Direkt zum Jahresbeginn 2026 verkündet Manfred Egert, Vorstand des Rhönklub-Zweigvereins Bad Kissingen, gute Nachrichten zur Kissinger Hütte. Denn es gibt eine neue Pächterin des beliebten Wander- und Ausflugsziels auf dem Feuerberg, die Gastroerfahrung mitbringt. „Es ist jetzt in trockenen Tüchern“, bestätigt Egert, dessen Rhönklub-Zweigverein auch Betreiber der Kissinger Hütte ist.
Die Kissinger Hütte war am 18. März des vergangenen Jahres in Flammen aufgegangen. Bereits im September des vergangenen Jahres, knapp ein halbes Jahr nach dem verheerenden Feuer, stellten Manfred Egert sowie Architekt Michael Rüth die Pläne für die „Kissinger Hütte 2.0“ im Gemeinderat Sandberg vor.
Beverly Borg wird gemeinsam mit ihrer Familie als neue Pächterin die Kissinger Hütte nach dem Wiederaufbau übernehmen. Borg betreibt aktuell die Klosterschenke am Volkersberg in Bad Brückenau. Dass neue Pächter in Aussicht stehen, hatte Egert bereits im September 2025 gegenüber dieser Redaktion bestätigt, damals hatten jedoch noch die Vertragsunterschriften gefehlt.
Die Borgs hätten sich laut Egert beworben. „Ihre Bewerbung war die aussagekräftigste. Die haben bei uns offene Türen eingerannt“, sagt er. Im Rhönklub-Zweigverein hätte man ein Profil erstellt, das der neue Pächter mitbringen sollte. Die Übereinstimmung bei den Borgs habe bei 99,9 Prozent gelegen, schwärmt Egert.
Winterwetter auf dem Feuerberg: So ist der aktuelle Baufortschritt
„Zurzeit spielt die Witterung gegen uns“, blickt Manfred Egert auf den Wiederaufbau der Kissinger Hütte, die am 1. Juli 2026 eröffnet werden soll. „Wir haben es auch nicht geschafft, den Keller vor Weihnachten fertig zu bekommen“, sagt er. Außerdem sei man auf einen Felsen gestoßen, als das Treppenhaus des Bettenhauses abgerissen wurde, weshalb man vorsichtiger sein musste. „Das hat unseren Terminplan leicht verändert, aber noch sind wir zuversichtlich“, zeigt sich Egert weiterhin motiviert, sein sportliches Wiedereröffnungsziel zu erreichen.
Auch das Gutachten zum Bettenhaus sei abgeschlossen. „Wir haben ein Sanierungskonzept von der Gutachterin“, erklärt er. Danach seien keine Schadstoffe vorhanden und die Geruchsbelästigung nach dem Brand sei weg.
Aktuell ist die Baustelle der Kissinger Hütte in ein weißes Schneekleid gehüllt. Trotz der einstelligen Minusgrade und dem frostigen Winterwetter sind einige Menschen auf dem Feuerberg unterwegs, begutachten den Fortschritt der Bauarbeiten, rasten oder fahren Schlitten.













