. Bis dahin steht zumindest eine Dixi-Toilette für alle Besucher zur Verfügung.
Wackelnde Förderung verzögerte Projektbau
Eine Info-Stele – ein gefördertes Projekt aus dem Regionalbudget – informiert über Veranstaltungen aus der Region. Die Holzkugelbahn, ebenfalls ein gefördertes Projekt, ist aktuell im Bau. Hier finden insbesondere Familien eine nette Beschäftigung, genau wie im Fitnesspark, der bereits im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Für das kommende Jahr sind weitere Pflanzenkübel geplant, um die Fläche noch bunter machen.
Zukünftig soll neben dem Imbiss noch ein Eis-Automat von der Eis-Anna aus Schondra das gastronomische Angebot ergänzen. „Das Projekt hat uns die vergangenen sechs Jahre begleitet“, sagt Hauke. Wegen einer wackelnden Förderung sei es nicht reibeungslos verlaufen. Nicht nur Zuspruch habe es für den Ausbau des Bahnhofes zu einer attraktiven Freizeitfläche gegeben.
Ministerin Kaniber für Eröffnungsfeier abgesagt
Insgesamt 1,2 Millionen Euro kostet die Herstellung des Gleisparks, davon gibt es rund 500.000 Euro Förderung vom Amt für Ländliche Entwicklung sowie weitere Förderungen und private Spenden.
Einen Termin für die offizielle Eröffnungsfeier gibt es noch nicht. Leider habe das Ministerium signalisiert, dass es in diesem Jahr nicht möglich ist, eine Feier mit Landwirtschaftsministerin Kaniber zu besetzen. „Das ist enttäuschend, denn wir haben flexibel das ganze Jahr für eine Eröffnungsfeier angeboten“. Vermutlich muss eine Feier dann ohne hohen Besuch auskommen.
















