Vermutlich ist es eher ein Zufall als genaues Timing, dass exakt zur Verabschiedung der Zeitlofser Gemeinderäte der Gleispark Rupboden eröffnet werden kann. Dennoch wirkt der Zeitpunk stimmig, weil dieses Gremium den Gleispark die letzten sechs Jahre thematisch ausführlich begleitete.
Bei der letzten Sitzung der Wahlperiode 2020 bis 2026 am Dienstagabend konnten sich die ausscheidenden acht Rätinnen und Räte noch in ihrem Ehrenamt ein Bild vom (fast) fertigen Gleispark machen, der in wenigen Tagen (30. April) durch die Maibaumaufstellung der Rupbodener eröffnet wird.
Gleispark seit mehr als sechs Jahren in Planung
Schon bereits vor der Amtszeit von Bürgermeister Matthias Hauke hatte dessen Vorgänger Wilhelm Friedrich das Projekt angestoßen. Durch die wackelige Förderung aufgrund der unsicheren Waltlage von 2020 bis 2024 stockte das Projekt. Dass es bis zur Umsetzung mit Baubeginn August 2025 dann so lange dauern würde, konnte niemand voraussehen.
In den vergangenen sechs Jahren war aber nicht nur der Gleispark ein Themenschwerpunkt des Zeitlofser Gremiums. Matthias Hauke betont: „Es war alles andere als eine gewöhnliche Wahlperiode, es fand ein Genarationenwechsel im Gremium statt und wir mussten uns Themen annehmen, die in der Vergangenenheit gerne vertagt wurden“. Der Einstieg für viele "Neulinge" im Gemeinderat sei deshalb nicht leicht gewesen.
Schmerzhalte Entscheidungen standen an
Trotzdem lobt der Bürgermeister die Zusammenarbeit. „Diskussionen wurden intensiv, emotional und teilweise auch kontrovers geführt. Dennoch haben wir es am Ende immer wieder geschafft, zusammenzufinden, Kompromisse zu erarbeiten und eine gemeinsame Richtung einzuschlagen.“
Zu den besonders schmerzhaften Entscheidungen des Gremiums zählt die Erneuerung der Wasserversorgung. Die Refinanzierung von knapp zehn Millionen Euro müssen die Zeitlofser über Verbesserungsbeiträge leisten. „Das war sicherlich mit eine der schwierigsten und bedeutsamsten Entscheidung in der Geschichte des Marktes Zeitlofs“, so Hauke.
Neubau des Kindergartens steht in den Startlöchern
Aber auch der Neubau des Kindergartens in Zeitlofs, ein „wichtiges Zukunftsprojekt“, das in den Anfangszügen steht, „stößt nicht nur auf uneingeschränkte Zustimmung“. Gerade bei solchen Themen zeige sich, was kommunalpolitische Verantwortung bedeutet: Nicht nur das zu entscheiden, was im Moment am bequemsten ist, „sondern das, was langfristig notwendig und tragfähig ist.“
In 141 offiziellen Gemeinderatssitzungen in den vergnagenen sechs Jahren seien insgesamt 1524 Tagesordnungspunkte abgearbeitet worden. Neben erfolgreich abgeschlossenen Projekten wie beispielsweise die Sanierung der Krechenbachbrücke in Eckarts, die Sanierung der gemeindlichen Laichenhallen, des Steinernen Wirtshauses, die Generalsanierung der Grundschule sowie die Sanierung der Alten Schule und der kritische Begleitung der Strominfrastruktur (P43, DC41/42) habe es auch Projekte gegeben, die nicht zum gewünschten Erfog geführt hätten.
Zu erwähnen ist hier das Gewerbegebiet Detter, das interkommunale Gewerbegebiet der Rhönallianz, der Dorfladen Zeitlofs, die Nachnutzung der Alten Schule in Detter sowie das Steinerne Wirtshaus in Weißenbach.
Mit dem Beginn der neuen Wahlperiode ab Mai, so hofft Hauke, dürften auch die Themen im Gemeinderat einfacher werden. „Das Schwerste haben wir hinter uns."
Zu den ausscheidenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten gehören: Elke Hauswald (2021 als Nachrückerin bis 2026), Eva-Maria Weber (2020 bis 2026), Anja Strigl-Wittmann (2020 bis 2026), Mario Gunkel (2020 bis 2026), Volker Roth (2020 bis 2026, Bürgermeisterstellvertreter), Thomas Hüfner (2008 bis 2026), Elmer Hägerich (2002 bis 2008 und 2014 bis 2026) und Martin Stoeck (2008 bis 2026).



















