An den beiden vergangenen Wochenenden fand der traditionelle FC-Fasching im Sportheim statt. Das diesjährige Motto „100 Jahre FCP – ohne Fasching tät’s net geh’!“ war schon ein kleiner Vorgeschmack auf das 100-jährige Bestehen des FC Eintracht Poppenlauer im Juni 2026. Doch auch der Poppenläurer Fasching hatte etwas zu feiern: Zum 45. Mal begeisterten die vielen Akteure ihr Publikum. Wie schon in den vergangenen Jahren waren alle drei Faschingsabende ausverkauft.
Zu Beginn des Abends begrüßte Sven Gessner, einer der drei Vorsitzenden, das Publikum. Da Selina Potschka in diesem Jahr verhindert war und nicht durchs Programm führen konnte, musste sich Gerd Pfister etwas einfallen lassen. Glücklicherweise boten sich seine Faschingskids (Frida Beringer, Jan Dinkel-Eußner, Lias und Silja Düring, Moritz Heuchler, Jan Kleinhenz, Luca Pfister, Mirco Pfister und Mats Toma) an, das Ganze einzeln oder in Gruppen zu übernehmen.
So kündigten die Youngsters den ersten Programmpunkt an: Udo Hochrein betrat mit seiner Gitarre die Bühne. Wortgewandt, wie immer, verpackte er aktuelle Themen in seine zwölf oder waren es gar 15 Strophen zur Melodie „Que sera, sera“ mit dem fränkischen Refrain: So ein Kas – ein Kas, das macht doch keen Spaß. „Ich hoffe jedes Jahr aufs Neue, dass es Weihnachten endlich mal schneit, zehn Tage später zehn Zentimeter, macht sich die Panik breit.“
Die schönsten Bilder: Fasching beim FC Poppenlauer
Kribbeln auf der Haut
Es folgte die Mini-Garde mit ihrem Tanz „Spürst du das Kribbeln auf der Haut?“. Die kleinen Pfadfinder wurden von den Zecken überfallen, wussten sich aber mit einer Impfung gegen FSME zu wehren. Ein lustiger Tanz mit vielen tänzerisch umgesetzten Details. Die Kleinsten eben ganz groß.
Danach stürmte ein Teufel aus Maßbach die Bühne. Melina Markert schlüpfte in das Kostüm des Höllenfürsten und wusste viele lustige Anekdoten aus dem täglichen Leben zum Besten zu geben. So erinnerte sie zum Beispiel daran, dass früher statt iPhones die Tintenpatronenkügelchen gesammelt wurden – völlig sinnfrei, aber eben lustig. Sie berichtete über das „Modehaus Post“ in Maßbach ebenso wie über die Tatsache, dass ihre Mutter wusste, wie es bei Hempels unter dem Sofa ausgesehen hat. Die Mittlere Garde, bestehend aus 17 Mädels, begeisterte dann das Publikum als Eulen mit ihrem Showtanz.
Trump gratuliert zum Jubiläum
Die beiden Wortakrobaten Gerd Pfister und Udo Hochrein betraten anschließend die FC-Bühne. Gekonnt griffen sie das Thema 100 Jahre FCP in ihrem Auftritt auf und überzeugten das Publikum geschickt, den Festkommers einfach jetzt und hier im Sportheim abzuhalten. Dabei wurden über die Leinwand Grüße zum 100-Jährigen vom Edelfan Marvin Hochrein bis zu Donald Trump übermittelt, der Jahrhundertfußballer des FCP gesucht und natürlich auch gefunden. Dieser erhielt einen Ehrenpreis.
Neben dem Bürgermeister (Klemo for President! „Let’s make Markt Maßbach great again!“) fanden auch alle „Größen“ des FCP den Weg auf die Faschingsbühne: aktuelle und ehemalige Vorsitzende, Selina Potschka, natürlich die legendären FC-Sänger und auch ein Auftritt der FC-Freizeitgruppe war zu bewundern – alle dargestellt von Alexa Bartenstein, Gerd Pfister, Udo Hochrein und Hans Werthmann. Thema waren unter anderem das geplante Ärztehaus – ob das wohl aus Holz gebaut wird? Schließlich sind fast alle Bäume an der Lauer gefällt worden… Ein Riesenspaß für die Zuschauer!
Nach einer Schunkelrunde erwartete das Publikum einen weiterer Höhepunkt: das Männerballett. Diesmal betraten Alexander, Daniel und Steffen Heuchler, Sebastian Merz, Andre Pfister und Michael Thoma als fesche Handwerker die Showbühne und brachten das Sportheim zum Kochen.
Lokale Themen aufs Korn genommen
In der zweiten Pause konnte sich die aufgeheizte Stimmung wieder etwas beruhigen, bevor die Fußballertruppe des FCP die bevorstehende Bürgermeisterwahl aufs Korn nahm. Dabei stellten sie ihren eigenen Bürgermeisterkandidaten Matthias Ries („Ich häcksel für den Wechsel“) und natürlich den dazugehörigen Gemeinderat vor. So wurden für Olle – Lothar Düring („Fässlich aber Volle – Olle“) die Digitalisierung, für Becher – Ralf Merz, Familie und Verkehr, und somit gleich auch den Fremdenverkehr und viele weitere „Dorfgrößen“ vorgeschlagen. Becher möchte künftig einen Kurs „Paaren für Pärchen“ anbieten.
Auch war unter anderem das geplante Ärztehaus Thema – ob das wohl aus Holz gebaut wird? Schließlich sind fast alle Bäume an der Lauer gefällt worden… (Maxi Bartenstein, Hagen Barthelmes, Fabian Bauer, Stefan Graf, Marcel Kälber, Jürgen Kleinhenz, Florian May, Gudrun und Tim Potschka). Zum großen Finale läutete die große Garde mit ihrem Showtanz ein. Auch in diesem Jahr wurden die drei besten Kostüme prämiert – belohnt mit Sekt und einem Gutschein für den Auftritt bei Ines Procter zum Jubiläum. So endete das kurzweilige Programm kurz vor Mitternacht. Gefeiert wurde noch bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Steffen Heuchler 25 Jahre dabei
Auch 2026 galt es, beim FC Fasching wieder ein langjähriges aktives Mitglied zu ehren. Steffen Heuchler – liebevoll Todi genannt – bereichert den FC Fasching schon 25 Jahre und stand bereits im jungen Kindesalter auf der Bühne im Sportheim des 1. Eintracht FC Poppenlauer. 1989 gab er sein Debüt und brachte seitdem in vielen Rollen auf der Bühne das Publikum zum Lachen.
Als süßer Zwerg begann er bei Schneewittchen seine Faschingskarriere. Ob als Part bei Maria und Margot Hellwig oder als Charlie Chaplin, er schlüpfte in die verschiedenen Rollen, bis er dann Anfang der 2000er sein tänzerisches Talent entdeckte und seitdem ein fester Bestandteil des Männerballetts wurde.













































