Judith Dekant darf nun den Titel „Altbürgermeisterin“ tragen. In der ersten Sitzung des Gemeinderats war die Frage aufgetaucht, ob die ehemalige Bürgermeisterin diesen Titel erhalten kann, da sie ja – nachdem sich kein Gemeinderat aus Thundorf für das Amt zur Verfügung gestellt hat – erneut zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt wurde. Dieses Amt hatte Judith Dekant bereits von 2014 bis 2020 inne.
Inzwischen blickt Judith Dekant nun schon auf eine lange Zeit als engagierte Kommunalpolitikerin zurück. Von 2008 bis 2014 war sie Mitglied im Gemeinderat. Danach kam die Zeit als Zweite Bürgermeisterin von 2014 bis 2020. Danach ihre Amtsperiode als erste Bürgermeisterin von 2020 bis 2026 und seit 2026 im aktuellen Gemeinderat wieder als zweite Bürgermeisterin.
Durch Coronakrise geführt
In dieser langen Zeit habe Judith Dekant viel bewegt für die drei Ortsteile, hieß es. Sie habe die Gemeinde durch die schwere Zeit der Coronakrise geführt. Es sei ihr immer ein Anliegen gewesen, alle Gemeindeteile zu vertreten. Mit Herzblut habe sie sich für den Erhalt der Feuerwehren in den einzelnen Ortsteilen eingesetzt. Die Vereine, die sie als Herzstücke der Gemeinde bezeichnete, fanden bei Ihr immer ein offenes Ohr.
Herausragendes geleistet
Viele Projekte wurden unter Ihrer Führung in den drei Gemeindeteilen abgeschlossen. Exemplarisch sind hier zu nennen die barrierefreien Friedhöfe in allen drei Gemeindeteilen. Die Renaturierung des Ransbachs sowie die Sanierung des Felsenkellers und des in die Jahre gekommenen Rathauses. Auch die Öffnung des Ritterkellers, die Modernisierung des Theinfelder Musikheims und der Beginn des Neubaus des Rothhäuser Feuerwehrhauses fallen in ihre Amtszeit.
All diese Maßnahmen hat sie natürlich nicht alleine gestemmt, wie sie betont, sondern in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Ihr sei es immer wichtig gewesen, nicht nur zu verwalten, sondern den Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zuzuhören, zu verstehen und zu begleiten.
Trotz dieser herausragenden Leistung über einen langen Zeitraum für die Gemeinde verweigerten zwei Gemeinderäte aus Thundorf ihre Zustimmung. Judith Dekant wurde mit zwei Gegenstimmen die Amtsbezeichnung Altbürgermeisterin verliehen.
Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Projekt „WIM-Wir musizieren“ der Grundschule Poppenlauer. Hintergrund des Projektes das es bayernweit gibt, ist es die Kinder bereits in jungen Jahren an die Musik heranzuführen. Da an den Schulen die Musik auf Grund von Lehrplankürzungen immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird, versucht WIM gegenzusteuern.
Die Kapellen im Lauertal klagen bereits seit Jahren über rückläufige Zahlen bei jungen Musikern. Immer mehr Musikkapellen schließen Kooperationen ab, um überhaupt noch Auftritte realisieren zu können. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde Thundorf in den letzten Jahren WIM immer mit einem Zuschuss in Höhe von 1500 Euro bedacht.
Zuschüsse reichten nicht
Letztes Jahr konnten die freiwilligen Zuschüsse der Gemeinden Thundorf, Rannungen und Maßbach nicht alle Kosten decken. Die Raiffeisenbank Rannungen übernahm den Fehlbetrag von 500 Euro. Diesmal übernimmt die Gemeinde Maßbach die kompletten Kosten in Höhe von 9450 Euro für die sechs Klassen in Poppenlauer, davon drei Erste Klassen und drei Zweite Klassen. Die Zuschüsse der einzelnen Gemeinden werden nach der Anzahl der Schüler aufgeschlüsselt. Dabei würden für die Gemeinde Thundorf ein Betrag von 1317 Euro entstehen.
Der Gemeinderat diskutierte heftig über diesen Vorschlag der Gemeinde Maßbach, die der Schulträger in Poppenlauer ist. Der Gemeinderat will auch in Zukunft selbst entscheiden, ob er einen Zuschuss gibt oder nicht. Die Kosten über die Schulumlage einzuziehen, sehen viele Gemeinderäte kritisch. Die zeigt sich auch am Beschluss des Gemeinderates, freiwillig für die nächsten zwei Schuljahre je 1315 Euro bereit zu stellen und nicht über die Schulumlage abzuwickeln.









